
- so80s 6, Blank and Jones, CD-Cover - Soundcolours
Mit „so80s 6“ greifen das DJ-Duo Blank & Jones wieder tief in die musikalische, melodiöse Schatzkiste der Achtziger Jahre hinein und polieren Bands wie Blancmange, New Order, Icehouse, Climie Fisher, Johnny hates Jazz, Deon Estus with George Michael neu auf. Mandy Smith, Falco, Cyndi Lauper und viele andere Achtziger-Solo-Artists bekommen von Blank & Jones erstmals einen neuen Schliff auf ihre Song-Perlen, über die original Achiv-Masterbänder aus dem Synth-Jahrzehnt.
Madonnas Produzent Shep Pettibone remixte Kim Wilde
Auf CD 1 befindet sich wieder ein zusammenhängender 80s-DJ-Mix, der mit der extended Version von ABCs „When Smokey sings“ beginnt und in den Shep-Pettibone-Remix von Kim Wildes „You came“ übergeht. Shep Pettibone ist ein amerikanischer Club-DJ, der Madonnas Hit „Vogue“ und ihr „Erotica“-Album produzierte. Blank and Jones erleichtern damit wieder DJs ihre Arbeit, wenn diese eine 60-Minuten-Knutschfleck-Pause auf der 80s-Party einlegen wollen, müssen sie nur diese Blank & Jones' Mix-CD auflegen.
Musikperlen von Falco, Matt Bianco, Frankie goes to Hollywood - extended
CD 2 beginnt mit Matt Biancos wundervollem „More than I can bare“ und Curiosity killed the cat mit „Down to earth“, ein verstecktes Kleinod, das man auch ewig nicht mehr hörte. Der „Broad Mix“ von Frankie goes to Hollywoods „Rage hard“ beginnt sehr spektakulär, bevor er in die bekannten Klänge der 7“ übergeht. Sänger Holly Johnsons („Americanos“) Solo-Alben wurden übrigens remasterd und mit etlichen Bonus-Tracks von Cherry Red Records neu veröffentlicht. Falcos Disco-Hit „Junge Römer“, der es bereits vor seiner amerikanischen Nr. # 1 „Rock me Amadeus“ in US-Dance-Charts schaffte, klingt mit Blank and Jones' musikalischem Feingespür in „Specially Remixed Version“ auch wieder sehr aktuell.
Mandy Smiths Lolita-Skandale dienten als gute Musik-Promotion
Alphaville sind mit der „The Palace Version“ ihres Hits „Jerusalem“ einer der bisher meistvertretenen Acts der „so80s“-Ausgaben, die in den letzten zwei Jahren von Blank and Jones veröffentlicht wurden. Nach Samantha Fox ist nun Mandy Smith eine weitere Vertreterin aus der Hitküche Stock/Aitken/Watermans, die es über „so80s“ und ihrem darauf enthaltenen Song „I just can't wait“ Extended Version wieder in die Charts schafft. Man erinnere sich, mit „Boys and Girls“ schaffte sie es 1988 sogar bis auf Platz # 4 der offiziellen Schweizer Single-Charts. Mandys Skandale, für die sie als 13jährige Freundin des 33 Jahre älteren Rolling-Stones-Bassisten Bill Wyman sorgte, machten sie bereits vor ihrer Gesangs-Karriere bekannt und waren ein Grundstein dieser, denn als Sängerin konnte sie nur mit professionellen Gast-Stimmen drumherum punkten. Sie veröffentlichte nur ein einziges Album. Mit Stock/Aitken/Watermans-Hit „Got to be certain“ - der ursprünglich im Original von Mandy Smith und „Ghost“-Sängerinnen eingesungen veröffentlicht wurde – damit hatte letztendlich eine Andere den großen Nr.1-Hit und bis dato als Künstlerin Erfolg: Kylie Minogue.
Hochkarätige Musikerinnen vereint auf „so80s 6“
Princes Gespielin Sheila E. ist mit dem Remix ihres 87er-Release „Koo Koo“ auf „so80s 6“ zu hören. 1985 wurde sie hierzulande durch ihr Hit-Erfolg „A love bizarre“ bekannt (Platz # 4 in den Deutschen Single-Charts, in Bayern sogar auf Platz # 1). Im Laufe ihrer Karriere arbeitete Sheila E. mit Cyndi Lauper zusammen, die mit den Bangles als Background-Sängerinnen und „Change of heart“ auf „so80s 6“ zu hören ist, einem amerikanischen Nr. 1 # Hit. Hochkarätig geht es weiter mit Lisa Stansfield und ihrer langen Version von „All around the world“, das Ende der 80s weltweit die Chart-Spitzen erklomm. Blank and Jones veröffentlichen auf ihrer sechsten „so80s“-Zusammenstellung rares, wie Deon Estos feat. George Michael (George arbeitete auch mit David Cassidy auf „The last kiss“ als Backing-Singer zusammen), Cretu und Thiers, Device und „Voyeur“ von Kim Carnes. Wet wet wet, Johnny hates Jazz, Purple Schulz und die neue Heimat (was für verrückte Band-Namen) lassen CD 1 in Extended- und Maxi-Versionen mit ruhigen und nachdenklichen Melodien ausklingen.
Rares und Gruftiges auf „so80s 6“ CD 3
Visage (die mit „Fade to grey“ den Achtziger-Hit schlechthin hatten) eröffnen CD 3 der „so80s 6“-Compilation. Gruftis, Gothics, die in Berlin, Brandenburg über Leipzig, Dresden und ganz Ost-Deutschland heute noch in der Szene sehr angesagt sind, können ihren „Grabschaufel-Tanz“ zu Visages „The damned don't cry“-Klängen perfekt dazu tanzen. Camouflage und „The great commandment“ scheinen auch heute noch wie eine deutsch-englische „Tarnung“ der Band Depeche Mode. Völliges Neuland eingefleischter 80s-Musikfans dürfte „Still smiling“ von I start counting sein.
„so80s 6“ von Blank & Jones erschien am 07. Oktober 2011 bei Soundcolours
