Billard - ein kugeliges Gesellschaftsspiel

Billard - Claudia Runge
Billard - Claudia Runge
Ob mit Freunden, oder im Tournierkampf, ob im Fernsehen oder auch im Internet - Billard ist ein geruh- und unterhaltsamer Zeitvertreib für Jung und Alt.

Ein spärlich erleuchteter Raum. Das leise Klirren von Biergläsern und Kaffeetassen. Die Luft von dünnen Rauchschwaden durchzogen, marmoriert wie ein Schinken. Und plötzlich ein lautes Knallen und buntes Gewusel von schweren Kugeln auf einem durchlöcherten Tisch. Billard.

Für wen Billard geeignet ist

Grundsätzlich gesagt, ist Billard natürlich nicht nur für die Jungs in verrauchten Kneipen. Es kann jeder Billard spielen, der an die Tischplatte heran reicht und einen Queue halten kann. Das Alter spielt also auch keine Rolle. Billard kann man sogar alleine spielen und sich in der Finesse der einzelnen Kugelstöße üben. Zu zweit macht es natürlich mehr Spaß und wenn Teams gegeneinander spielen, erhält das Ganze noch zusätzlichen Wettbewerbscharakter. Für einen Billardabend sollte man sich schon eine Menge Zeit nehmen, denn wenn die Spieler erstmal das Billardfieber gepackt hat, kann sich Partie an Partie reihen, ohne dass die Uhr eine Rolle spielt. Für den schmalen Geldbeutel ist es vielleicht nicht so ideal, aber der Schlaue sucht sich die günstigen Zeiten heraus seines Lieblingsbillardclubs heraus und teilt sich dann den Tischpreis mit seinen Freunden.

Wie spielt man dieses Gesellschaftsspiel

Jeder Spieler hat seinen Queue, mit dem er mit beiden Händen waagerecht auf die Kugel seiner Wahl zielt. Der Anstoß erfolgt, indem man die weiße Kugel gegen die hübsch als dreieckigen Pulk aufgestellten bunten Kugeln drischt. Dabei sei darauf zu achten, dass dies nicht zu zaghaft geschieht, weil sich die bunten, durchnummerierten Kugeln sonst so gar nicht bewegen wollen. Diese sind zur Hälfte komplett blau, grün, gelb, rot … und zur anderen Hälfte haben sie einen ästhetisch wertvollen, farbigen Ring und sind ansonsten weiß. So kann man sie gut unterscheiden. Je nachdem, was für eine Kugel zuerst in eines der sechs seitlichen Tischlöcher rollt, gehören dem anfangenden Spieler nun die „Halben“ oder die „Ganzen“.

Das Versenken der Kugeln

Wichtig ist, dass keine der Kugeln vor dem Einlochen den Kontakt zur Tischfläche verliert, oder gar in hohem Bogen vom Tisch saust. Schon um Tischbezug und Gesundheit zu schonen. Während des Spielablaufs werden die bunten Kugeln nacheinander in den Löchern versenkt, bis alle eigenen verschwunden und nur noch die weiße und schwarze, plus hoffentlich diverse Kugeln des Mitspielers, übrig sind. Am Schluss gilt es, mit der weißen die schwarze Kugel, die bis dahin nicht direkt angespielt werden darf, in das Loch zu befördern, das dem gegenüberliegt, in dem die letzte eigene farbige Kugel verschwunden ist. Wird die schwarze Kugel irgendwann vorher oder in ein anderes Loch versenkt, hat der Spieler verloren. Grundsätzlich ist das Ziel, beim Versenken der Kugeln insgesamt schneller als die anderen zu sein, oder besonders elegante und raffinierte Züge zu machen. Billard macht am meisten Spaß, wenn draußen das Wetter von allen anderen Aktivitäten abrät.

Weitere Informationen gibt es zum Beispiel bei Clubs wie dem Sindelfingener Billardclub, dem Billardclub in Stuttgart oder bei den Billardclubs der Stadt der Wahl.