Billy Idol hat die nach oben gestreckte Faust erfunden – Mit diesem Markenzeichen – und natürlich „White Wedding“ oder „Rebel Yell“ begeisterte der Punk-Rocker am 4. Juli 2012 nach Sonnenuntergang vor fast ausverkaufter Tollwood-Arena die Massen. Seine Songs kennt jeder. Sie werden von Bands auf dem gesamten Globus gecovert. „Das Original zu sehen, das den Song selbst herausshoutet – ist wie ein Exzess“, sagen die rockenden Rockladies einstimmig, die in der ersten Reihe stehen. Der Mann macht nicht nur eine gute Figur, sondern zieht einen Song nach dem Anderen durch: „Dancing With Myself – „Flesh For Fantasy“ – „Sweet Sixteen“.

Die Band um die Urgesteine aus den Anfängen – Billy Idol & Steve Stevens, rockt das Publikum in dieser heißen Münchner Nacht bis an die Grenzen des Erträglichen - die Fans danken dem Idol und der Band mit rasendem Applaus – wobei sich der Sänger all die Jahre immer wieder selbst neu erfunden hat. Dieses Mal am 4. Juli in der Tollwood-Arena: „Es war eine super Stimmung. Das Gespann Billy Idol im Black Outfit und Steve Stevens im Leopard-Look, hat mal wieder begeistert“, beschreiben Idol-Fans diese gigantische Show.

Vom Punk zum Hardrock – Musikgeschichte seit den 1970er Jahren

Unter dem bürgerlichen Namen William Michael Albert Broad kam der Sänger am 30. November 1955 in Stanmore (England) zur Welt. In den späten 1970er Jahren begann der erfolgreiche Punk-Star Musikgeschichte zu schreiben, erschuf in den 1980er Jahren mit unvergesslichen Songs, wie „Rebel Yell“, „Dancing with Myself“, „Flesh for Fantasy“ oder „Cradle of Love“ Monumente der Rockmusik.

Das Jahr 1981 stellte einen Wendepunkt in der Karriere von Billy Idol dar: Er ging in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo unter Kiss-Manager Bill Aucoin und Produzent Keith Forsey Idols unverwechselbares Image des strohblonden Rocker-Rebellen entstand. Unter diesem Stern und mit dem begnadeten Gitarristen Steve Stevens an seiner Seite, eroberte Billy Idol die Charts, gelangte zum Weltruhm. Auf seinem Weg vom Punk zum Hardrock erschuf er den Idol-eigenen, rock-poppigen musikalischen Spagat: Harte Riffs, leichte Klänge, soundstarke Stimme. Im Jahr 2006 feierte der Sänger mit dem Album „Devil’s Playground“ sein Comeback. Damit zog es den Punk-Rocker nach über einem Jahrzehnt wieder in die Öffentlichkeit, auf die Musik-Bühnen zurück, die bereits seit den 1970er Jahren zur Welt des Stars gehörten.

Die Musik ist sein Leben

Zahlreiche Schicksalsschläge wie zum Beispiel ein schwerer Motorradunfall ließen den Sänger in den 90ern zunächst in der Versenkung verschwinden. Im Jahr 2001 meldete Idol sich mit einem Best-of-Album zurück, das seine glorreichen Songs versammelt, legte dann im Jahr 2006 ein frisches Soloalbum vor, auf dem auch Gitarrist Steve Stevens aus früheren Zeiten wieder zu hören ist. Exzesse der vergangenen Jahre hat Idol mittlerweile hinter sich gelassen. In seiner Musik und bei Live-Auftritten ist er nach wie vor kompromisslos, gnadenlos stark.

Gemeinsam mit dem legendären Gitarristen Stevens begeisterte Idol von der Musikbühne des Tollwood-Festivals herab, seine Münchner Fans. Mit Songs von „Devil’s Playground“ „zoomte er den Hörer zurück in die Zeit, wo nach harten Nächten noch keine Kopfschmerzen klopften und einem ganz viele Dinge ganz wunderbar scheißegal waren“ (Stern).

Was noch folgt: Sommer-Tollwood-Festival mit Katie Melua

Von funky Jan Delay über Hans Söllner bis hin zu Musiklegende Lou Reed (Velvet Underground) - nach Billy Idol bietet das Festival auf dem südlichen Olympiagelände noch bis zum 24. Juli 2012 Gelegenheit, sich am Riesen-Aufgebot der Stars zu berauschen. Billy Idol - für die Ladies - Kim Wilde und Katie Melua für alle.

Downloads: Jan Delay - Lou Reed - Hans Söllner - Billy Idol

Quellen: Tollwood-Pressebüro, Konzertbesucher