
- Eiffelturm - Deutsch-französisches Jugendwerk
Der in Paris begrabene deutsche Dichter Heinrich Heine sagte bereits vor knapp 150 Jahren: „Für Deutschland und Frankreich ist nichts wichtiger, als sich gegenseitig kennen zu lernen! Zuwiderhandlungen werden die schlimmsten Folgen haben!“ Heine wurde überhört, die verheerenden Folgen kamen in beiden Nachbarländern in Form von Krieg, Tod und Zerstörung. Erst nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges zog man die Lehren und schuf eine deutsch-französische Zusammenarbeit, die in Form und Ausmaß einmalig in der Welt ist. Und jährlich nehmen mehr als einhunderttausend Menschen diese Vorteile wahr.
Von AuPair über Studenten bis Wissenschaftler, Künstler und Freiberufler
Alleine das Deutsch-Französische Jugendwerk vermittelt jährlich etwa 50 000 Jugendkontakte vom Zeltlager bis zu gemeinsamen Jugendprojekten, von Berufsausbildung bis zum sozialen Engagement. Deutsche Fachkräfte arbeiten an Pariser Universitäten oder bei Toulouse in der Luftfahrtindustrtie. Nicht nur Dieter Hallervoerden, sondern etwa 500 000 deutsche Häuslebauer oder Rentner haben sich von der Bretagne bis zur Cote d’Azur niedergelassen. Mehrere tausend junge AuPair-Mädchen machen in Frankreich nicht nur ihre erste Haushalts- sondern auch ihre erste Liebeserfahrung. Wenn Sie in eine Internet-Suchmaschine den Begriff „Deutsche in Frankreich“ eingeben, werden Sie weit über 100 000 Webseiten finden.
Vereinfachte Bürokratie zwischen Deutschland und Frankreich
Das ohnehin großzügige „freie Niederlassungs- und Aufenthaltsrecht“ der Europäischen Union (EU) ist in Frankreich noch mehr gelockert: Deutsche und andere EU-Mitglieder - und sogar Schweizer -benötigen für Frankreich keine „EU-Residentenkarte“, also keine Aufenthaltspapiere mehr. In der Praxis bedeutet dies: Sie könnten Ihren Koffer packen, mit dem Personalausweis nach Frankreich reisen, sich dort Wohnung und Arbeit suchen, und wenn Sie vorher in Deutschland arbeitslos gemeldet waren, bekommen Sie sogar vom französischen Arbeitsamt für drei Monate das Arbeitslosengeld ausgezahlt, während Sie sich in Frankreich auf Jobsuche befinden.
Soziale Absicherungen, Gesundheitswesen, Gerichtshilfe
Frankreich hat ein ausgeprägtes Sozial- und Gesundheitssystem, das für dort lebende Deutsche und EU-Mitglieder im gleichen Maße wie für Franzosen gilt. Gewerkschaften achten auf die Einhaltung der Arbeitsverträge, und sollten Sie einmal benachteiligt werden, so können Sie auch als Deutscher zivil- und strafrechtlich klagen und sogar Gerichtshilfe in Anspruch nehmen. Und auch wählen dürfen Sie in Frankreich.
Handbuch zum Leben und arbeiten in Frankreich
Von Arztbesuch und Autokauf über Familienfragen, Haustiere bis zu Sexualität oder Verkehrswesen in Frankreich wird unser Nachbar in einem Sachbuch-Ratgeber beschrieben, der 2009 bereits in vierter Auflage erscheint: „Lust auf Frankreich“. Das Buch beschreibt Frankreich wohlwollend, aber auch kritisch als Land, in dem man nicht nur Urlaub, sondern auch leben, arbeiten, studieren oder Geschäfte machen kann.
