
- Bis(s) zur Mittagsstunde - Carlsen Verlag
Am Anfang des zweiten Bandes der Twilight-Saga von Stephenie Meyer sind Edward und Bella noch ein glückliches Paar. Lediglich Bellas 18.Geburtstag stellt ein kleines Problem dar: Bella wird bewusst, dass sie altern und ihre Schönheit verlieren wird, Edward hingegen wird für immer 17 sein. Daher versucht sie ihren Geburtstag so gut es geht zu ignorieren, doch Edward überrascht sie mit einer Party in dem Haus seiner „Familie“. Alice, Jasper, Emmet, Rosalie und Edward sind die „Vampirkinder“ von Esme und Charlisle Cullen. Ist eine Geburtstagsparty an sich nichts Gefährliches, wird sie jedoch in einem Haus voller Vampire zu einer lebensbedrohlichen Situation. Besonders wenn man so ein Pechvogel wie Bella ist: Sie schneidet sich an dem Geschenkpapier, und die Vampire werden von dem Duft ihres Blutes angezogen. Obwohl sie, wenn auch nur knapp, lebendig aus dieser Situation kommt, sieht sie sich bald vor einem noch größeren Problem, das ihr das wirkliche Leben nimmt: Edward verlässt sie.
Bella: Die Trauer eines Teenagers
Zurückgelassen kann Bella nur noch existieren. Ein normales Leben, voller Emotionen und Gedanken, ist nicht mehr möglich. Bis sie auf ihren alten Freund Jacob Black trifft. Er scheint ihr sicherer Hafen zu sein. Die Lücke, die Edward hinterlassen hat, kann Jacob zwar nicht füllen, doch er hilft Bella, nicht an dem Verlust zu zerbrechen. Er holt sie aus ihrer Lethargie heraus, doch seine Gefühle Bella gegenüber gehen weit über Freundschaft hinaus. Ein weiterer Konflikt tut sich auf: Bella will Jacob als Freund nicht verlieren, doch kann sie seine Gefühle erwidern? Sie verdrängt sämtliche Gedanken an Edward, dennoch nagt das Gewissen an ihr: Liebt sie Edward nicht noch immer? Erst als Jacob sich wieder von Bella entfernt, wird ihr bewusst, wie viel er ihr bedeutet. Doch sein Rückzug hat nichts mit verletzten Gefühlen zu tun, im Gegenteil: Er will Bella schützen.
Jacob und Bella: Der Werwolf und das Mädchen
Jacob schließt sich einer vorher von ihm verhassten Gang an und geht Bella nun gänzlich aus dem Weg. Hatte er nicht genau diese Gang als gefährlich bezeichnet? Bella stellt ihn zur Rede und stürzt in den nächsten Mythos: Jacob ist ein Werwolf. Und in der Welt von Stephenie Meyer sind Werwölfe und Vampire Feinde bis aufs Blut.
Das Netz aus Problemen knüpft sich für Bella immer weiter. Nicht nur, dass ihre wahre Liebe ein Vampir und ihr bester Freund ein Werwolf ist, sondern auch die Tatsache, dass alte „Bekannte“ aus dem ersten Band „Bis(s) zum Morgengrauen“ ihr Blut wollen, lässt das Leben der Teenagerin zu einer Flut aus emotionalen, moralischen und mythologischen Fragen werden.
Der Bis(s) geht weiter
Auch die nächsten Teile der Bis(s)-Tetralogie „Bis(s) zum Abendrot“ und „Bis(s) zum Ende der Nacht“ zeigen die nicht ganz alltägliche Liebe zweier Teenager und eine Freundschaft zu einem sonst verhassten Feind. Das mystische Universum um Bella wächst weiter.
Bis(s) ins Kino
Am 26. November 2009 ist der offizielle Kinostart von "New Moon- Bis(s) zur Mittagsstunde", dem zweiten Teil der Twilight-Saga. Der erste Teil "Twilight- Bis(s) zum Morgengrauen" ist seit dem 10. Juni auf DVD und Blue-ray im Handel erhältlich.
Stephenie Meyer: Bis(s) zur Mittagsstunde. Aus dem Englischen von Sylke Hachmeister. Carlsen Verlag 2008. Gebundene Ausgabe, 557 Seiten. Euro 19,90.
