Betreuung für Austauschstudenten in Erfurt, Thüringen

Angerbrunnen Erfurt - Anne Neumann / pixelio.de
Angerbrunnen Erfurt - Anne Neumann / pixelio.de
ESN Erfurt, "Fremde werden Freunde" und andere Organisationen bemühen sich seit längerem für das Wohlergehen ausländischer Studenten in Erfurt.

Viele junge Leute fühlen sich von fremden Ländern und Kulturen angezogen. Sie gehen während der Schulzeit als Austauschschüler nach England, nach dem Schulabschluss als Aupair in die USA oder nehmen an einem Work & Travel-Programm in Australien teil. Dabei gibt es keine Grenzen, wohin die Reise gehen soll, denn die Hauptsache ist, dass man unterwegs ist, neue interessante Leute kennen lernt und dabei seine Fremdsprachenkenntnisse verbessert sowie wichtige Erfahrungen für die Zukunft sammelt. Allerdings gibt es auch zahlreiche Jugendliche oder junge Erwachsene, die es nach Deutschland zieht. Viele von ihnen entscheiden sich für ein Studium in einer deutschen Stadt, etwa in der Hauptstadt von Thüringen, Erfurt.

Wie werden ausländische Studierende an der Universität Erfurt unterstützt?

Das Internationale Büro der Universität Erfurt unterstützt Austauschstudenten unter anderem durch ein Tutorenprogramm, woran deutsche Studenten der Universität teilnehmen. Diese waren entweder selbst im Ausland, möchten sich vielleicht auf ihr eigenes Auslandssemester vorbereiten oder haben lediglich Interesse daran, Menschen aus anderen Ländern und fremden Kulturen kennenzulernen. Außerdem organisiert das Internationale Büro Programme wie das so genannte "Sprachen lernen im Tandem", indem zwei Menschen, die sich gegenseitig die eigene Muttersprache beibringen wollen, ein Team bilden.

Des Weiteren gibt es seit Dezember 2009 ESN Erfurt, das Exchange Student Network Erfurt. Diese studentische Organisation wird von der Universität Erfurt unterstützt und ist ein Mitglied der internationalen Organisation ESN (Erasmus Student Network), welches in vielen europäischen Ländern vertreten ist.

Beide Gruppen sind auf freiwilliger Basis gegründet worden und in einigen Fällen sind die Mitglieder in beiden Organisationen vertreten, wobei das Tutorenprogramm vor allem zur Unterstützung in der Startphase da ist. Auf der anderen Seite hat sich ESN Erfurt auf die Zeit danach, also während des Semesters, festgelegt und organisiert unter anderem Exkursionen oder soziale Abende.

Gibt es Organisationen außerhalb der Universität?

In Erfurt und Umgebung gibt es ein Projekt namens "Fremde werden Freunde", welches in Zusammenarbeit der Stadtverwaltung Erfurt mit den Hochschulen und dem Thüringer Instituts für Akademische Weiterbildung e.V. im Dezember 2002 gegründet wurde. Ziel ist es, Austauschstudenten sowie andere Ausländer mit den verschiedensten Menschen aus Erfurt und der Region zusammenzubringen. Dabei kann man nicht nur Studenten der Universität Erfurt, sondern auch der Fachhochschule kennenlernen, dazu Menschen aus Erfurt und aus unterschiedlichen Berufs- und Altersgruppen. Die Treffen zwischen "Paten" und "Patenkind" finden meist privat statt, wobei es ein monatliches Treffen namens Internationaler Stammtisch gibt, wo sich alle Mitglieder und Interessenten von "Fremde werden Freunde" treffen können.

Können ausländische Studierende selbst die Initiative ergreifen?

Abgesehen von den erwähnten Organisationen kann man als Austauschstudent in Erfurt selbst aktiv werden. So gibt es, je nach Sprache, wöchentliche oder alle zwei Wochen stattfindende Veranstaltungen, die sich "Stammtisch" nennen. Diese werden in den meisten Fällen in der Engelsburg Erfurt veranstaltet. Hier können Interessenten und Lernende der jeweiligen Sprache auf Muttersprachler treffen. Des Weiteren werden vor Beginn des Stammtisches ausländische Filme in der Originalsprache gezeigt.

Ähnlich auch bei dem so genannten Event "Café International", welches einmal wöchentlich im Café DuckDich in der Engelsburg statt findet. Hier gibt es jede Woche ein neues Ländermotto, wobei man sein eigenes Land, die Traditionen, die Musik und vor allem das Essen vorstellen kann, denn Tradition im Café DuckDich ist es, dass man typische Speisen aus dem eigenem Land mitbringt.

Anne Neumann - Ich bin Masterstudentin an der Universität Rostock und studiere Anglistik. Ich habe für längere Zeit in den USA gelebt, ...

rss