
- Blue Valentine, DVD Cover - Senator Home Entertainment
Möbelpacker Dean (Ryan Gosling, „Drive“, „Crazy Stupid, Love“, „Lars und die Frauen“) verliebt sich während der Arbeit im Altenheim in die Pflegerin Cindy (Michelle Williams, „The hottest state“, „My week with Marilyn“). Als sich die beiden zufällig im Bus wiedertreffen, verliebt sie sich nach seiner Gesangseinlage mit Ukulele schließlich auch in ihn. Cindy wird schwanger, die beiden heiraten – versprechen sich, in guten wie in schlechten Zeiten treu zu sein. Doch Romantik wird zum Abgrund.
Mit dem Tod des Hundes beginnen die familiären Probleme
„Blue Valentine“ zeigt anfangs kurz die noch funktionierende, junge Familie. Cindy fährt mit „We belong“-Musik (Pat Banatar) zur Arbeit und entdeckt am Straßenrand ihren seit Tagen vermissten Hund. Tot. Allmählich beginnen die ehelichen Probleme, Cindy fängt an, Ryan mit einem Ringer zu betrügen, zu dem Wrestler fährt sie im Rollstuhl ihrer Großmutter. Von dieser erfährt sie nicht, wie es sich anfühlte, als sie sich verliebte. Allerdings gibt sie ihr den Rat, sich in den Mann zu verlieben, der es wert sei, denn Cindy will nicht wie ihre Eltern werden und sie kann ihren Gefühlen nicht trauen, weil die sich einfach in Luft auflösen.
„Blue Valentine“ enthält echte Momente, die nicht im Skript standen
Als die jungen Eltern zu Beginn des Filmes frühmorgens von der Film-Tochter aus dem Schlaf geweckt werden, handelt es sich dabei um echte Szenen, da die Protagonisten an zwei verschiedenen Tagen im Haus des Regisseurs und Co-Writers Derek Cianfrance extra dafür übernachteten und für diese Szenen aus ihrem echten Schlaf geweckt wurden. Nebenbei bemerkt: einige der Sex-Szenen sehen ebenfalls sehr echt aus, darüber äußert sich im Audio-Kommentar allerdings niemand ("Blue Valentine" sollte ab 16 Jahren und nicht ab 12 sein). Derek Cianfrance hat seit jeher eine Allergie für Fake-Momente im Film, deshalb stellte er für die Weck-Szene extra Kameras auf und knipste sie leise an, auch im Badezimmer um 5 Uhr morgens. Viele der Filmszenen in „Blue Valentine“ wurden so weit weg entfernt wie möglich gedreht und die Protagonisten herangezoomt (mal mit, mal ohne Stativ), deshalb fühlten sich die Darsteller relativ unbeobachtet, wirken dadurch in ihren Szenen natürlicher. Als Hund-Fanatiker Ryan Gosling den Film-Hund Megan begrub, trickste diese Szene seinen Körper aus, und das trickste seine Gedanken aus. Dadurch entstand die „Träne-im-Bier“-Szene, die im Skript nicht vorgesehen war.
Echtes Blut in der „Roboter-Vagina“ „Moon-Room“
Um einen Abend ohne Kind zu verbringen, mieten sich Cindy und Dean in ein Hostel ein – in die Roboter-Vagina „Blue Room“, dessen Dekoration, Einrichtung und Licht in Blau gehalten sind, mit Mond, ähnlich Shakespears Sisters Szenario zum Musikvideo „Stay“. Wie man im Audio-Kommentar erfährt: Ryans Goslings Nippels fingen unter der Dusche des „Moon-Rooms“ an zu bluten - wegen der Seife von „gewisser Qualität“ und wegen des harten Wassers. Zuvor wusste Ryan nicht einmal, dass er überhaupt welche hat (Original-Ton des Audio-Kommentars: „He never been aware of his nipples, until he was in the shower“).
Michelle Williams wurde für „Blue Valentine“ OSCAR-nominiert
Nach „Brokeback Mountain“ wurde Michelle Williams erneut für den OSCAR nominiert. Ryan Gosling, der selbst in der OSCAR-Jury sitzt, wurde nicht nominiert, obwohl sein Schauspiel in „Blue Valentine“ vor allem bei den Deleted Scenes bemerkenswert ist: er steckt sich den Finger in den Hals und erbricht vor laufender Kamera. Dasselbe wiederholt er dann bei ihr. Man kann dies als geschmacklos und zugleich als hoch erotisch sehen, denn kurz darauf knutschen beide wild miteinander, was nach Erbrochenem normalerweise nicht angenehm für einen Schauspieler ist. Sinngemäß und bildlich kann diese Szene mit ein bißchen Intelligenz für so manches stehen und macht diesen Film auf DVD schon allein deshalb zu etwas außergewöhnlich sehenswertem, bei der die Hauptdarsteller über die Grenzen Ihres Könnens gehen.
„Blue Valentine“ erschien am 09. Dezember 2011 auf DVD und Blue-ray bei Senator Home Entertainment
