Die Diktierfunktion der neuen Generation des Navigationssystem Professional von BMW ermöglicht es, über eine Freisprechtextspracherkennung Texte mitzuschreiben. Diese können dann per Kurzmitteilung (SMS) oder E-Mail versendet werden. Des Weiteren können Sprachnotizen bis zu einer Länge von zwei Minuten aufgezeichnet werden. Diese können ebenfalls per E-Mail verschickt oder aber archiviert werden.

Die Diktierfunktion fürs Navigationssystem Professional

Das Erstellen von Kurzmitteilungen und deren Versenden während der Fahrt mit mobilen Endgeräten ist richtigerweise nicht erlaubt. Zu groß ist dabei die Ablenkung des Fahrers vom Verkehrsgeschehen. Bisher war es in BMW-Fahrzeugen möglich, Mobiltelefone oder Smartphones per Bluetooth mit dem Navigationssystem zu verbinden. Die darauf befindlichen Nachrichten konnte man sich im Auto anzeigen und vorlesen lassen. Die Diktierfunktion erlaubt es nun künftig, während der Fahrt kurze Mitteilungen dem System zu diktieren und, falls gewünscht, auch zu verschicken. Der Fahrer braucht dabei seine Hände nicht vom Lenkrad nehmen und kann gleichzeitig auf den Verkehr achten.

Die Diktierfunktion ist vielsprachig ausgelegt. Zurzeit kann sie Texte in sechs Sprachen aufnehmen. Außer Wörtern können auch Satzzeichen und Anweisungen wie etwa „Neue Zeile“ mitgesprochen werden, um einen grammatisch richtigen, möglichst fehlerfreien Text abschicken zu können. Die Spracherkennung wird von dem Unternehmen Nuance unter der Bezeichnung Dragon Drive! Messaging zur Verfügung gestellt. Sie findet während des Sprechens auf einem Server statt, der sich außerhalb des Fahrzeugs befindet. Damit ist eine große Anzahl an verfügbaren Wörtern nutzbar ohne den Speicherplatz und die Rechenleistung im Fahrzeug zu beanspruchen. Ist der Text diktiert, wird er im Display angezeigt. Der Fahrer kann sich das Diktat auch vorlesen lassen. Die Möglichkeit, das Gesprochene zu korrigieren besteht ebenfalls.

Möglichkeit, Sprachnotizen zu speichern

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, Sprachnotizen zu machen. Dies gelingt auch ohne Diktierfunktion. Die Sprachnotiz kann maximal eine Länge von bis zu zwei Minuten haben und kann anschließend via E-Mail versendet werden. Wer möchte, kann sich die aufgenommenen Notizen über einen USB-Stick herunterladen und mitnehmen. Modifiziert hat BMW darüber hinaus die Spracherkennung. Sie erkennt Aufforderungen des Fahrers jetzt in ganzen Sätzen und erlaubt das Aufrufen verschiedener Funktionen mit einem Satz. Wenn der Fahrer das Okay gibt, führt das System die Funktion aus. Das gilt fürs Telefonieren genauso wie für die Zieleingabe ins Navigationsgerät per Sprache. Auch Radiosender oder Routenvorgaben können per Sprache eingestellt beziehungsweise geändert werden. Auch auf Fragen antwortet das System mit der entsprechenden Anzeige.

BMW führte bereits im Jahr 2006 die Steuerung von Funktionen in Personenwagen ein. Damals wurden ganze Wörter erkannt. Drei Jahre später konnte man für die Ziele im Navigationsgerät eine komplette Adressangabe mit Ort, Straße und Hausnummer per Sprache ansagen. Auch die Suche von Musiktiteln über die Spracheingabe war möglich.