
- Altes Wappen Borgholzhausen - Stadt Borgholzhausen
Borgholzhausen am Teutoburger Wald
Wanderer entdecken Ausflugsziele in der Honigkuchenstadt
Verwinkelte Gassen, Kopfsteinpflaster, altes Sandstein an historischen Gebäuden: Borgholzhausen am Teutoburger Wald präsentiert sich seinen Gästen mit Charme und Geschichte. An einem Pass des Teutoburger Waldes, ungefähr auf halbem Wege zwischen Bielefeld und Osnabrück, liegt das kaum 10.000 Einwohner zählende Städtchen unmittelbar am legendären Hermannsweg. Faszinierende Ausflugsziele gibt es hier en masse.
Die Honigkuchenstadt
Vor gut 300 Jahren kamen die ersten Honigkuchenbäcker aus dem benachbarten Osnabrücker Land nach Borgholzhausen, um von hier aus den preußischen Markt für sich zu erobern. Sie gründeten gleich ein Dutzend Honigkuchenbäckereien. An den Wochenenden war Hochkonjunktur und über ganz Borgholzhausen wehte der süße Duft leckeren Honigkuchens. Denn die Bäcker buken große Vorräte an, um sie am Samstag auf den Märkten der umliegenden Städte zu vertreiben; Bielefeld, Münster und Osnabrück waren besonders beliebte Ziele. Noch heute wird in Borgholzhausen Honigkuchen hergestellt; im urigen Ladenlokal Schulze kann man ihn genießen.
Schau ins Land vom Turm der Ravensburg
Zu den besonders attraktiven Zielen der Stadt gehört sicherlich die Burg Ravensberg, deren Geschichte ins 12. Jahrhundert zurück reicht. Sie liegt unmittelbar am Hermannsweg und wird von einigen Tausend Wanderern jährlich besucht. Steil und ein wenig beschwerlich ist der Aufstieg zur Burg, aber die Mühe lohnt sich. Mächtig ragt der beinahe 800 Jahre alte Wehrturm ins Land; von seiner Plattform aus blickt man weit ins Münsterland hinein.
Rundblick vom Luisenturm
Ähnlich faszinierend ist der Blick vom historischen Luisenturm aus, den der Heimatverein Borgholzhausen als Ausflugsziel unterhält. Rund 300 Meter über der so genannten „Johannesegge“ gelegen, erschließt sich ein Rundblick vom Ravensberger Hügelland über das Münsterland, das Osnabrücker Land und bis ins Weserbergland hinein.
Stadtkirche im Wandel
Bemerkenswert präsentiert sich auch die Borgholzhauser Stadtkirche mit ihrer mehr als 1000jährigen Geschichte. Natürlich, das Kirchlein selbst zählt erst ein paar Hundert Jahre, aber bereits vier Vorgängerbauten standen an seiner Stelle, und deren ältester stammt wohl noch aus den Tagen der Karolinger.
Schloss- und Burglandschaft
Neben der Burg Ravensberg finden sich in Borgholzhausen noch weitere Schlossanlagen. Schloss Holtfeld mit seinem außergewöhnlichen Giebel im Stil der Weserrenaissance gehört dazu, und natürlich auch Haus Brinke, eine Schlossanlage, die gleichfalls in die Frühe Neuzeit verweist. Beide Anlagen sind allerdings in Privatbesitz und in der Regel nur von Außen zu besichtigen. Eine spezielle Radroute unter dem schönen Titel „Adel verpflichtet“ ist hierzu im Rathaus der Stadt Borgholzhausen zu erhalten.
Weltweit größte Riesen-Ammoniten-Schau
In einem so genannten „Ackerbürgerhaus“ aus dem 18. Jahrhundert untergebracht, finden sich schließlich das Heimat- und Kulturhaus Borgholzhausen. Hier sind die weltweit größte Riesen-Ammonitenschauen der Welt sowie eine 240 Millionen Jahre alte Saurierfährte zu sehen; die Blicke in die Erdgeschichte faszinieren. Das Heimat- und Kulturhaus bietet aber noch mehr: Moderne Kunst von Walter Kroe und Wilfried Toensing gehört dazu. Präsentiert werden aber auch frühgeschichtliche Funde aus dem Borgholzhauser Umland sowie Zeitgeschichtliches aus der einmaligen Sammlung des Borgholzhauser Fotografen Ludwig Schumacher.
Wandern und Radwandern
Seit jeher führt der Hermannsweg, der vom Lipperland bis ins westliche Osnabrücker Land reicht, unmittelbar durch Borgholzhausen. Die Stadt ist aber auch Stützpunkt an der BahnRadRoute Teuto-Senne, die von Osnabrück nach Paderborn verläuft; entsprechendes Kartenmaterial ist für beide Streckenverläufe im Rathaus von Borgholzhausen zu erhalten. Eine spezielle Radwegeführung namens „Adel verpflichtet“ führt den interessierten Radwanderer rund um die Borgholzhauser Schlosslandschaft.
Wie kommt man hin?
Borgholzhausen ist leicht erreichbar. Mit dem Anschluss an den legendären „Haller-Willem“ – eine alte preußische Kleinbahn aus dem späten 19. Jahrhundert – ist die Stadt aus Osnabrück und Bielefeld stündlich zu erreichen. Zudem liegt sie unmittelbar an der Abfahrt der A 33, die von Osnabrück bis Borgholzhausen führt. Zwei Bundesstraßen, die B 68 und die B 476 führen gleichfalls direkt nach Borgholzhausen. Tourist-Infos gibts im Rathaus an der Schulstraße Nr. 5.
