
- UMTS-Smartphone-Handy-Test: Blackberry Bold 9700 - Courtesy of Research In Motion
Äpfel soll man nicht mit Birnen vergleichen, dies wusste auch Stiftung Warentest, deshalb verglichen die Warentester beim Smartphone-Test im September-Heft 2010 einfach mal Apfelphone mit Brombeerphonen: Stiftung Warentest prüfte 18 Smartphones und 10 Multimedia-Handys, nach dem Smartphone-Testsieger-Duo Nokia X6 und Nokia 5230 belegten gleich drei Kultobsttelefone mit Test-Qualitätsurteil gut (2,3) Platz zwei: Das Apfelphone Apple iPhone 4G, sowie die Brombeerphone Blackberry Curve 8520 und Blackberry Bold 9700.
Blackberry Bold 9700 hat als Barren-Handy eine physikalische QWERTZ-Tastatur
Vergleicht man die Fruchtanatomie des Apfelphons mit dem Brombeerphon, fällt beim Blackberry Bold 9700 sofort das mit 5 Zentimetern Breite etwas kleinere TFT-Display mit einer Auflösung von 480 x 360 Pixel auf (TFT: Thin Film Transistor), das aber anscheinend ganz nach dem Fruchtgeschmack der Warentester war – es wurde wie das Retina-Display des iPhones 4G mit einer sehr guten Testnote bedacht. Blickt man unterhalb des LC-Displays des etwa 120 Gramm schweren Barren-Handys, erblickt man die befriedigende physikalische QWERTZ-Tastatur. Auf der 35-tastigen Miniklaviatur können fünf hastige Fingerchen hurtig eine E-Mail oder SMS komponieren und via Blackberry-Enterprise-Server über den Harz oder woanders hin kicken.
GSM-Quadband-Smartphone Blackberry Bold 9700 kickt mit GPS aus Amerika, Asien und Europa E-Mails über den Harz
Für den E-Mail-Push-Service kann man mit dem guten GPS-Empfänger auf den Blackberry-Maps auch aus Amerika, Asien oder Europa den Harz punktgenau anvisieren, um dann mit dem GSM-Quadband-Smartphone die E-Mail zielsicher wegzukicken. Dazu unterstützt es internationale GSM-Mobilfunknetze mit einer Frequenz von 850, 900, 1800 und 1900 MHz (GSM (2G): Global System for Mobile Communication). Für den zusätzlichen Datenstrom-Kick sorgt im GSM-Netz das EDGE-Protokoll (EDGE: Enhanced Data Rates for GSM Evolution), für den zusätzlichen Sprachkick dagegen die gute Sprachqualität, wobei über die Bluetooth-Schnittstelle als ultimativer Kick ein Bluetooth-Headset angeschlossen werden kann.
Zum Surfen im Internet hat das Blackberry Bold 9700 UMTS mit HSDPA und WiFi-WLAN
Ist man von der ganzen Schreiberei oder Kickerei erschöpft, kann man auch mit befriedigender Qualität im Internet surfen, dabei unterstützt das Blackberry Bold 9700 im UMTS-Netz das HSDPA-Protokoll beim Downstream (UMTS (3G): Universal Mobile Telecommunications System; HSDPA (3G+): High-Speed Downlink Packet Access). Zusätzlich steht eine WLAN-WiFi-Schnittstelle mit dem 802.11 b/g-Standard zur Verfügung (WLAN, Wireless Local Area Network). Via WLAN-WiFi etabliert man natürlich auch im Heimnetzwerk Datenverbindungen zwischen Blackberry und MacBook, Netbook oder Notebook.
Smartphone Blackberry Bold 9700 hat eine 3-Megapixel-Kamera und einen MP3-MP4-Media-Player
Möchte man lieber eine MMS über den Harz kicken, kann man dazu ein Bild mit der befriedigenden 3,2-Megapixel Digitalkamera anfertigen, mit zweifachen Digitalzoom, Autofokus und Blitzlicht. Auch Video-Aufnahmen sind mit einer Auflösung von 480 x 352 Pixel möglich, die man anschließend auf dem noch guten BlackBerry-Smartphone-Player begutachten kann. Er unterstützt neben MPEG-4 zum Beispiel die Videoformate H.263, H.264, VP6 und WMV-3, als MP3-Audio-Player dagegen die Formate AAC, MIDI und WMA.
Blackberry Bold 9700 hat eine 2 Giga-Byte microSD-Speicherkarte und einen guten Akku
Nach der sehr guten Akku-Leistung des Nokia E72 wurde das Blackberry Bold zweitbestes Smartphone, im UMTS- oder GSM-Netz kann man knapp sieben bis elf Stunden telefonieren, oder sich etwa zwei Tage lang mit MP3-Musik vom Media-Player vergnügen. Ausgeliefert wird das Smartphone mit einer Speicherkapazität von 2 Giga-Byte (GB), die microSD-Speicherkarten können jedoch bis zu einer Kapazität von 32 GB ausgebaut werden. Das Blackberry Bold 9700 kostet am 2. Januar 2011 ohne Vertrag im Online-Handel zwischen 330 und 530 Euro.
Weitere Informationen
Den fruchtigen Testbericht "Nokia knapp vorn" über Smartphones und multimediale Handys findet man auf Seite 36 in der September-Ausgabe 2010 der Verbraucher-Zeitschrift "test". Im Online-Angebot der Stiftung Warentest können Sie den Test-Bericht oder die gesamte Zeitschrift gegen eine Gebühr auch als pdf-Datei herunter laden.
