Beste Vorbereitung zur Pilzsuche

Vernünftige Wetterkleidung ist für eine Pilzsuche ebenso wichtig, wie die Auffrischung des Allgemeinwissens zu Orientierungshilfen und ein gutes Pilzbuch.

Der August 2010 ist mäßig warm gewesen. Regenfälle sorgten für ein kräftiges Wachstum der Pilze. Durch diese günstigen Bedingungen sind sie überall zu finden, auf Wiesen, in Parks und in den Wäldern.

Bekleidung für Pilzsammler

Das Suchen von Pilzen, möglichst schon am frühen Morgen, macht unbestritten Spaß. Doch dabei sollte einiges beachtet werden. Sinnvoll ist es, festes Schuhwerk zu tragen. Sandalen, Pumps und dergleichen sind hier absolut unpassend. Ebenso wichtig ist eine Oberbekleidung, die Wind und Nässe widersteht. Eine lange Hose schützt vor eventuellem Zeckenbefall. Auch auf die leidige Mückenplage, die dieses Jahr in der Nähe zahlreicher Tümpel und Seen besonders aktuell ist, sollte der Pilzsammler reagieren. In Apotheken werden dazu zahlreiche wirksame Mittel angeboten. Auf die Haut aufgetragen, vertreiben sie rasch die lästige Insekten.

Orientierung in unbekannten Wäldern

Sammler können in unbekannten, größeren Waldgebieten leicht die Orientierung verlieren und sich verirren. Sie sollten also nach markanten Punkten Ausschau halten oder in Sichtweite eines Weges bleiben. Passiert es trotz allem, dass sich der Sammler verlaufen hat, gibt es ein paar einfache Regeln. Dazu muss er nur gut beobachten können.

Zum Beispiel ist der Stand der Sonne aussagekräftig. Wie jeder weiß, geht das helle Gestirn im Osten auf. Südlich befindet es sich zur Mittagszeit, wandert schließlich nach Westen und geht dann dort unter. Auch die Bäume verraten viel. Sie sind durch Wettereinflüsse meist nach Osten geneigt. Das Moos befindet sich auf der nach Westen zeigenden Seite eines Stammes oder eines Steines. Hat der Pilzsammler erst einmal die passende Richtung gefunden, kann er bald zu seinem Ausgangspunkt zurückkehren.

Begleitung durch andere Pilzsammler

Ist man mit einem weiteren Pilzsammler unterwegs, kann etwas Besonnenheit nicht schaden. Im Wald zu verschwinden, ohne auf den anderen zu zu warten, ist rücksichtslos. Vielleicht will jeder alleine seine Pilzstellen finden, vielleicht wollen auch beide gemeinsam in der Nähe, in Rufweite, suchen. Eine kurze Absprache ist auf jedem Fall empfehlenswert. Sind Kinder dabei, ist unbedingt auf sie zu achten. Spontan und voller Begeisterung laufen sie von einem Pilz zum nächsten und vergessen dabei rasch ihre Umgebung.

Mitnahme von Gegenständen

Was für Utensilien nimmt der erfahrene Pilzsammler mit? Natürlich ein kleines, spitzes Messer und ein oder zwei Körbe. Taschen, Rucksäcke und Plastebeutel sind nicht zu empfehlen. Zu schnell werden die Pilze gedrückt und verderben schließlich. Auch ein Pilzbuch ist nützlich. Ein Sammler sollte die gängigsten Sorten kennen. Trotzdem ist es gut, wenn bei Unsicherheiten in der Pilzbestimmung noch einmal im Buch nachgeschlagen werden kann. Dadurch sind Verwechslungen mit giftigen oder ungenießbaren Pilzen vermeidbar. Außerdem gibt es überall offizielle Pilzberater, die den Sammlern gern bei der Zuordnung ihrer Ausbeute helfen.