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Blumen zum Essen: Dekoration & sinnlicher Genuss

Veilchenblüten über den Salat streuen - Romy2004 / pixelio.de
Veilchenblüten über den Salat streuen - Romy2004 / pixelio.de
Zahlreiche Blumen wie Gänseblümchen, Rosen oder Veilchen sind nicht nur schön anzusehen, man kann sie auch essen und zum Dekorieren von Speisen verwenden.

Das Würzen mit Blumen ist bereits sehr lange bekannt. Schon die alten Römer verarbeiteten sie in ihren Speisen. Rosen und Veilchen wurden später gemeinsam mit der Königskerze in Klostergärten bei den Heilkräutern angepflanzt. Viele Blüten kann man essen, wie zum Beispiel die von Dahlien, Chrysanthemen, Gänseblümchen, Holunder, Jasmin, Kamille, Kapuzinerkresse, Lavendel, Löwenzahn, Minze, Passionsblumen, Ringelblumen, Rosen, Rosmarin, Schlüsselblumen, Stiefmütterchen, Veilchen oder auch Zucchiniblüten. Die Blüten eignen sich als Garnierung und würzen durch ihren Geschmack Speisen und Getränke.

Frühlingsblüten in verschiedenen Speisen und Getränken

  • Veilchen werden beispielsweise als Veilchensirup zum Verfeinern von Desserts und Kuchen verwendet. Veilchenessig und Veilchenblüten, die im Frühling über Salate gestreut werden, schmecken köstlich.
  • Gänseblümchen-Blüten und -Blätter sind eine Garnierung, die Appetit und Stoffwechsel anregen können. Man streut die Knospen über Suppen oder beispielsweise über einen Salat aus Wildkräutern. Auch im Tomatensalat wirken die Blüten sehr dekorativ.
  • Schlüsselblumen stehen unter Naturschutz, man darf sie nicht mit der Wurzel ausgraben. Die jungen, zarten Blätter passen in jedem Frühlingssalat, in Kräuter- und Kartoffelsuppen.
  • Löwenzahnblüten, die noch leicht geschlossen sind und beispielsweise mit Zwiebeln leicht gedünstet werden, schmecken nach zartem Fleisch. Löwenzahnhonig ist eine beliebte Süßigkeit. In kargen Zeiten wurden die Wurzeln vom Löwenzahn getrocknet, gemahlen und als Kaffeeersatz verwendet.
  • Holunderblüten enthalten Apfel-, Baldrian- und Weinsäure. Diese Säuren sind für den erfrischenden Geschmack der Holunderlimonade verantwortlich. Holunderblütensirup schmeckt ausgezeichnet mit Wasser verdünnt, er wird aber auch gerne mit Wein und Sekt getrunken. "Hollerküchlein" sind in Backteig eingetauchte und in Fett ausgebackene Holunderblüten und eine beliebte Süßspeise.

Sommerblüten in leichten Speisen und erfrischenden Getränken

  • Rosenblätter werden zu Gelee und Sirup verarbeitet und eignen sich auch für Salate, Bowle und kandierte Süßigkeiten.
  • Kapuzinerkresse wächst in leuchtenden roten, gelben und orangen Farben im Garten an Zäunen oder in Blumentöpfen. Sie stammt ursprünglich aus Peru. Ihre Blüten und Blätter schmecken leicht pfeffrig und erinnern an den Geschmack von normaler Kresse und ein bisschen auch an Meerrettich. Die Blüten sind reich an Vitamin C und passen gut zu Salaten, Eierspeisen, auf das Butterbrot, in Suppen, zu Fisch und auch in Essig. Die Knospen kann man als "falsche Kapern" einlegen.
  • Blüten von Kräutern wie Lavendel, Rosmarin, Schnittlauch, Salbei oder Thymian wirken appetitanregend. Zum Beispiel verfeinern Thymianblüten südliche Gemüsegerichte und gemeinsam mit Rosmarin- und Salbeiblüten jeden Blattsalat. Die kugelige rosarote Schnittlauchblüte schmeckt sehr gut auf einem Butterbrot oder im Salat. Mit Borretschblüten kann man Salate würzen und Suppen und Nachspeisen verzieren. In Eiswürfel eingefroren, schmücken sie erfrischende Cocktails.

Herbstblüten zum Garnieren und als Aroma in Salaten:

  • Ringelblumen galten im Altertum als heilige Blumen der Buddhisten. Wenn sie in Mischkulturen mit Gemüse gepflanzt werden, fördern sie die Gesundheit der Gemüsepflanzen. Heute bringen ihre Blüten Farbe und Aroma in Salate und Speisen wie Risotto.
  • Chrysanthemen schmecken angenehm bitter. Zum Essen verwendet man die Triebspitzen der Pflanze und ihre jungen Blätter (vor dem Aufblühen) roh als Salat oder gedünstet als Gemüse. Die Blüten kann man in Teig gehüllt ausbacken und auch zum Garnieren verwenden.
  • Dahlien sind so vielfältig wie Rosen. Kleine Blüten schmecken säuerlich und würzig und verfeinern alle bunten Salate.

"Bio-Blumen" vom eigen Garten oder Balkon

Blüten aus dem Blumenhandel eignen sich nicht zum Essen, da sie häufig mit Pestiziden behandelt wurden. Manchmal gibt es in Gemüsegeschäften und Supermärkten speziell essbare Blüten. Eine gute Quelle sind Blumen aus dem eigenen Garten oder Wildblumen, die nicht in direkter Nähe von Feldern oder stark befahrenen Straßen wachsen. Am besten sind "Bio-Blumen" vom eigenen Garten oder Balkon. Es gibt Samenmischungen mit Blumen, deren Blüten man essen kann. Die Blüten erst kurz vor dem Genuss pflücken, da sie sonst welken und Geschmack und Farbe verlieren. Man kann sie zum Reinigen vorsichtig mit kaltem Wasser abspülen und in einem Wasserbad mit Eis für kurze Zeit frisch halten.

Quellen:

  • Ruediger Dahlke: Essens-Glück. Schirmer Verlag 2010
  • www.gutekueche.at
  • www.derspirit.at
  • www.oeko-fair.de

Bildnachweise: © Romy2004, Bettina Stolze, Domaris, Lydia Sachse, Joujou - alle Pixelio.de

M. L. Praegant, Kristin Praegant

Maria Luise Praegant - Nach Matura Studium der Medizin, Angestellte in der pharmazeutischen Industrie. Ausbildungen in: AstrologieKinesiologieNatürlicher ...

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