Brent Weeks: Schwarzes Prisma, Band 1 der Licht-Trilogie

Brent Weeks: Schwarzes Licht - Blanvalet
Brent Weeks: Schwarzes Licht - Blanvalet
Rezension von „Schwarzes Prisma", dem ersten Band der Licht-Trilogie von Brent Weeks. Im Mittelpunkt stehen das Prisma Gavin Guile und sein Sohn Kip.

Eine neue Welt, neue Magie und neue Helden – Brent Weeks beginnt mit „Schwarzes Prisma“ seine Geschichte über die Sieben Satrapien. Religiöses Oberhaupt der Reiche ist Gavin Guile, der Lord Prisma, doch die weltliche Macht liegt bei den Satrapen. Das Prisma sichert durch seine Stellung den Frieden. Zudem verfügt Gavin über große Macht, kann er doch als einziger Mensch alle Farben wandeln und damit magisch nutzen. Die Mehrzahl der magisch Begabten wandelt lediglich eine oder zwei Farben.

Im Mittelpunkt von „Schwarzes Prisma“ steht das Prisma Gavin Guile

Gavins Macht hat allerdings ihren Preis: Als Prisma muss er damit rechnen, dass ihm nur noch fünf Jahre bleiben, seine Ziele umzusetzen. Als er von Kip, seinem angeblichen unehelichen Sohn erfährt, wirft der Lord Prisma seine Pläne über den Haufen, vor allem um Karris, seine große Liebe, nicht zu verlieren. Bei seiner Suche nach Kip stößt Gavin auf eine Verschwörung. Erst spät erkennt er, dass diese die gesamte Weltordnung infrage stellt und den Frieden in den Sieben Satrapien zu zerstören droht. Und schließlich wird das Prisma wird von seiner Vergangenheit eingeholt …

Gut und Böse sind bei Brent Weeks nicht eindeutig getrennt

Brent Weeks geht in „Schwarzes Prisma“ sehr selbstverständlich mit Magie um, manchmal ein wenig zu selbstverständlich. Die Magie ist stark und lebendig in den Sieben Satrapien. Gavin und mit Abstrichen andere Farbwandler verfügen über große Macht, der nur wenig Grenzen gesetzt sind. Eine davon sind Schusswaffen, die auch Magier töten können. Weeks thematisiert, wie Macht Menschen verändern kann und wie unterschiedlich sie ihre einsetzen. Gavin, das Prisma, ist dabei kein strahlender Held, sondern ist durchaus bereit, zum Erreichen seiner Ziele über Leichen zu gehen. Auch der pummelige Kip, durch dessen Augen Leser in die Welt der Sieben Satrapien eingeführt werden, taugt nicht zum Helden: Zu unbeholfen, zu unkontrolliert und zu schüchtern ist er. Und es ist ihr Scheitern, was die Charaktere ausmacht und interessant macht. Doch genauso wie die Protagonisten nicht das reine Gute präsentieren, stehen auch die Antagonisten wie der Farbprinz nicht einfach für das Böse. Das scheinbar Böse ist nicht aus dem Nichts entstanden, seine Vertreter sind die Geschöpfe ihrer Umwelt und ihrer Vergangenheit.

„Schwarzes Prisma“ ist nur Band 1 der Licht-Trilogie

Die Figuren machen „Schwarzes Prisma“ so fesselnd – Action, Gefechte und Schlachten erhöhen dazu die Spannung. Nachdem Brent Weeks für die beiden letzten Bände seiner Schatten-Trilogie nur wenig Zeit hatte, merkt man dem ersten Band der Licht-Trilogie an, dass Weeks mit mehr Ruhe an die Geschichte gegangen ist. Herausgekommen ist ein gelungener Fantasy-Roman.

„Schwarzes Prisma“ ist nur der Auftakt – die Licht-Trilogie geht weiter. Wann Band 2 erscheinen wird, ist aber noch nicht abzusehen, zumal er auch im Original noch nicht auf dem Markt ist. Wer während der Wartezeit selbst seine Fähigkeit testen möchte, Farbnuancen zu unterscheiden und damit herauszufinden, ob er ein Superchromat ist, hat dazu auf der Homepage von Brent Weeks die Gelegenheit. http://www.brentweeks.com/extras/quiz/

Brent Weeks: Schwarzes Prisma. Licht-Trilogie 1. Blanvalet 2011. Broschiertes Taschenbuch, 800 Seiten. Euro 15 (Österreich 15,50).

Jörn Käsebier - Bei Suite101.de betreute Jörn Käsebier zweieinhalb Jahre die Ressorts Wirtschaft & Geld sowie Sport als Redakteur, solange es ...

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