
- Peter Fleming: Brasilianisches Abenteuer - Cover - Piper Verlag
"Brasilianisches Abenteuer" ist ein spannender Abenteuer-Bericht mit lebendigen Schilderungen, gesellschaftskritischen Beobachtungen und interessanten Hintergrundinformationen um Oberst Fawcett und seine Expedition. Zum 40. Todestag von Peter Fleming wurde der Reiseberichtklassiker bei Malik National Geographic im Piper Verlag neu verlegt.
Zusammenfassung des Inhalts von Flemings Reisebericht "Brasilianisches Abenteuer"
Der 25jährige Journalist Peter Fleming wird 1932 auf eine Anzeige in der Times aufmerksam, die auf eine Forschungs- und Sport-Expedition hinweist, welche den brasilianischen Regenwald erforschen und das Schicksal des vor Jahren verschollenen Forschers Oberst Fawcett ergründen wolle. Um Fawcett und sein Verschwinden ranken viele Legenden und schon einige Expeditionen haben sich auf die Suche nach ihm gemacht. Interessiert meldet sich Fleming schließlich auf die Anzeige und begibt sich damit auf eine abenteuerliche und oft auch chaotische Reise bis ins Innere Brasiliens.
Peter Fleming - Britischer Journalist und Bruder von James Bond-Erfinder Ian Fleming
Peter Fleming, Bruder des James Bond-Erfinders Ian Fleming, arbeitete unter anderem als Sonderkorrespondent für die Times. Nach "Brasilianisches Abenteuer" ("Brazilian Adventure") schrieb er die ebenfalls erfolgreichen Reiseberichte "One's company - A Journey to China in 1933", "News from Tartary - A Journey from Peking to Kashmir", "To Peking: A Forgotten Journey from Moscow to Manchuria" und viele weitere mehr. Peter Fleming starb 1971 in Argyllshire, Schottland. Die Royal Geographic Society verleiht jedes Jahr ihm zu Ehren den "Peter Fleming Award".
"Brasilianisches Abenteuer" - ein unterhaltsamer, informativer Reiseberichtklassiker voller Witz und Ironie
Der Reisebericht ist informativ und unterhaltsam zugleich. Flemings Schilderungen sprühen nur so vor Witz und Ironie, dass es eine Freude ist, trotz seiner zeitweiligen Ausschweifungen, weiter zu lesen.
Das mag vor allem daran liegen, dass es keine öden, trockenen wissenschaftlichen Beschreibungen gibt. Worauf auch der Autor selbst im Vorwort explizit hinweist, denn es hätten schon zu viele vor ihm gemacht, und vor allem bei einem Thema wie den damals unerforschte Weiten des Amazonas Dschungels mache dies keinen Sinn. Ebenso möchte er auch nicht überdramatisieren wie viele Autoren vor ihm, die extra auf schreckliche Mückenplagen und mordlüsterne Indianer hinweisen. Es sei eine Schilderung der Realität gewollt, auch wenn diese oft etwas weniger dramatisch und exotisch sei.
Die Realitätsschilderung ist ihm gelungen. Sie hat der Unterhaltsamkeit des Buches jedoch nicht geschadet. Lebhaft, spannend und interessant sind seine Erzählungen der Expeditionsereignisse.
Fleming beweist auch unglaubliche Menschenkenntnis und Einblick in menschliches Sozialverhalten, was er unterhaltsam ironisch darzubringen versteht.
Das Werk ist auf seine Weise zeitlos. Trotz zeitlichem Unterschied zwischen 1933 und heute, sind viele Aussagen und Beschreibungen, zum Beispiel gesellschaftskritischer Art, noch immer gültig. Daher ist es auch leicht, sich mit dem Erzähler zu identifizieren. Die gute Übersetzung aus dem Englischen trägt ihr Übriges dazu bei.
Fazit zu Peter Flemings "Brasilianisches Abenteuer"
Ein unterhaltsamer, spannender und zeitloser Klassiker der Reiseliteratur.
Für Fans von Reiseberichten und von Peter Fleming selbst. Für angehende Amazonasforscher und Geschichtsinteressierte. Unbedingt lesenswert.
Peter Fleming: Brasilianisches Abenteuer. Wie ich versuchte, den größten Amazonasforscher aller Zeiten zu finden. Aus dem Englischen von Hans Bütow. Malik National Geographic bei Piper. 432 Seiten. Mit S/W-Abbildungen. Klappenbroschur. Preis: € 14,95 [D], € 15,40 [A], sFr 21,90. ISBN: 9783492404174. Erschienen im Juli 2011. Zum 40. Todestag von Peter Fleming am 18. August.
Quellen
Malik National Geographic (Piper Verlag)
