
- Bonner Wahrzeichen - Stadt Bonn
Im vergangenen Jahr hatte die Hansestadt Bremen das Vergnügen, diesmal, in 2011, ist die Bundesstadt Bonn an der Reihe: Vom 1. bis zum 3. Oktober wird am Rhein gefeiert und jedermann ist eingeladen zu den Festlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, die verwoben werden mit dem traditionellen NRW-Tag. 21 Jahre nach der Vereinigung Deutschlands feiert die Stadt, und es werden weit mehr Gäste erwartet, als Bonn Einwohner hat. Fröhlich soll es zugehen in einer heiteren Stadt, und doch werden sicher an diesem Tag viele Gedanken zurückgehen in das Einheitsjahr 1990. Damals wurde natürlich auch gefeiert, aber die „Bönnsche“ wussten seinerzeit in latenter Trauer bereits, dass ihre Zeit als Bundeshauptstadt zu Ende gehen würde. Das war damals nur ein Jahr nach den Festlichkeiten unter dem Titel „Bonn – 40 Jahre Bundesrepublik Deutschland“.
Zwischen Kanzleramt und „Langem Eugen“
Ein riesiges Veranstaltungsgelände wird den Gästen zum Tag der Deutschen Einheit bereit stehen. Mit Fixpunkten aus Historie, Zeitgeschichte und gelebter Gegenwart. Gefeiert wird zwischen Innenstadt, Schloss, Hofgarten, Rheinpromenade, Villa Hammerschmidt, Palais Schaumburg, dem ehemaligen Kanzleramt, dem neuen Kongresszentrum, dem UN-Campus, der Postzentrale, der Deutschen Welle und der Museumsmeile. Die deutschen Bundesländer stellen sich beispielsweise auf der Adenauer-Allee vor. Dort, wo, aus Metall getrieben, der Kopf des „Alten von Rhöndorf“ an die Anfänge der „Bonner Republik“ erinnert, wo noch immer die Abfahrtsschilder zum „Auswärtigen Amt“ weisen, wo das ehemalige Kanzleramt flach und dunkel durch die Bäume schimmert und der „Lange Eugen“, das Abgeordnetenhochhaus, majestätisch herüber winkt. Auch wenn es inzwischen vom neuen Posttower überragt wird.
Festakt im ehemaligen Plenarsaal des Bundestags
Zu den protokollarischen Höhepunkten dieses Tages der Deutschen Einheit zählen aber kaum sentimentale Rückblicke. Es wird einen Ökumenischen Festgottesdienst in der Evangelischen Kreuzkirche geben, an dem etwa 1.000 geladene Gäste, darunter Bundespräsident Christian Wulff, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundeskanzlerin Angela Merkel, die amtierende Bundesratspräsidentin und nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Professor Andreas Voßkuhle, teilnehmen werden. Ihm schließt sich zur Mittagsstunde ein Festakt mit Bundespräsident Wulff im ehemaligen Plenarsaal des Bundestags an. Am Nachmittag des 3. Oktober zieht eine Festparade unter dem Motto „Freu Dich, Deutschland“, durch Bonn – von der Innenstadt über die Adenauer-Allee in Richtung Bundesviertel. Dabei werden rund 80 Gruppen mit 1.500 Teilnehmern Typisches aus Bonn, Nordrhein-Westfalen und allen anderen Bundesländern präsentieren – eine fröhliche Demonstration des Föderalismus in der Bundesrepublik Deutschland.
Den Schlussakzent wird Beethoven setzen
Aber das ist nicht alles: Spiel, Spaß und Spannung für die ganze Familie verspricht das Familienfest des Bundespräsidenten schon am Vorabend – das ist am 2. Oktober der Weltkindertag – im Park der Villa Hammerschmidt. Wulff wird mit seiner Familie dabei sein. Und weil es so gut passt: Zeitgleich zum Deutschlandfest findet in der Beethovenstadt Bonn das traditionelle Beethovenfest statt. Ein Höhepunkt klassischer Konzerte wird der Auftritt des Irakischen Jugendorchesters bereits am 1. Oktober in der Beethovenhalle sein. Am 3. Oktober gibt das Beethoven-Orchester Bonn ein öffentliches Abschlusskonzert zum Tag der Deutschen Einheit mit Carl Orffs „Carmina Burana“ und dem Schlusschor aus Beethovens 9. Symphonie.
Ergänzende Informationen: Stadt Bonn
