Für Fans unheimlicher Kriminalromane ist die Autorin Claudia Puhlfürst seit dem Jahr 2002 ein Begriff. Ihre beängstigenden Kriminalromane "Ungeheuer" und "Dunkelhaft" stehen bei ihren Anhängern hoch im Kurs und sie gehört seit langem zu den meist gelesenen Krimi-Autorinnen Sachsens. Im März 2012 erschien im Militzke Verlag ihr zweites Sachbuch mit dem viel versprechenden Titel "Er hätte weiter gemordet". Darin beschäftigt sich die Autorin ausgiebig mit markanten Kriminalfällen, die vielen Leuten bestimmt noch aus den Medien oder dem Fernsehen frisch im Gedächtnis sind.

Spektakuläre Kriminalfälle

Claudia Puhlfürst hat sich in ihrem neuen Sachbuch Kriminalfällen gewidmet, die zu den spannendsten in ganz Deutschland gehören. Sie ermöglicht dem Leser interessante Einblicke in Obduktionssäle und in die Arbeit von Gerichtsmedizinern. So beschreibt die Autorin ausführlich den Mordfall des Oma-Mörders aus Bremerhaven im Kapitel mit der Überschrift "Er hätte weiter gemordet". In "Die Heldin von Mittweida" schreibt sie über Hakenkeuze auf der Haut einer Jugendlichen, die angeblich ein Opfer von Neo-Nazis war. Kuriose autoerotische Unfälle sind ein Thema in "Tödliche Lust". In Thüringen spielt das nächste Szenario im Kapitel "Ein Skelett im eigenen Garten". "Ich bin das Schwein" handelt von dem kleinen Jungen Kevin im Kühlschrank. "Die Spur des Todes" beschreibt einen Tod auf dem Sofa und in "Hilferuf aus dem Kofferraum" geht es um ein Sex-Monster aus Sachsen.

Authentische Fälle

Die hier berichteten Kriminalfälle und Morde sind schlimmer als jeder Kriminalfilm. Für die Recherchen zu ihrem Sachbuch hat Claudia Puhlfürst Akteneinsichten genommen und die Fakten sehr gut recherchiert. Sie schildert detailliert den ganzen Fall und verliert dabei weder den Täter noch die Opfer aus den Augen. Der Leser erhält Kenntnis über wissenschaftlich belegte Fakten und erhält eine Menge Wissen über die Arbeit der Rechtsmedizin.

Fazit

Fans von Claudia Puhlfürsts Thrillern werden bestimmt auch ihre Freude an ihrem neuen Buch "Er hätte weiter gemordet" haben. In nüchternem, journalistischem Stil schreibt die Autorin über grauenhafte Mordfälle und lässt kein Detail aus. Für Leser, die an der Polizeiarbeit sowie an der Tätigkeit der Rechtsmediziner Interesse haben, ist dieses Buch einfach perfekt. Das umfangreiche Hintergrundwissen wird von der Autorin nachvollziehbar beschrieben, so dass auch Laien die Fakten verstehen können. Das Buch ist spannender als jeder Thriller, denn hier wird die böse Realität beschrieben. Ein gut recherchiertes Buch für viele sehr spannende Lesestunden!

"Er hätte weiter gemordet. Aufsehenerregende Fälle aus der Rechtsmedizin" von Claudia Puhlfürst, erschienen im März 2012 im Militzke Verlag, gebunden, 208 Seiten, 16,99 Euro, ISBN 978-3-86189-848-1

Bildnachweis: copyright Militzke Verlag

Die Autorin bedankt sich beim Militzke Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.