Bremen - Sehenswertes in der Hansestadt

Eine moderne Stadt voller hanseatischer Tradition

Bremer Roland - Harald Rossa
Bremer Roland - Harald Rossa
Bremen war schon zur Römerzeit besiedelt. Die Hansestadt gehörte zu den großen Städten des Reiches und hat auch heute für ihre Besucher viel zu bieten.

Die Stadt Bremen hat heute ca. 550 000 Einwohner und erstreckt sich über eine Länge von 38 km beidseitig entlang der Weser. Bis zur Nordsee sind es noch rund 60 km die Unterweser hinab, die bis in die stadtbremischen Häfen eine Seeschifffahrtsstraße ist. Oberhalb von Bremen ist die Mittelweser die Verbindung zum deutschen Binnenschifffahrtsstraßennetz.

Bremens Hauptbahnhof stellt die Bahnverbindung in alle Richtungen her. Hier kreuzen sich die Strecken von Hannover in Richtung weiterer Nordseehäfen mit der Strecke Hamburg-Bremen-Osnabrück-Münster-Köln. Südlich an Bremen führt die Autobahn A2 vorbei. Die A27 verbindet Bremen mit der Nord-Süd-Magistrale A7.

Geschichte in Kurzform

787 wurde Bremen von Karl dem Großen zum Bischofssitz erhoben und avancierte 845 zum Erzbistum. 1186 erreichte Bremen unter Friedrich Barbarossa den Status der freien Reichsstadt. Um dieses Recht musste die Stadt später oft kämpfen. 1260 wurde Bremen Mitglied der Hanse. Die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Hafen und zu einer Handelsmetropole. Im 19. Jahrhundert wurde Bremen mit seinen Häfen zu einem wichtigen Industriestandort. Und entwickelte sich weiter zu einem Handels- und Dienstleistungszentrum.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Bremen oft das Ziel von Bombenangriffen. 62% der Stadt lagen in Trümmern. In den 1950er und 1960er Jahren entstand aus der Asche eine neue Stadt, die in ihrem Zentrum historische Baussubstanz erhalten hat.

Sehenswürdigkeiten

Der Marktplatz ist das Zentrum des historischen und des modernen Bremens. Rathaus und Roland sind die architektonischen Höhepunkte des Bauensembles rund um den Platz und von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben. Der Ratskeller ist eine erste Adresse für Weinkenner. Und an der Westfront des Rathauses stehen die Bremer Stadtmusikanten, deren Ruf die Gebrüder Grimm begründeten.

Der Roland blickt zum Bremer Dom St. Petri. Das Dommuseum berichtet aus der langen Kirchengeschichte Bremens. Außerdem gibt es hier den Bleikeller, in dem Leichen aus ungeklärten Gründen mumifiziert werden.

Am Markt findet sich weiter der Schütting (das Haus der Kaufleute) und die Bremische Bürgerschaft neben weiteren Häusern aus der 18. oder 19.Jahrhundert. Der Schütting und die Bremer Bauwollbörse bilden den Eingang zur Böttcherstraße, eine Baukunstwerk aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Nicht weit entfernt vom Markt ist der berühmte Schnoor. Ein lebhafter Stadtteil, wahrscheinlich der älteste Siedlungskern Bremens, mit mittelalterlichem Grundriss.

Nur noch wenige Schritte sind es vom Schnoor zum Weserufer. Die Schlachte, so der Name der Uferpromenade im Bereich der Innenstadt, lädt zum Schlendern und Verweilen in den Gastronomiebetrieben an Land oder auf den hier verankerten Schiffen, wie dem „Pannekoekschipp Admiral Nelson“.

Ihre Spuren in Bremen hat auch die Weserrenaissance hinterlassen. Zu diesem Baustil gezählt werden u.a. Rathaus, Stadtwaage, und Schütting. Im Zuge des Historismus entstanden im 19. Jahrhundert Gebäude, die sich an diesen Baustil anlehnen. Beispiele sind der Bau der Bremer Bank am Domshof und das Postgebäude an der Domsheide.

Zu den Besonderheiten Bremens zählen auch die Grünanlagen. Schon 1802 wurde der Bereich der Stadtmauer zu den Wallanlagen umgestaltet. Die wohl erste Anlage dieser Art in Deutschland.

Der Bürgerpark hinter dem Hauptbahnhof ist der größte privat finanzierte Stadtpark in Deutschland. Zusammen mit der Bürgerweide steht den Bremern und ihren Besuchern hier eine grüne Lunge von über 200 ha zur Verfügung.

Kultur und Museen

Bremen hat ein reiches Kulturangebot und viele interessante Museen zu bieten. Ein besonders Haus ist das Überseemuseum am Hauptbahnhof, das sich mit Themen rund um die Seefahrt und mit überseeischen Kulturen beschäftigt.

Die Bremer Kunsthalle ist ein Beispiel für den Bremer Bürgersinn, der für das Bremer Kulturleben so wichtig ist. Dieses Haus zählt zu den ältesten Einrichtungen seiner Art in Deutschland.