Braveheart - Soundtrack-Review

Braveheart - A. Honisch/ pixelio.de
Braveheart - A. Honisch/ pixelio.de
Eine kurze Kritik zur Braveheart-Filmmusik, komponiert von Oscar-Gewinner James Horner.

Mel Gibson hat mit "Braveheart" einen Film geschaffen, der eine ganze Generation begeisterte. Die Ambition war groß, die Umsetzung für diese Zeit spektakulär. Szenen mit dieser Masse an Menschen gab es vorher noch nicht. Auch für den Soundtrack engagierte Gibson einen der wichtigsten Komponisten unserer Zeit: James Horner.

James Horner und die Filmmusik

James Horner ist einer der erfolgreichsten Filmkomponisten heutiger Tage. Seine Erfahrung erscheint nahezu unerschöpflich. Er komponierte Musik für die verschiedensten Filmgenres. Seine Vorzüge lassen sich also kaum einschränken. Von Dramen, wie "The spitfire grill", über Science-Fiction-Filme, wie "Aliens" oder "Star Trek", bis hin zu Abenteuerfilmen, wie "Willow", oder Zeichentrickfilmen, wie "In einem Land vor unserer Zeit", ist alles zu finden. James Horner war also kein sehr waghalsiges Experiment, welches Mel Gibson für seinen Film "Braveheart" einging.

"Braveheart"-Musik auf dem Album

"Braveheart" spielt in den schottischen Highlands. Dementsprechend enthalten manche Stücke des Albums Dudelsäcke, bestimmte nordische Flöten und Drums. Schon im ersten Stück ist der Dudelsack zu hören, den manche Menschen wohl als sehr innovativ, andere eher als Belastung empfinden. In jedem Fall muss man Horner den Einsatz des Dudelsackes in diesem Film zugestehen. In "Titanic", ebenfalls von Horner komponiert, kann man sich wohl darüber eher streiten. Die Aufnahme des Original-Soundtracks erfolgte durch das London Symphonie Orchestra, welches allerdings nie in seiner Fülle ausgenutzt wird. Leider. Die Musik ist vielfältig und innovativ. Horner wird oft vorgeworfen, er würde sich gern bereits bestehender (auch seiner eigenen) Musik bedienen. Dies kann in diesem Soundtrack nicht behauptet werden. Es gibt zwei Hauptthemen in dieser Filmmusik. Beide sind in dem Stück "The secret wedding" zu hören. Das erste ab 0:47 min., das zweite ab 1:45 min. In diesem Fall werden beide von einer Flöte gespielt. Beide haben einen eher melancholischen Charakter und ergänzen sich sehr gut.

"Braveheart"-Musik im Film

Die Musik für "Braveheart" wurde nahezu eins zu eins in den Film übernommen. Die Tracks auf dem Album entsprechen im Großen und Ganzen denen im Film. Die Anpassung der Musik an den Film ist hervorragend gelungen. Eher klassische Stücke wechseln sich mit traditionellen schottischen Melodien ab. Und teilweise erfolgt auch eine gute Durchmischung. Eine der besten Anpassungen der Musik an den Film, erfolgte wohl in dem Stück "Batrayal and Desolation". Die Szene als Wallace seinem Gegenüber den Helm abnimmt, ist durch das schnelle Aufsteigen der Streicher perfekt dargestellt. Ebenso die Fassungslosigkeit danach und die folgende Flucht Wallaces. Dies ist allerdings nur ein Beispiel für viele in diesem Soundtrack, welche man dafür anführen kann, wie man gute Filmmusik komponiert.

Jan Kliemann, Jan Kliemann

Jan Kliemann - Jan Kliemann wurde 1981 in Hoyerswerda (Sachsen) geboren und ist in Dresden großgeworden. Nach dem Abitur absolvierte er seinen ...

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