Brezelschmarrn mit Bratwurstgulasch

Laugenbrezel - Foto Rudolf Stanzel
Laugenbrezel - Foto Rudolf Stanzel
Die Wiederkehr und Verbindung von zwei Armenleutegerichten aus dem süddeutschen und östereichischen Raum. Dazu verschiedene Variationen.

Brezelschmarrn ist ein Gericht, dass in erster Linie aus Resten besteht. Da früher nichts weggeschmissen wurde, musste man auch mit den Resten etwas schmackhaftes auf den Tisch bringen. Alte Brötchen und Reste von Laugengebäck wurden generell gesammelt, um daraus Semmelknödel herzustellen. Es fiel also nicht schwer die Laugenteile von den Semmeln zu trennen und damit etwas besonderes herzustellen, nämlich einen deftigen Brezelschmarrn.

Zutaten Brezelschmarrn für 4-5 Personen

8 trockene Laugenbrezel mindestens 4 Tage alt

1 Teelöffel gekerbeltes Bohnenkraut bei frischem Bohnenkraut 3 längere Stengel feingehackt

4 Eier

Ein Bund frische glatte Petersilie feingehackt

3,5% ige Milch ein bis zwei Liter hängt von der Saugfähigkeit der Bretzel ab

Pfeffer und Muskat zum würzen

Öl zum backen

Die Laugenbrezel in kleine Teile brechen oder schneiden und in eine große Schüssel geben. Das Bohnenkraut, Petersilie und die Eier dazu geben. Das Ganze vermengen und dann nach und nach die Milch einrühren. Es sollte ein fester Teig (deutlich fester als für Eierpfannenkuchen) entstehen. Die Masse immer wieder kurz ruhen lassen damit die trockenen Brezelteile die Feuchtigkeit richtig aufnehmen können. Je trockener die Brezel, umsomehr Milch wird benötigt. Den Teig eine viertel Stunde ruhen lassen, und vor dem backen nochmal durchrühren. Öl (am besten Rapsöl) in eine oder mehrere Pfannen geben, den Teig etwa 1 cm hoch einfüllen und auf der höchsten Stufe braten bis der Rand des Teiges braun wird. Den Pfanneninhalt wie einen Pfannenkuchen wenden und weiter braten. Nach 3-5 minuten alles mit zwei Teigschabern zerreissen und unter häufigem Wenden weiterbraten. Es dürfen ruhig noch helle Stellen im Schmarrn sein. Dieser ist jetzt fertig zum servieren. Im Serviergefäß noch mit gehackter Petersilie (glatte Petersilie, im Bauerngarten gab es keine Krause) bestreuen.

Zutaten Bratwurstgulasch für 4-5 Personen

7 Grobe Bratwürste

Schmalz zum braten

1 Becher süße Sahne

Rinderbrühe ca 1 Liter, kann auch gekörnte Brühe oder Würfel sein

3 mittlere Zwiebeln

Pfeffer, scharfen Paprika, Salz, gemahlenen Kümmel, Mahjoran und wenn gewünscht etwas Knoblauchsalz zum würzen.

Die Bratwürste in einer Pfanne scharf anbraten, aus der Pfanne nehmen und kaltstellen. In derselben Pfanne nun die klein geschnittenen Zwiebel leicht anbräunen lassen. Jetzt mit etwas Rinderbrühe ablöschen und den Bratensatz vom Pfannenboden lösen. Alles in einen größeren Topf geben und zur Seite stellen. Die kalten Bratwürste in kleine Ringe schneiden und mit der restlichen Brühe und der Sahne in den Topf geben, alles jetzt ca 30 Minuten köcheln lassen. Mit den Gewürzen abschmecken und servieren.

Statt Bratwurstgulasch kann man zum Brezelschmarrn auch einen normalen Gulasch oder auch Haschee verwenden. Einen besonderen Geschmack erhält man wenn man Nürnberger Bratwürstchen nimmt (da langen keine 7) und diese dann mit mehr Majoran abschmeckt. Dieses Gericht eignet sich nicht zum Abnehmen. Für Vegetarier kann man statt Bratwurstgulasch auch eine Sahnecurrysoße machen, und diese dann mit dem Brezelschmarrn servieren. Ein Gericht zu dem man selbst noch alle möglichen Varanten erfinden kann.

Rudolf Stanzel, Rudolf Stanzel

Rudolf Stanzel - Mein Name ist Rudolf Stanzel und ich wohne in Bensheim an der Bergstrasse. Geboren 1948 in Straubing Niederbayern das Bayrische ist mir ...

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