Cholesterin wird nicht nur im Körper gebildet, wir Menschen nehmen es auch mit der täglichen Nahrung zu uns. Bei einer Behandlung mit bestimmten Medikamenten, während einer Diät oder wenn der behandelnde Arzt den Verdacht hat, dass eine Störung des Fettstoffwechsels vorliegt, kann er eine Blutentnahme anordnen und durch die Laboranalyse die Werte von Cholesterin (Gesamtcholesterin) und die Höhe der Triglyceride (Neutralfette) feststellen lassen. Liegen die ermittelten Cholesterinwerte, man spricht auch vom Cholesterinspiegel, im Grenzbereich oder darüber, wird der Arzt wahrscheinlich mit Hilfe einer weiteren Analyse die genauen Werte für LDL- und HDL-Cholesterin untersuchen lassen.

Blutwerte verstehen: das Gesamtcholesterin und Triglyceride, die Neutralfette

Der Begriff Cholesterin bezeichnet allgemein das Gesamtcholesterin, also die gesamte Menge des sich im Blut befindlichen Cholesterins, die in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) gemessen wird. Der Stoff, der beim Fettstoffwechsel eine große Rolle spielt, ist Ausgangsstoff für die Gallensäure, Hormone und Vitamin D. Außerdem ist er ein wichtiger Bestandteil von Zellhüllen und Lipoproteinen, das sind Moleküle, die aus Eiweiß und Fett bestehen. Wegen seiner schlechten Wasserlöslichkeit im Blut wird das Cholesterin an Lipoproteine gebunden, die es durch den ganzen Körper transportieren. Dies geschieht hauptsächlich als LDL-Cholesterin und in geringen Mengen als HDL-Cholesterin.

Die gemessenen Werte der Triglyceride, Abkürzung TRIG, sollten im Idealfall bei 150 mg/dl liegen. Bei Übergewichtigen können die Blutwerte sehr schnell erhöht sein. Die für die Triglyceride gemessenen Werte lassen sich unter anderem durch eine möglichst basische Ernährung und Vitalpilze beeinflussen.

Erhöhte Cholesterinwerte: Wodurch wird der Blutwert beeinflusst?

Gründe für einen erhöhten Cholesterinspiegel können außer einer angeborenen Hypercholesterinämie, eine Unterfunktion der Schilddrüse, Gallenstauung oder eine Zuckerkrankheit sein. Viele Wissenschaftler sehen einen erhöhten Wert als Hauptrisiko für das Entstehen von koronaren Herzkrankheiten, zudem steigert es das Risiko deutlich, an einer Arteriosklerose zu erkranken. Ein niedriger Cholesterinspiegel kommt nicht so häufig vor. Eine Mahlzeit vor der Blutnahme hat keinen Einfluss auf die Werte, dagegen können erhöhte Cholesterinwerte während einer Schwangerschaft auftreten. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel während der Cholesterinspiegel steigt.

HDL-Cholesterin - was ist unter diesem Blutwert zu verstehen?

Die Abkürzung HDL = high density lipoprotein bedeutet nichts weiter, als dass es sich dabei um ein Transporteiweiß hoher Dichte handelt. Das Eiweiß transportiert das wasserunlösliche Cholesterin aus den Körperzellen zur Leber und auf diesem Weg nimmt es auch Cholesterin mit, das sich an den Wänden der Arterien abgelagert hat. Das HDL-Cholesterin wird deshalb auch als "gutes" Cholesterin bezeichnet.

LDL-Cholesterin - Blutwerte besser verstehen

Im Gegensatz zum HDL-Cholesterin steht das LDL-Cholesterin = low density lipoprotein, ein mit dem Transport beschäftigtes Eiweiß mit geringer Dichte, das auch als "schlechtes" Cholesterin bezeichnet wird. LDL transportiert Cholesterin durch das Blut zu den Körperzellen. Ist seine Konzentration im Blut zu hoch, lagert sich das LDL-Cholesterin an den Gefäßwänden ab und verstopft dadurch die Wege.

Einfluss auf die im Labor ermittelten Cholesterinblutwerte können Medikamente, die Ernährung und Zigaretten haben. Ein Grund für einen erhöhten Cholesterinspiegel ist laut vielen Medizinern auch in den Genen zu suchen. Das Alter spielt ebenfalls eine große Rolle, je älter der Patient desto höher sind die Blutfettwerte.

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Quellen:

  • Laborwerte, GU Verlag, Dr. N. Schaenzler, Dr. med. W.P. Bieger
  • Der Mensch, Anatomie und Physiologie, Thieme Verlag, Dr. med. hab. J. Schwegler
  • Dr. Lohaus, KRH Klinikum Springe
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