Bis(s) zum Morgengrauen

Ein Buch über die brave Bestie

Bis(s) zum Morgengrauen - Carlsen Verlag
Bis(s) zum Morgengrauen - Carlsen Verlag
Lange hat kein Vampir mehr eine solche Aufmerksamkeit erregt wie der junge Edward Cullen aus der Twilight-Saga von Stephenie Meyer. Eine Saga über eine etwas andere Liebe

2005 erschien der erste Roman "Bis(s) zum Morgengrauen" der Bis(s)-Tetralogie (The Twilight Serie) von Stephenie Meyer beim Little, Brown Young Readers Verlag in New York und wurde von Karsten Kredel ins Deutsche übersetzt. Das mehrfach ausgezeichnete Buch (u.a. Best Book of the Year- Publishers Weekly 2005 und Buxtehuder Bulle für das beste Jugendbuch des Jahres ´06) handelt von einer etwas anderen Teenager-Liebe, die Leser jeden Alters fasziniert. „Die Geschichte einer unsterblichen Liebe, die zum Träumen einläd“ so eine von vielen positiven Leserstimmen.

Inhalt von Bis(s) zum Morgengrauen

Die 17-jährige Isabelle Swan (kurz „Bella“ genannt) zieht ihrer Mutter zuliebe zu ihrem Vater Charlie in das verregnete und ewig bewölkte Forks. Schnell findet sie neue Freunde, doch ein Junge aus ihrem Jahrgang fällt ihr besonders ins Auge: der junge Edward Cullen. Er scheint ihre Blicke wie magisch anzuziehen, irgendetwas hat dieser Edward, das Bella förmlich anlockt.

Obwohl sie genügend Angebote von anderen Mitschülern bekommt, kann Bella sich der Anziehungskraft von Edward nicht entziehen. Selbst als er ihre Gegenwart meidet und sogar versucht seinen Stundenplan zu ändern, um keine Kurse mehr mit ihr zu teilen, ist er der Junge, an den Bella Tag und Nacht denken muss und stellt ihn schließlich zur Rede. Wider Erwarten ist es keine Abneigung oder gar befürchteter Ekel, der Edward auf Abstand gehen ließ, sondern das genaue Gegenteil: Edward ist förmlich süchtig nach Bella. Er ist ein Vampir, Bella, die eigentlich seine perfekte Beute wäre, seine Droge. Er ist dieser Droge verfallen und liebt sie unsterblich. Auch Bella hat in Edward die Liebe ihres Lebens gefunden, wäre da nicht die Gefahr, dass Edward seinem inneren Trieb nicht widerstehen kann und sie beißt. Und Edward ist auch nicht der einzige Vampir. Auch andere haben es auf Bellas appetitliches Blut abgesehen.

Faszination Vampirliebe

Ist der Vampir in der gegenwärtigen Literatur doch meist ein Monster, das von dem Blut der Menschen lebt und mehr einem Raubtier gleicht, wird der Vampir Edward Cullen in der Twilight-Saga zu einem Kuscheltier. Trotz des inneren Konfliktes, dass er seine Beute Bella liebt, schafft er es, dem Drang sie zu töten zu widerstehen. Eine Liebe, die wider seiner Natur und stärker als seine Triebe ist. Der Roman, der für Jugendliche ab 14 Jahren als geeignet gilt, scheint somit die romantische Vorstellung der wahren Liebe zu erfüllen. Eine unsterbliche Liebe, bei der beide Seiten gewillt sind, ihre wahre Natur zu verleumden, um beieinander zu sein. Eine Liebe, die auch der Tod nicht begrenzen kann. Eine Liebe, die wie eine Droge wirkt, von der man nicht genug bekommt. Doch ist nicht jede Droge in einer Überdosis tödlich?

Bis(s) zur Mittagsstunde und weiter

Die Nachfolger von „Bis(s) zum Morgengrauen“ sind (im Deutschen) „Bis(s) zur Mittagsstunde“, „Bis(s) zum Abendrot“ und „Bis(s) zum Ende der Nacht“, in denen sich das Universum um Bella und Edward stets erweitert. Werwölfe und weitere magische Faszinationen erwarten den Leser in den Fortsetzungen der Twilight-Saga.

Stephenie Meyer: Twilight Little. Brown Young Readers 2005. Hardcover, 544 Seiten. US-Dollar 12,73.

deutsche Übersetzung: Karsten Kredel. Carlsen Verlag 2008. Gebundene Ausgabe, 500 Seiten. Euro 19,99.

Judith Binias, Judith Binias

Judith Binias - Judith Binias, Jahrgang 1985 freiberufl. Autorin/Regisseurin Kurzvita Abitur: 2005 Regiearbeiten: 2009: J. Binias: "Das ...

rss