
- Bubiköpfchen - Soleirolia soleirolii - Heidi Fülle
Bubiköpfchen - Soleirolia soleirolii - gehören zur Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae) und sind im Mittelmeerraum, speziell auf Sardinien und Korsika, beheimatet. Schon lange sind sie in unseren Zimmern angekommen und erfreuen den Pflanzenliebhaber mit ihrem struwweligen Wuchs immer wieder aufs Neue. Bubiköpfchen sind ausgesprochen anspruchslose Zimmergenossen, ohne große Mühe zu pflegen und deshalb besonders für Anfänger geeignet. In der freien Natur bilden sich bei idealen klimatischen Bedingungen ganze Teppiche, deshalb ist die Pflanze auch ein hervorragender Bodendecker. Die einzige bekannte Art ist Soleirolia soleirolii.
Bubiköpfchen haben kaum Ansprüche an Standort und Temperatur
Da Bubiköpfchen in der freien Natur auch an dunkleren Standorten wie an Felsen, im Wald oder in Mauerfugen wuchern, ist es relativ gleich, an welchem Standort die Pflanze steht. Dasselbe gilt für die Umgebungstemperatur, Bubiköpfchen gedeihen eigentlich überall. Doch jede Pflanze hat ihre Vorlieben. Ein sehr guter Standort liegt demnach hell bis halbschattig bei um die 20 bis 25 Grad im Sommer. Im Winter vertragen Bubiköpfchen sowohl warme Heizungsluft als auch kühlere Temperaturen, sogar bis nah an den Gefrierpunkt. Da Bubiköpfchen sehr dicht wachsen, kommt es vor, dass die Pflanze unten in der Mitte bräunlich wird oder die kleinen Blättchen abwirft. Darüber müssen Sie sich keine Sorgen machen, denn an diese Stellen kommt aufgrund des dichten Wuchses kaum Licht, die Reaktion der Pflanze ist also völlig normal. Auf einen sehr dunklen Standort reagiert die Pflanze mit langen, blattarmen Trieben.
Bubiköpfchen pflegen: gießen, düngen und besprühen
Im Sommer gleichmäßig gießen und die Pflanze niemals austrocknen lassen. Bei hohen Temperaturen muss die Pflanze täglich gegossen werden. Die meisten Zimmerpflanzen vertragen keine Staunässe, der Bubikopf ist da ganz anders: Er soll sogar von unten und nicht auf das dichte Blattwerk gegossen werden. Bei einem kühleren Standort im Winter die Pflanze nur mäßig feucht halten, sie darf allerdings auch nicht austrocknen, sonst reagiert sie mit Flecken und Verkahlung. Bubiköpfchen genießen es, öfter besprüht zu werden.
Gedüngt wird von März bis August im Abstand von zwei Wochen. Am besten eignet sich Flüssigdünger, der dem Gießwasser beigemengt wird.
Krankheiten oder Schädlingsbefall treten bei Bubiköpfchen äußerst selten auf.
Bubiköpfchen durch Stecklinge und Teilung vermehren
Wird das Bubiköpfchen zu groß, kann man es ganz leicht durch Teilung vermehren. Aber auch die Vermehrung durch Stecklinge funktioniert sehr gut, da die Triebe äußerst schnell wurzeln. Hierfür setzt man mehrere Stecklinge in einen breiten Pflanztopf. Das Substrat kann Einheits- oder Blumenerde sein. Haben Sie ein Bubiköpfchen nicht richtig gepflegt oder es wurde vergessen, so dass seine Optik stark gelitten hat, dann einfach ein paar intakte Triebe zur Vermehrung mit Stecklingen entnehmen und vermehren. Schon bald haben Sie ein frisches, neues Bubiköpfchen.
Müssen Bubiköpfchen zum „Friseur“?
Mag man die struwwelige, wildere Form, dann ist es natürlich nicht nötig, das Bubiköpfchen zu beschneiden. Soll es aber kugelartig aussehen, so kann man es mit einer Gartenschere in Form bringen. Das alles ist reine Geschmacksache. Der wuschelige Hausgenosse ist auf jeden Fall eine sehr ansehnliche Zimmerpflanze und aufgrund seiner pflegeleichten Eigenschaften sowohl etwas für Anfänger als auch Fortgeschrittene.
