Boitzenburg in der Gemeinde Boitzenburger Land in der Uckermark

Im Schlosspark Boitzenburg - Harald Rossa
Im Schlosspark Boitzenburg - Harald Rossa
Boitzenburg ist recht abgelegen in die Landschaft der Uckermärkischen Seen eingebettet. Es ist ein guter Ort für erholsamen Aktivurlaub.

Boitzenburg ist der zentrale Ort der Gemeinde Boitzenburger Land im Landkreis Uckermark im Bundesland Brandenburg. Es ist eine stark eiszeitlich geprägte Hügel- und Seenlandschaft, die zu einem großen Teil zum Naturpark Uckermärkische Seen gehört. Boitzenburg ist der Ausgangspunkt für zwei besonders schöne Rundwanderwerge, die als „Doppelter Boitzenburger“ bekannt sind.

Sehenswürdigkeiten in Boitzenburg

Das Schloss Boitzenburg war über Jahrhunderte das Zentrum einer großen Gutswirtschaft und Wohnsitz eines Zweiges der märkischen Adelsfamilie von Arnim. Heute ist die sanierte Anlage ein Jugend- und Familienhotel. Rund um das Schloss erstreckt sich der ausgedehnte Schlosspark, der von Lenné gestaltet wurde.

Von dem ehemaligen Kloster Marienpforte der Zisterzienserinnen stehen nur noch wenige Wände als Ruine. Diese Ruine wird als Kulisse für ein das Freilichttheater Klosterruine Boitzenburg genutzt.

An markante Stelle steht die Kirche St. Marien auf dem Berge mit ihrem 47 Meter hohen Turm. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand hier der erste Kirchenbau unter dem Patronat des Klosters. 1536 ging das Patronat an die von Arnims. Um 1600 entstand der Turm, der um 1767 nochmals erhöht wurde. Das Kirchenschiff erhielt um 1700 den Chorschluss mit den Wappenfenstern. Im 18. Jahrhundert folgte eine Erweiterung im Süden mit der Patronatsloge. Um 1840 wurde im Norden die so genannte Winterkirche angebaut. Der Altar stammt vermutlich von 1718. Aus dieser Zeit stamm auch die Kanzel. Die achteckige Taufe aus Eisenguss wurde 1841 angefertigt.

Besonders bemerkenswert in der Kirche von Boitzenburg ist das Grabmal für Georg Dietloff von Arnim. Der wurde 1679 geboren und 1738 vom preußischen König Friedrich Wilhelm I. in den Staatsrat berufen. Er starb 1753. Seine Söhne beauftragten den Hofbildhauer Johann Georg Glume mit der Anfertigung des Grabmals. Georg Dietloff wird in der Kleidung des Schwarzen Adler-Ordens dargestellt und trägt dazu den Johanniter-Orden. Vor dieser Figur steht der Schausarkophag aus Marmor.

Direkt beim Kloster steht die historische Klostermühle. Sie ist technisches Denkmal und beherbergt ein Museum.

Der Tiergarten ist ein rund 150 Hektar großes Waldgebiet mit 300 bis 500 Jahre alten Eichen und dem Verlobungsstein, ein Findling von ungewöhnlicher Größe.

Unbedingt einen Besuch wert ist der Marstall, der in ein Cafe mit Schaubäckerei, Schokoladenmanufaktur und Kaffeerösterei verwandelt wurde.

Lage und Anreise

Die Bundesstraße 109 durchquert den Osten der Gemeinde Boitzenburger Land. Vom Ortsteil Haßleben an der B 109 führt eine Straße zur Autobahnanschlussstelle Pfingstberg an der A 11 von Berlin nach Stettin.

Steckbrief der Gemeinde Boitzenburger Land

  • Bundesland: Brandenburg
  • Landkreis: Uckermark
  • Höhe: 80Meter über Normal Null
  • Fläche: 215,9 Quadratkilometer
  • Einwohner am 31.12.2010: 3.668, davon rund 1.150 im Ort Boitzenburg
  • Anschrift der Gemeindeverwaltung: Templiner Straße 17, D-17268 Boitzenburger Land
  • Gemeindegliederung in 10 Ortsteile: Berkholz, Boitzenburg, Buchenhain, Funkenhagen, Hardenbeck, Haßleben, Jakobshagen, Klaushagen, Warthe, Wichmannsdorf

Quellen

  1. Gemeinde Boitzenburger Land
  2. Kirche Boitzenburg
  3. Schloss Boitzenburg
  4. Marstall Boitzenburg
  5. Märkische Eiszeitstraße