
- Bildbearbeitungsprogramme im Test: Februar 2011 - Stiftung Warentest
Ihr Bilderlein gelinget, o gelinget doch all’!: Nicht alle Bilder gelingen auf Anhieb, selbst mit vollautomatischen Digitalkameras und Digitalen Spiegelreflexkameras gelingen nicht alle Fotos auf Anhieb. Foto-Onlinedienste bieten für leichte Rote-Augen-Korrektur kostenlose Bildbearbeitungsprogramme zum Free-Download als Freeware an, daneben gibt es noch unzählige weitere Software: Stiftung Warentest wurstelte sich durch die kryptischen Bedienungsoberflächen von sieben kostenpflichtigen Softwarepaketen im Preisbereich von etwa 60 bis 100 Euro und vier Gratisprogrammen für die Bildbearbeitung. Sie finden den Software-Vergleichstest in der Februar-Ausgabe 2011 von "test" ab dem 28. Januar 2011 im Zeitschriftenhandel – sechs Bildbearbeitungsprogramme erhielten das Test-Qualitätsurteil gut, fünf Softwarepakete waren befriedigend.
Automatische Optimierung ist Test-Schwerpunkt der Bildbearbeitung
Nicht jeder Gelegenheitsphotograph freundet sich mit den vielen kostenlosen Zusatzprogrammen von GIMP an (GNU Image Manipulation Program), die meisten Softwarebenutzer mögen lieber eine einfache, einheitliche Bedienungsoberfläche mit einem einfachen "workflow" und eine schnelle automatische Optimierung: Zwei Software-Experten und drei ambitionierte Testpersonen prüften die Qualität der manuellen Bearbeitung und automatischen Optimierung der Bildbearbeitungsprogramme – die Qualität der Bildbearbeitung ging mit 40 Prozent in die Gesamtnote ein, die Bedienung der Software wurde mit 35 Prozent bewertet, die Vielseitigkeit mit 25 Prozent.
Adobe Photoshop Elements 9 ist Testsieger der Bildbearbeitungsprogramme
Mit Test-Qualitätsurteil gut ("1,7") wurde das Programmpaket Adobe Photoshop Elements 9 klarer Testsieger vor allen anderen Bildbearbeitungsprogrammen, es bietet die optimalste automatische Bildoptimierung im Testfeld und zeichnet sich zusammen mit ACDSee und Computerinsel PhotoLine durch die beste Bedienung aus. Photoshop Elements 9 archiviert sehr gut die digitale Bilderflut und unterstützt digitale Gesichtserkennung: So erkennt man sich auch auf älteren Photographien wieder, ohne peinlich berührt bei anderen Personen nachfragen zu müssen. Photoshop arbeitet mit einer Farbtiefe von 48 Bit, liest auch das RAW-Rohdatenformat moderner Digitalkameras und kann mit Photomerge-Panorama Panoramabilder anfertigen. Elements 9 präsentiert als vielseitigste Software die Bilderflut auch vom Notebook aus als Diaschau via HDMI-Kabel auf einem großen HDTV-3D-LCD-Fernseher. Am 28. Januar 2011 kostet der Testsieger im Online-Handel zwischen 70 und 100 Euro, es gibt Versionen für die Betriebssysteme Windows XP, Vista und 7, sowie für Mac OS X Version 10.5.8 bis 10.6.
Die weiteren fünf guten Bildbearbeitungsprogramme
Wer mit mehr als einer Hand voll Bildbearbeitungsprogrammen am PC-Monitor gearbeit hat, weiß auch, dass je nach Problemlage auch andere Programme mit Adobe Photoshop mithalten können. Hier sollte man sich die Tabellen des Testberichts anschauen, und womöglich eine kostenlose Testversion verschiedener Programme auf dem Computer installieren – probieren geht über studieren. Mit Test-Qualitätsurteil gut im Bereich von "2,0" und "2,4" wurden in Reihenfolge des Software-Herstellers und der absteigenden Testnote bewertet: ACD Systems ACDSee Pro 3, Corel PaintShop Photo Pro X3 Ultimate, Zoner Photo Studio 12 Professional, Magix Foto Premium 10 und Computerinsel PhotoLine Version 16.
Befriedigende Bildbearbeitung mit Software und Freeware
Als einziges kostenpflichtiges Bildbearbeitungsprogramm erhielt Serif PhotoPlus X4 nur ein befriedigendes Test-Qualitätsurteil, es hat gegenüber Photoshop keine automatische Bildoptimierung. Auch die Freeware- Programme können hier nicht mithalten – alle Programme erhielten hier in der Testdisziplin Bildbearbeitung nur befriedigende Testnoten. Beste kostenlose Freeware für den persönlichen Gebrauch wurde Zoner Photo Studio 12 Free, gegenüber der Professional-Version fehlt bei der abgespeckten Programmversion zum Beispiel der RAW-Import. Etwas schlechter wurden die aktuellen Versionen GIMP 2.6.11 und Google Picasa 3.8 bewertet: Picasa ist gut für Anfänger als Archivierungsprogramm geeignet und bietet laut Stiftung Warentest sogar die beste Korrektur gegen rote Augen. GIMP eignet sich dagegen für vielfältige manuelle Bildspielereien, mit einem RAW-Plugin verarbeitet GIMP auch die Rohdaten verschiedener Digitalkameras. Das Schlußlicht des Testfeldes bildet Paint.net 3.5.6, hier bemängeln die Warentester vor allem fehlende Möglichkeiten zum Archivieren und Präsentieren von Bilddateien. Kombiniert man die besten Eigenschaften der kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme, erhält man für umsonst ein Softwarepaket, welches für verschiedene Probleme der Bildbearbeitung schon ausreichend sein kann.
Weitere Informationen
Den Software-Vergleichstest "Verschönern und sortieren" finden Sie auf Seite 52 im Februar-Heft 2011 der Verbraucher-Zeitschrift "test". Auf der Internetpräsenz von Stiftung Warentest können Sie einzelne Testberichte oder die gesamte Zeitschrift gegen eine Gebühr als pdf-Datei herunterladen.
