
- Brasilianisches Carurú: Krabben mit Pfeffersoße - K.Aldenhoff
Brasilien bietet jede Menge frische und köstliche exotische Gerichte. Die berühmte Küche von Bahia geht auf die Nachfahren der Sklaven zurück, die von der afrikanischen Küste verschleppt wurden. Dass sie während der jahrhundertelangen Unterdrückung ihre Traditionen bewahrten, kommt heute den exotischen brasilianischen Gerichten zugute, besonders vielfältig sind die typischen Gerichte in Bahia.
Rezepte für frischen Fisch mit Koriander und brasilianische Eintöpfe
Neben den berühmten fleischlichen Leckerbissen in einer brasilianischen Churrascaria gibt es gerade an der Küste ganz besondere Zutaten für ein leckeres Mahl. Fangfrischer Fisch, direkt aus dem Meer, am Hafen von Salvador de Bahia noch quicklebendig, wird von den Fischern bereitwillig ausgenommen und zerteilt. Schon beim Einkaufen kann einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. In den Restaurants zeigt sich dann, was ein rechter Baiano daraus zaubern kann. Gebratener Fisch mit Reis und Bohnen ist ein typisches Gericht, für das es tausenderlei Rezepte gibt. Mal in Dendéöl gebraten – das ist das schwere, typische Palmöl aus Bahia -, mal mit Kokosmilch verfeinert, mal in einem geheimnisvollen dunklen Sud, gewürzt mit Pfeffer und Koriander.
Exotische Küche: Fisch und Krabben als Eintopf, Suppe und Püree
Vielfältige Fischgerichte bieten auch die beliebten „Comida Kilo“-Restaurants, in denen man nach dem Gewicht des gefüllten Tellers zahlt und sich nach Lust und Laune am Buffet bedient, das mit allen Köstlichkeiten der bahianischen Küche lockt. Spezialitäten sind "Moquecas de peixe", ein exotischer Eintopf mit Fisch, und "Camarão", große Garnelen, die in Öl angebraten und mit etwas Knoblauch schon einen wunderbaren Duft verbreiten. Einen besonderen Kick bekommen diese Gerichte, wenn sie mit einem Schuss würzigem Kokosnußöl zubereitet werden. Häufig gibt es dazu Beilagen aus frischen exotischen Früchten, die wild im brasilianischen Regenwald "Mata Atlantica" wachsen wie die gesunde Avocado oder den beliebten Schlankmacher Papaya, in Brasilien "Mamao" genannt.
Wertvolle Gewürze geben brasilianischem Essen den besonderen Pfiff
Beliebt ist auch eine Suppe aus zerkochten Bohnen, mit Koriander gewürzt und "Agua de Coco" abgeschmeckt, in der zarte „Sururu“ schwimmen, die brasilianischen Krabben. Ein typisches bahianisches Gericht ist „Carurú“: Krabben mit einer scharfen Soße aus rotem Pfeffer und Okraschoten, die auch gern als kleine Portion für zwischendurch am Strand angeboten werden. Eine weitere bahianische Köstlichkeit ist „Vatapá“, pürierte Krabben mit kleinen Fischen gerösteten Cashewnüssen, Bohnen, Zwiebeln in Palmöl zusammengekocht und mit frischem Koriander und viel Pfeffer gewürzt. Solche Leckerbissen gibt es nicht nur an besonderen Adressen wie an der Copacabana oder in Ipanema in Rio de Janeiro, sondern häufig in kleinen, gut besuchten Restaurants im ganzen Land.
Der besondere Tipp: brasilianische Garküche mit dem beliebten Acarajé
Wer preisgünstig nach Brasilien kommt, braucht auch für ein gutes Essen nicht tief in die Tasche zu greifen. Preiswert und absolut köstlich ist „Acarajé“. Die beliebten Garküchen sind oft umlagert, während die strahlend weiß gekleidete Baiana in aller Gemütsruhe ihre Bällchen aus Bohnenbrei und Krabben im heißen Palmöl ausbackt, aufschneidet, mit scharfer Pfeffersoße füllt und zum krönenden Abschluss noch mit getrockneten Krabben garniert. Schon beim Zusehen läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Wem das ungewohnte Dendéöl zu schwer im Magen liegt, der wählt „Abará“, am gleichen Stand angeboten mit den gleichen Zutaten, die allerdings nur gekocht und in einem Bananenblatt serviert werden, oder begießt das Essen gleich mit einer frischen Caipirinha als wohlschmeckendes Absackerle. Die weiße Tracht der hoch angesehenen Baianas, die diese Garküchen betreiben, erinnert an den Candomblé: ein typischer afro-brasilianischer Religionskult, der bis heute viele Anhänger hat.
