
- Marco Huck, Boxweltmeister im Cruisergewicht - BoxingPress
Marco Huck gegen Hugo Hernan Garay: So lautet der Boxkampf um die WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht. Die Auseinandersetzung findet am 16. Juli 2011 in München im Olympia-Eislaufzentrum statt. Beide Boxer sind für ihr hitzköpfiges Temperament bekannt, die Zuschauer dürfen sich darum auf einen wilden Schlagabtausch freuen. „ARD Sport - Boxen im Ersten“ überträgt die Boxweltmeisterschaft live ab 22.30 Uhr.
Marco Huck gegen Hugo Hernan Garay - Boxen in München um die WM
Marco Huck hieß ursprünglich Muamer Hukic und stammt aus Serbien. Inzwischen besitzt der 26-Jährige die Deutsche Staatsangehörigkeit. Sein Kampfname lautet „Käpt'n Huck“. Der WBO-Weltmeister im Cruisergewicht hat bislang 33 Kämpfe bestritten, von denen er 32 gewonnen hat, 23 davon durch Knockout. WM-Herausforderer ist der Argentinier Hugo Hernan Garay (30). Sein Kampfrekord: (39 Kämpfe, 34 gewonnen, 5 verloren, 18 Knockoutsiege).
Boxen - Hugo Hernan Garay, der WM-Herausforderer von Huck
„Boxwundertüte“ Garay ist in Deutschland kein Unbekannter. 2004 und 2005 verlor der ungestüme Angriffsboxer in Dortmund und Hamburg jeweils nur knapp nach Punkten gegen Zsolt Erdei im Kampf um die WBO-Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht. 2008 besiegte er in Rostock überraschend den Deutschen Jürgen Brähmer und wurde Halbschwergewichtsweltmeister der WBA. Keine leichte Aufgabe für den Titelverteidiger aus Deutschland am kommenden Samstag.
Weltmeister Marco Huck verteidigt seinen WBO-Weltmeistergürtel
Trotz Garays Unberechenbarkeit: Huck gilt in dieser Weltmeisterschaftsbegegnung als Favorit. Als „ausgewachsener Cruisergewichtler“ liegen die körperlichen Vorteile bei ihm. Huck ist junger und mit 1.87 Meter vier Zentimeter größer als Garay. Der Argentinier ist ein „Wühler“, der allerdings nicht unbedingt über außergewöhnliche Schlagkraft verfügt. Die Knockout-Quote von Huck liegt bei 69,7 Prozent, während Garay es „nur“ auf 46,15 Prozent bringt.
Marco Huck gegen Hugo Hernan Garay - Vergleich der beiden Boxer
Beide Boxer kämpfen in der Normalauslage, neigen zu sportlichen Unsauberkeiten und rücksichtslosen Schlagabtäuschen. Huck hat sich in seinen letzten Kämpfen taktisch und technisch verbessert. Gegen hart schlagende Leute wie gegen Denis Lebedev oder Victor Emilio Rameriz hat er bewiesen, dass er lang und auf Distanz boxen kann. Hucks Manko: Gelegentlich boxt er immer noch auf Biegen und Brechen, besonders wenn er gegen körperlich und boxerisch unterlegene Gegner die schnelle Entscheidung sucht. Weite Schwinger können bei einem Haudegen wie Hugo Hernan Garay schnell ins Auge gehen.
Boxweltmeisterschaft zwischen Marco Huck und Hugo Hernan Garay
Garay ist zäh, erfahren und mit allen Wassern gewaschen. Er war ein solider Amateurboxer, gewann 1998 die Juniorenvizeweltmeisterschaft und nahm an den olympischen Spielen 2000 teil. Geht man allein nach seinem Boxrekord und seinen letzten Kämpfen befindet sich der Argentinier auf dem absteigenden Ast. Boxerisch und über die „Workrate“ kann er Huck durchaus gefährden, wenn sich dieser auf einen „Brawl“ einlässt. „Cuts“ und Fouls liegen aufgrund der Hitzköpfigkeit und Boxstile der beiden Kontrahenten in der Luft und im Bereich des Möglichen.
Die Suite101-Boxprognose: Marco Huck geht als alter und neuer Weltmeister aus dem Boxring!
Der sogenannte Heim- und Campionbonus bei den Punktrichtern liegt ebenfalls auf Hucks Seite, was für Garay die Sache noch schwieriger macht. Er ist zwar ein unbequemer Boxer, ihm fehlt aber vielleicht die entscheidende Schlagkraft um Marco Huck beeindrucken zu können. Die meisten Vorteile in der WM hat also der Weltmeister. Immerhin sollte der Herausforderer gut genug für einen abwechslungsreichen Boxkampf mit einigen spektakulären Schlagwechseln sein. Boxen auf hohem technischen Niveau ist allerdings weniger zu erwarten, denn die Boxkunst von Huck und Garay ist ähnlich einfach gestrickt wie ihr verbales Können im boxüblichen „Trashtalk“. Hier verkaufen sich beide Kontrahenten gelegentlich dumpf, einfältig und unsympathisch.
Nachlese: Huck gegen Garay
Beide Boxer zeigten einen unterhaltsamen und weitgehend "sauberen" Fight. Garay hatte seine Momente, konnte Huck aber nicht wirklich gefährden. Der Gewichtsklassenaufstieg war für den Herausforderer doch eine Nummer zu groß, was Physis und Schlagkraft angeht. Huck siegte schließlich durch Knockout in Runde Zehn.
Quelle: Boxdatenbank „Boxrec“
