Mit einem farbenprächtigen Spektakel wurde am Mittwochabend (29. Februar 2012) die IBU Biathlon-Weltmeisterschaft eröffnet. Nach 16-jähriger Abstinenz ist die Biathlon-Familie in das bayerische Mekka von Ruhpolding zurückgekehrt. 6.300 Einwohner hat die Gemeinde Ruhpolding – wohl dreimal soviele Zuschauer waren zur Eröffnungsfeier in die Ortsmitte gekommen. Unter ihnen auch Hans-Peter Friedrich. "Das Geld, das von Berlin und München geflossen ist, ist hier gut angelegt. Wir werden wunderbare Weltmeisterschaften erleben", sagte der Bundes-Innenminister im Kurpark der oberbayerischen Biathlon-Hochburg.

Über 400 Biathleten aus 45 Nationen in Ruhpolding am Start

Unter dem Motto "Mia san Freunde für immer" - "We are one family" wurden die 405 Athleten aus 45 Nationen in fünf Sprachen willkommen geheißen. Und mit einem freundlichen Lächeln winkten Magdalena Neuner und Andrea Henkel der jubelnden Masse zu. Es blieb sogar noch Zeit um ein paar Autogrammkarten zu verteilen und ein Erinnerungsfoto zu posieren.

Mit alten Bildern und Filmsequenzen und Erzählungen über die früheren Welt-Titelkämpfe in Ruhpolding wurden die Zuschauer in WM-Stimmung gebracht. Tanzvorführungen, musikalische Darbietungen aus Bayern rundeten das kurzweilige Programm ab. Es war ein bunter Mix aus Tradition und Moderne, der viel Kurzweil bot und Appetit machte auf die am Donnerstag beginnenden Welt-Titelkämpfe. Die Mixed-Staffel (15.30 Uhr, live im ZDF/Eurosport) macht dabei den Auftakt.

Russentrainer Wolfgang Pichler stichelt gegen DSV-Team

Nach Dauerregen kam gestern fast symbolisch um die Mittagszeit die Sonne unter den Wolken hervor. „Ich denke wir sind vorbereitet, es kann losgehen“, versprach OK-Chef Claus Pichler die „größten und besten Biathlon-Weltmeisterschaften, die es je gab“. 25 000 Zuschauer werden für den Auftaktwettbewerb in der Chiemgau-Arena erwartet. Mit hochgerechnet 220 000 Biathlonfans aus aller Welt peilen die Ruhpoldinger Organisatoren bei der vierten Weltmeisterschaft im Chiemgaui eine neue Rekordmarke an.

Trotz Tauwetter keine Gefahr für Biathlon-WM

Allerdings: Das Tauwetter hat der Strecke in den letzten Tagen etwas zugesetzt. Zwar sind die Schnee-Depots groß genug, gibt es bei der Mixed-Staffel diesbezüglich keine Probleme geben. Aber für alle Biathleten dürfte es im schweren Sulzschnee ein hartes Rennen werden. Unterdessen sorgt ausgerechnet Russen-Coach Wolfgang Pichler vor dem ersten Schusss am Biathlonstand fürMissstimmung.. „Ich glaube, dass Leute bezahlt werden, um uns schlecht zu machen“, diktierte der einheimische Erfolgscoach nach der offiziellen Pressekonferenz in die Notizblöcke der deutschen Journalie. Und ergänzte, „dass die russische Mannschaft gerne ein Spielverderber für die deutschen Biathleten sein würde“. Für Spannung unterm Zirnberg ist also gesorgt.

Das Wettkampfprogramm und die Startzeiten gibt es hier. ARD und ZDF sowie Europsport berichten live von den Titelkämpfen in Ruhpolding. Aktuelle Ergebnisse und Geschichten rund um die Biathlon-WM gibt es auch bei suite101.