
- Birgit Jaeckel Die Druidin - www.knaur.de
Talia wächst bei ihrer Ziehmutter Vebromara auf. Von ihren Eltern weiß sie nur, dass ihr Vater sie nach dem Tod der Mutter töten wollte. Doch Vebromara hat sie aus dem Wasser gezogen und gerettet. Dennoch hat die fehlende Akzeptanz ihrer Eltern Wunden in Talias Gemüt gegraben. Warum war sie nicht willkommen? Und warum sollte sie nicht einmal leben? Von Vebromara weiß sie, dass ihr Vater nicht irgendwer war, sondern der mächtige Herr von Altestadt. So will Talia nur eins: Rache.
Kontakt zu ihrer Familie wünscht sie nicht, aber dennoch bleibt ihr nichts anderes übrig, als die Flucht in ihre alte Heimatstadt. Denn Talias Gabe, die Seelen der Menschen sehen und sie zu beherrschen, möchten die Druiden gerne besitzen. Unter dem Vorwand, dass Talia sich und anderen Schaden könne, wenn sie nicht unter den Anleitung der Druiden lebt, versuchen sie die Frau in ihre Gewalt zu bringen. Denn Talias Wissen bedeutet Macht.
Keltische Druidin auf der Flucht – vor der Vergangenheit und korrupten Druiden
Talia kommt nach Altestadt, der Stadt ihrer Familie und wird als Haushälterin im Haus ihres Vaters, dem Herrn der Stadt, angestellt. Obwohl er ihr gegenüber freundlich und zuvorkommend ist, hält Talia ihn auf Abstand und lässt ihn nicht an sich herankommen. Denn sie spürt, dass Caran, ihr Vater, nicht nur dunkle Seiten hat.
Doch die Sehnsucht nach Rache treibt Talia in die Hände von Carans missgünstiger Schwester, die sie als Spionin im Haus ihres Bruders einschleust. Doch nach einem Kampf gegen seinen Ziehsohn, der ihn entmachten wollte, droht Caran zu verbluten. Trotz widerstrebender Gefühle kann Talia nicht mit ansehen, dass ihr Vater stirbt. Sie haucht ihm ihre Seele ein und flieht, damit niemand sie erkennt. In der Nacht verliert sie nicht nur ihre Liebe, sondern auch ihre neue Familie und begibt sich auf eine lange Wanderung, um die Kraft ihrer Gabe kennen und anwenden zu lernen. Diese Reise ist aber auch eine Reise, die sie von ihren tiefsten Wunden heilen wird.
Spannender und farbenprächtiger Roman über keltischen Druiden und germanische Stämme
Historische Romane sind beliebt, aber nur selten drucken Verlage Romane aus der Zeit der Germanen. Birgit Jaeckel erzählt eine fesselnde Geschichte mit starken Personen, bespickt mit historischen Details. Ihre schnörkellose und präzise Sprache liest sich flüssig und leicht, was dem Leser das Eintauchen in die Geschichte erlaubt.
Anfangs können die ungewohnten und fremden Namen Schwierigkeiten machen, aber im Zweifelfalle gibt es im Anhang eine Liste mit den wichtigsten Personen, Orten und Stämmen im Überblick. Birgit Jaeckel entführt den Leser in eine fremde Zeit voller Gefahren, Intrigen und Kämpfe.
Birgit Jaeckel – ein vielversprechende Jungautorin.
Birgit Jaeckel, geboren 1980, schrieb schon mit 15 Jahren ihren ersten Roman. Studiert hat sie Ur- und Frühgeschichte, was dem Leser zu Gute kommt, denn schnell erkennt er, wie die Autorin mühelos historische Details vermittelt und eine bunte Welt auf das Papier zaubert. Kein Zweifel, die Autorin ist in diesem Kosmos zu Hause. Birgit Jaeckel lebt in Erlangen und arbeitet für den alternativen Nobelpreis. Mit „Die Druidin“ gelang ihr der Durchbruch, doch auf die begeisterten Leser wartet schon der Nachfolgeroman „Der Fluch der Druidin“, von dem eine Leseprobe im Anhang zu finden ist.
Birgit Jaeckel: Die Druidin. Ein historischer Roman. Broschiert. 531 Seiten. Knaur -Verlag 2009. 9,95 €.
