Big Brother 10 geht in die zweite Runde

Hohe Quoten durch Pornostars und offene Nominierungsabsprachen

Haus - Scully van Funkel
Haus - Scully van Funkel
Wer bisher angenommen hat, dass die Reality-Show "Big Brother10" in erster Linie von Menschen mit niedrigerem Intelligenzquotienten angeschaut wird, hat sich geirrt.

Die zehnte Staffel der Real-Live-Show "Big Brother" endet voraussichtlich am 7. Juni 2010 und hat somit die erste Hälfte erfolgreich hinter sich gelassen. Die BB-Macher scheinen diesmal sehr zufrieden, denn die Einschaltquoten sind, laut den Pressemitteilungen von rtl2.de, weit über alle Erwartungen gestiegen und sollen den Marktanteil der letzten fünf Jahre um einiges übertroffen haben.

Die "Big Brother"-Video-Community auf Clipfish

Auch der "Big Brother"-Partner Clipfish GmbH & Co. KG erfreute sich einer hohen Besucheranzahl ihrer Video-Community. 15 Millionen Videoclips wurden bisher abgerufen, die "bigbrother.de" und "mobil.bigbrother.de" zur Verfügung stellten. Die hohe Frequentierung nahm das Clipfish-Team zum Anlass, die Technik der Webseite zu verbessern. Durch eine Optimierung des Videoplayers wird der kostenpflichtige Big-Brother-Livestream nun im 16:9 Widescreen Format angeboten.

Neues Konzept macht "Big Brother 10" attraktiver

In den letzten neun Staffeln von "Big Brother" waren vorwiegend unbekannte Menschen an dem Projekt beteiligt. Erstmals sind größtenteils Bewohner im Haus, die durch Castingshows, Schönheitswettbewerbe, Mitwirkung bei Gerichtssendungen, diversen Pseudo-Reality-Shows, Pornofilme, Erotikmessen oder anderen öffentlichen Aktivitäten, bereits im Rampenlicht standen.

Wer schaut sich "Big Brother" an?

Wer bisher angenommen hat, dass die Real-People-Show "Big Brother" in erster Linie von Menschen mit niedrigerem Intelligenzquotienten angeschaut wird, hat sich geirrt. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK), haben 47 Prozent der Zuschauer die Hochschul- oder Fachhochschulreife (Abitur) und/oder können sogar einen Studienabschluss nachweisen.

Die Beweggründe, die Akademiker vor den Bildschirm locken, sind weniger die Nackt-Duschszenen der gutgebauten Pornosternchen oder gar die nächtlichen, sexuellen Aktivitäten, der "Big Brother"-Kandidaten, sondern vorzugsweise das Beobachten und Analysieren der verschiedenen sozialen Verhaltensweisen innerhalb der Gruppe. Zuschauer, die kein wissenschaftliches Interesse an den gruppendynamischen Vorgängen haben, gaben an, dass sie die Reality-Sendung hauptsächlich anschauen, weil "echte" Menschen mitwirken.

"Big Brother": Nichts ist spannender als die Wirklichkeit

Zahlreiche Forenuser und Social-Network-Gruppenmitglieder widmen viele Stunden ihres Tages den Begebenheiten im Hause. Der kostenpflichtige 24-stündige "Big Brother"-Livestream von Clipfish oder ein Abonnement bei dem Pay-TV Sender SKY garantieren dem interessierten BB-Fan einen ganztägigen Einblick in das Geschehen innerhalb des Hauses.

Fleißige "Big Brother"-Tagesbuchschreiber wechseln sich in Foren ab und halten jedes Wort, jedes Augenzwinkern, Seufzen, Lachen, Weinen, Husten, Niesen, Schreien und Flüstern akribisch fest. Ergänzt werden die Texte durch farbige Screenshot-Fotos, sodass der Forenuser zudem einen visuellen Eindruck von dem jeweiligen Handlungsablauf erhält.

Die oftmals heftigen Reaktionen in "Big Brother"-Diskussionsforen, die zeitweise mit gegenseitigen Beschimpfungen und Bedrohungen der Mitglieder einhergehen, lassen vermuten, dass die Grenzen zwischen Fernsehshow und Alltagswirklichkeit immer fließender werden, je länger die Sendung andauert. Leider wird dabei oft vergessen, dass "Big Brother" eine virtuelle und von Medienmachern inszenierte Welt ist.

http://www.clker.com/, http://www.clker.com/

Scully van Funkel - Freiberufliche Autorin, Content-Managerin, OnlineRedakteurin Scully van Funkel: Naturwissenschaften / GrenzwissenschaftenScully van ...

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