Wie man sich vor Bienen und Mücken schützt

Vor allem Allergiker müssen sich bei Insektenstichen in Acht nehmen

Was gegen die Plagegeister, Giftspritzen und Blutsauger wie Wespen, Bienen, Mücken und Co. hilft und wie man sich vor ihnen schützen kann.

Draußen ist man nie allein. Kaum hat man das Stück Kuchen aufgedeckt, die Wurst auf den Teller gepackt, sind sie da: die Bienen und die Wespen. Selbst nachts hat man keine Ruhe und wird von surrenden Plagegeistern malträtiert. Mit ein paar Tricks kann man sich wirkungsvoll vor ihnen schützen und wird von Stichen verschont.

2,5 Millionen Deutsche sind gegen Insektenstiche allergisch

Das kann mitunter lebenswichtig sein, denn rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Allergie gegen Insektenstiche, schätzt der Ärzteverband Deutscher Allergologen. Wer eine solche Allergie in sich trägt, sollte nie ohne Notfallset nach draußen gehen, denn schnelle Hilfe muss innerhalb von Minuten erfolgen. Ansonsten drohen Atemnot und Bewusstlosigkeit, Blutdruckabfall, Herzrasen und Schwächegefühle.

Der Arzt verschreibt dieses Notfallset, das in der Regel ein Antihistaminikum, ein Kortisolpräparat sowie Adrenalin als Spray oder Spritze enthält.

Für alle die, die nicht gegen Insektenstiche allergisch sind, bleibt dennoch das unangenehme Brennen und Jucken, schmerzhafte Quaddeln und Schwellungen und der Schreck.

Sieben Regeln zum Schutz vor Stichen

Um das Risiko eines Insektenstiches zu minimieren, helfen einige Verhaltensweisen und Vorkehrungen.

1. Die Vermehrung der Stechmücke erschweren. Regentonnen alle zwei Wochen ausschütten, denn dort wird der Nachwuchs herangezogen. An stehenden Gewässern schwärmen die Stechmücken verstärkt aus, deshalb sollte man sie vor allem abends meiden, wenn man nicht gestochen werden möchte.

2. Nicht nur lange Ärmel und Beinkleider machen es den Stechmücken schwer, ihr Opfer auszumachen, auch weiße Kleidung erfüllt zusätzliche Tarnzwecke.

3. Insektenabwehrspray und Mückenschutz auf die unbedeckten Hautstellen auftragen.

4. Schweiß und Parfum locken Mücken an, blumiges Shampoo wirkt auf Bienen anziehend. Wer sauber ist und natürlich riecht, hat klare Vorteile.

5. Süßes, aber auch deftige Speisen locken Insekten an. Auch bei Getränken heißt es: Augen auf, damit man nicht aus Versehen eine Biene oder Wespe mitverschluckt. Zeigen sie Interesse und fliegen um das Essen herum, unbedingt Ruhe bewahren und nicht hektisch nach den Tieren schlagen. Besser: Durch wegpusten vertreiben.

6. Nicht barfuß über Wiesen laufen und auch im Freibad Schuhe tragen, um die Gefahr, auf eine Biene oder Wespe zu treten, zu verringern. Viele der Insekten brüten im Boden.

7. Fenster des Schlafzimmers mit Moskitonetzen schützen oder erst das Fenster schließen, bevor man abends das Licht anknipst. Vor dem Schlafengehen die Wände absuchen.

Erste Hilfe im Fall eines Stiches

Passiert es doch und ein Insekt sticht zu, den Stich kühlen. Dabei helfen Eiswürfel und spezielle Gels aus der Apotheke. Notfalls mit etwas Kortisolsalbe behandelt, jedoch nicht länger als einige Tage. Bei sehr großen und schmerzhaften Schwellungen unbedingt den Arzt aufsuchen, denn Allergien bilden sich manchmal erst in höherem Alter aus. Bei Stichen in Hals- oder Mundraum sowie im Gesicht, sofort kühlen und den Arzt aufsuchen

Bienenstachel bleiben nach dem Stich meist in der Haut hängen. Vorsichtig mit einer Pinzette herausziehen, dabei aber nicht den Giftapparat berühren und noch mehr Gift in die Wunde drücken.

Barbara Ochs, Arianne Ruppel

Barbara Ochs - Meine journalistische Ausbildung hat mir das nötige Rüstzeug aus Wissen und Können verschafft, um mich in Ihre Themen ...

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