
- Traumdeutung: Träume verstehen lernen - © Stephanie-Hofschlaeger / pixelio.de
Um die eigenen Träume deuten zu können, gilt es die individuelle Sprache seiner Träume zu verstehen. Diese lernt sich fast genauso wie eine Fremdsprache, nämlich durch regelmäßiges Training. In Bezug auf die Träume heißt das, seine Träume in einem Traumtagebuch zu notieren und sich mit ihnen zu beschäftigen. Dabei können Traumratgeber Inspiration und Anregung geben.
Träume lassen sich oft auch ohne Traumratgeber und Lexika deuten. Manchmal ist es sogar besser, zunächst die eigenen Einfälle und Ideen zum Sinngehalt des Traumes kommen zu lassen, bevor man zu einem Traumlexikon greift. Der Schlüssel für jede Traumdeutung liegt in uns selbst, es kommt sogar vor, dass man die Deutung des Traumes gleich mitträumt. Trotzdem sind für viele Menschen Traumlexika sinnvoll und helfen bei der Traumdeutung auf die Sprünge.
Traumlexika
Traumdeutung ist ein kreatives, spielerisches Geschehen und jeder Traum muss individuell gedeutet werden. Daher können Traumlexika niemals exakt erklären, was ein bestimmter Traum bei einem Träumer in einer bestimmten Nacht bedeutet. Traumlexika sind umso wertvoller, je offener sie mit einem Traumsymbol umgehen und die unterschiedlichen Bedeutungsfacetten eines Traumsymbols berücksichtigen. Niemals hat ein Traumsymbol nur eine einzige Bedeutung!
Klausbernd Vollmar ist wohl der bekannteste Traumpsychologe im deutschen Raum, der sich mit der Deutung von Träumen nach C.G. Jung befasst. Sein Handbuch beleuchtet die meisten aufgeführten Symbole aus unterschiedlichen Perspektiven. Ein Standardwerk mit 2000 Stichworten.
- Klausbernd Vollmar: Handbuch der Traumsymbole. Königsfurt Urania 2008. Gebunden, 14,90 Euro.
Im Lexikon von Günter Harnisch findet sich zu Beginn eine gute Einführung in die Traumarbeit. Ansonsten ist es ein Traumlexikon mit über 1500 Traumsymbolen. Somit enthält dieses Buch alles, was man für den Einstieg braucht.
- Günter Harnisch: Das große Traumlexikon. Herder spektrum 2000. Paperback, 332 Seiten, 9,90 Euro.
Der Benediktinermönch Basilius Doppelfeld hat ein sehr lesenswertes Buch über Symbole aus Natur, Mensch, Tier, Zeit und Zahlen geschrieben. Es bezieht sich nicht in erster Linie auf Träume, kann aber gut zur Traumdeutung herangezogen werden, vor allem wenn dem Träumer der religiöse Kontext wichtig ist.
- Basilius Doppelfeld: Symbole. Bilder des Lebens - christlich gedeutet. Vier Türme Verlag 2005. Paperback, 254 Seiten, 16,80 Euro.
Anleitungen zur Traumdeutung
In seinem Ratgeber Traum geht es bei Klausbernd Vollmar einerseits um den kreativen Umgang mit Träumen, andererseits werden die häufigsten Traumsymbole nach Themengebieten zusammengefasst und Deutungshilfen gegeben. Auch dieses Buch ist eine gute Einstiegshilfe in die eigene Traumarbeit.
- Klausbernd Vollmar: Ratgeber Traum. Vom kreativen Träumen. Königsfurt 1999. Gebunden, 200 Seiten, 9,50 Euro.
Waltraud Kirschke und Hartmut Ast haben ein fundiertes Traumbuch mit vielen Traumbeispielen aus ihrer Arbeit im Hamburger Traumbüro geschrieben. Hier erfährt man neben Hilfen zum Umgang mit den eigenen Träumen auch Traditionelles über die Traumarbeit und über die Arbeit mit Träumen im Beratungsgespräch und in Gruppen. Lesenswert für alle, die auch professionell mit Träumen arbeiten.
- Waltraud Kirschke, Hartmut Ast: Die Sprache der Seele. Traumdeutung in Alltagspraxis und Seelsorge. Claudius 2002. Gebunden, 192 Seiten, 18,80 Euro.
Neben Grundwissen über Traumsymbole finden sich in dem Buch von Teupert und Schwarz neue Möglichkeiten der Traumdeutung über sprachliche Bilder und Redensarten. Mit vielen Traumbeispielen.
- Norbert Teupert, Hildegard Schwarz: Das Bilderbuch der Träume. Symbole deuten und verstehen. Kreuz Verlag 2004. Gebunden, 300 Seiten, 19,90 Euro.
Literatur zur Traumforschung
Wen der wissenschaftliche Stand der Traumforschung interessiert, kann sich in folgenden gut verständlichen Büchern über die aktuelle Traumforschung informieren. Hier geht es weniger um die Traumdeutung, sondern mehr um das Phänomen des Traumes und was dieser für den Menschen bedeutet.
- Inge Strauch, Barbara Meier. Den Träumen auf der Spur. Zugang zur modernen Traumforschung. Hans Huber 2004. Paperback, 261 Seiten, 24,95 Euro.
- Michael Schredl: Träume. Die Wissenschaft enträtselt unser nächtliches Kopfkino. Ullstein, 2007. Gebunden, 288 Seiten.19,90 Euro
Die neueste Literatur zu Traum und Traumdeutung
- Klausbernd Vollmar (2011). Schlaf und Traum: Besser schlafen - gut träumen
- Sabine Lechleuthner (2011). Traumdeutung. Orakel - Beratung - Lebenshilfe
- Daniel Erlacher (2010). Anleitung zum Klarträumen. BoD, Norderstedt.
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