
- Aggrippinas Tod - Brockhausverlag
Die geschichtlichen Zusammenhänge und den Beginn des Christentums können Interessierte und/oder Schüler besser verstehen, wenn die Daten und Fakten in Form eines Romans dargereicht werden. „Agrippinas Tod“ ist so ein historischer Roman. Der Autor erklärt die Beziehung des Lucius Domitius Ahenobarbus, genannt Nero, zu seiner Mutter Agrippina der Jüngeren, die prägend für die damalige Zeit war. Schon während der Schwangerschaft mit ihrem Sohn wird ihr geweissagt, dass ihr zukünftiges Kind ihr Mörder sein wird. Als Agrippina sich von ihrem ersten Schrecken erholte, soll sie trotzig ausgerufen haben: „Soll er mich töten, solange er nur Kaiser wird!“ Genau diese Art ist es, die Nero dazu bringt, seine alles bestimmende Mutter zu hassen und schließlich zu töten. Im Buch erwacht Geschichte zum Leben, wird in Gedanken, zur Gegenwart.
Eine kurze Beschreibung des Buchinhaltes
Der Handlungsort ist Colonia Claudia Ara Agrippensium, das heutige Köln, im Jahr 58 n. Chr: Eine Serie von Mordfällen, der sogar hohe Würdenträger zum Opfer fallen, erschüttert die damals beschauliche Stadt Köln, am Rhein. Sämtliche Opfer gehören zum römischen Vertrautenkreis der Aggrippina, der Mutter Neros. Sie kämpft im fernen Rom um ihre Machtposition, denn der junge Kaiser Nero entzieht sich zunehmend ihrem Einfluss. Der Stadthalter in Köln, der Tribun Marcus Valerius Aviola, wird nach Rom gerufen und erhält von oberster Stelle den Auftrag, die Mordserie aufzuklären. Dabei untersteht er in der Rangordnung, seinem alten Gegenspieler Tullius Torquatus Niger. Doch der Auftrag birgt tödliche Gefahren...
Warum Rheinländer und Italiener „gut miteinander können“
Der Autor beschreibt mit viel Liebe zum Detail und Sachverstand den Alltag im damaligen Köln, weitab vom Wirkungskreis der Gründerin, Agrippina. Der Leser ist ab der ersten Seite im Geschehen gebannt. Wie in einem gut geschriebenen Kriminalroman zittert und bangt er mit dem Helden, überlegt und spekuliert, wer hinter den Mordanschlägen stecken könnte. Das Buch ist spannend, für junge aber auch für lebenserfahrene Leser interessant. Lesern, die einen guten Bezug zu Köln und Italien haben oder herstellen wollen, wird diese Lektüre besonders ans Herz gelegt. Es erklärt, warum auch in heutiger Zeit zwischen den Rheinländern und Italienern eine besonders herzliche und natürliche Kommunikation besteht. Für beide Bevölkerungsgruppen ist die jeweils andere Umgebung quasi seit Urzeiten vertraut, heimisch, unter Umständen sogar verwurzelt.
Der Autor Rolf D. Sabel
Rolf D. Sabel wurde 1949 geboren. Er unterrichtet Latein, Geschichte und Recht an einem Kölner Gymnasium. „Agrippinas Tod“ ist nach „Agreppinas Geheimnis“ (2003) und Senecas Truhe“ (200) sein dritter historischer Roman.
