
- Überbelichtet Landschaft bei Miltenberg - Johann Schubert
Ist kein Gegenlicht vorhanden, dann sind die überwiegenden Aufnahmen gut gelungen. Auch bei bedecktem Himmel ist sind die Kontraste zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Bildelement nicht zu stark, um der automatischen Belichtung auch einfacher Fotokameras Probleme zu bereiten. Mit einfachen Möglichkeiten kann der Fotograf mit und ohne Belichtungsautomatik auch bei großen Differenzen zwischen Licht und Schatten gelungene Aufnahmen erreichen.
Großer Unterschied der Helligkeit
Der Blick zurück durch den Torbogen mit dem großem Kontrast zwischen der Landschaft im Hintergrund und dem schattigen Torbogen davor ist ein schönes Motiv. Die erste Abbildung zeigt das Ergebnis der automatischen Belichtung. Landschaft und Häuser sind stark überbelichtet und somit kaum zu erkennen. Hingegen zeigt das nächste Foto Landschaft und die Teile der Stadt Miltenberg wesentlich besser.
Hintergrund richtig belichten - einige Schritte vor und zurück
Wie kann hier die richtigen Belichtung erzielt werden? Das ist ganz einfach: Der Fotograf geht einige Schritte vor. Denn weiter vorne misst der Belichtungsmesser anteilig mehr vom hellen Hintergrund. Bei Digitalkameras kann die Wirkung auf dem Bildschirm beobachtet werden. Dazu braucht der Auslöser jeweils nur sacht bis zum Druckpunkt vor der Auslösung betätigt werden. Damit wird die Belichtung und Schärfe fixiert. An diesem Punkt misst die Kamera das Licht und und die Entfernung.
Viele Fotoapparate zeigen im Sucher oder auf dem Display die von der Automatik vorgesehene Blende und Belichtungszeit beim Druckpunkt an. Sobald das Bild auf dem Display den Hintergrund richtig (dünkler) anzeigt, den Finger nicht mehr bewegen. Jetzt einige Schritte zurück gehen und den gewünschten Ausschnitt der Aufnahme wählen und dann erst auslösen.
Wenn vorhanden, empfiehlt sich die kleinflächige Messmethode zu verwenden. Dargestellt oft mit "( . )". Diese ist für die meisten Motive am geeignetsten. Mit dieser Messmethode kann dann manchmal der Standort beibehalten werden. Es wird der geeignetste - meist ein heller - Gegenstand anvisiert. Das stellt auch neben der Belichtung die Entfernung richtig ein. Dann mit dem Finger auf dem Druckpunkt den gewünschten Bildausschnitt wählen und auslösen.
Fotografieren mit manueller Einstellung
Fotoapparate mit manueller Wahlmöglichkeit der Blende (Lichtmenge) können die bei Automatik angezeigte Blende um etwa zwei Werte (Verdoppelung) verkleinern. Von Blende vier auf Blende acht beispielsweise verringert sich das Licht auf ein Viertel. Alternativ wird das gleiche Ergebnis durch Verringern der Belichtungszeit, zum Beispiel von 1/60 Sekunde auf 1/250 Sekunde erreicht.
Wer einen Fotoapparat mit manueller Blenden- und Belichtungsregelung sein Eigen nennt, kann natürlich auf den fixierten Druckpunkt verzichten. Er liest die gezeigten Werte ab und stellt sie am Fotoapparat ein. Bei beiden Varianten empfehlen sich zusätzliche Aufnahmen mit einer Blende mehr und einer Blende weniger für eine spätere Selektion des besten Fotos dieser Serie.
Zusätzlich Aufhellblitz hilft bei Personen im Vordergrund
Aufnahmen mit solch großen Helligkeitsdifferenzen können bis zu drei Meter zum Vordergrund mit dem Zuschalten des Blitzes ebenfalls oder zusätzlich besser ausgeleuchtet werden. Dabei sollte im Freien der Blitz auf höchste Stärke eingestellt werden. Das ist besonders empfehlenswert, wenn Personen oder Tiere im Schatten gegen hellen Hintergrund mit fotografiert werden.
Nachbearbeiten bei unterbelichteten Bildteilen
Zu dunkle Bildteile können nachträglich mit Programmen für die Bildbearbeitung - Tiefen aufhellen - korrigiert werden. Eine Korrektur bei überbelichteten Bildteilen ist dagegen kaum möglich. Denn die weißen Flächen auf dem Bild enthalten keine Farb- oder andere Bildinformationen mehr. Hier ist es wertvoll, wenn mehrere Fotografien mit unterschiedlichen Belichtungen aufgenommen werden.
