Buddhismus in Bern

Buddha Bronze Statue - smannion
Buddha Bronze Statue - smannion
Bern ist nicht nur der Hauptort des gleichnamigen Kantons in der Schweiz, sondern auch Herberge vieler Religionen, darunter auch der Buddhismus.

Laut Schätzungen des Interkulturellen Buddhistischen Vereins Bern (IBVB) gibt es in der Berner Region etwa fünfzehn bis zwanzig buddhistische Vereine mit insgesamt über 200 Aktiven. Die Ziffer derer, die den Buddhismus für sich selbst auserkoren haben, jedoch in keinem Verein aktiv sind, dürfte derweil wesentlich höher sein. In der Berner Zeitung äußerte sich Marco Röss vom IBVB kürzlich über die „zwei Gesichter“ im Berner Buddhismus. Zum einen gäbe es die Menschen mit Migrationshintergrund, welche den Buddhismus „zur religiösen Verehrung und zum Erhalt ihrer Kultur pflegen“ und zum anderen die Schweizer, die vor allem den meditationstechnischen Aspekt der fernöstlichen Religion zu schätzen wissen.

Bern als multireligiöse Stadt

Bern ist de facto die Hauptstadt der Schweiz und mit seinen 130.000 Einwohnern im Kernbereich und knapp 300.000 im Umland die fünftgrößte Stadt in der Schweiz. Obwohl es im Kanton Bern „nur“ fünf staatlich anerkannte Konfessionen gibt (evangelisch-reformierte, evangelisch-lutherische, römisch-katholische, christkatholische und israelitische), kann Bern mit einer sehr viel größeren Vielfalt trumpfen was Religionsgemeinschaften angeht. Dazu zählen neben den bereits genannten auch der Buddhismus, der Hinduismus und der Islam.

Buddhistische Zentren, Tempel und Vereine in Bern

Zahlreiche Organisationen, manche klein, andere international organisiert, sorgen in Sachen Buddhismus für ein reichhaltiges Angebot in Bern und Umland. Einige Beispiele kann man nachfolgender Liste entnehmen:

  • Das „Buddhistische Zentrum Bern“ vertritt die tibetische Vajrayana Linie, genauer den Diamantweg, der vor allem in Europa durch Lama Ole Nydhal populär geworden ist.
  • Im „Zentrum für Buddhismus“ werden regelmäßig die verschiedensten Seminare oder auch Meditationssitzungen abgehalten. Das Zentrum agiert dabei traditionsübergreifend.
  • Das Dromtönpa Zentrum ist Mitglied der neuen Kadampa-Tradition und ist in Wabern bei Bern beheimatet. Es bezeichnet sich selbst als buddhistisches Meditations- und Studienzentrum.
  • Das „Shambhala Bern“ ist ein Meditationszentrum. Überlieferungen zufolge wurde die Shambhala Lehre von Buddha selbst an den ersten tibetischen König weitergegeben. Die Praxis im „Shambhala Bern“ wird nach eigenen Aussagen von den zeitgenössischen Lehrern Chögyam Trungpa Rinpoche und Sakyong Mipham Rinpoche inspiriert.
  • Mit dem „Yun Hwa Dharma Sah“ besitzt Bern einen Tempel, der sich dem Lotos-Sutra verschrieben hat und zu der „Yun Hwa Denomination of World Social Buddhism“-Schule gehört.

Die Stiftung Landguet Ried

Georg Streit, der vormals in einer Regionalgruppe der international tätigen Organisation Padma Ling tätig war,hat die Stiftung Landguet Ried gegründet, welche vor kurzem das alte Schulheim in Niederwangen gekauft hat. Dies sorgte für einigen Wirbel in der Region Bern. Aus dem Millionen-Projekt soll ein Kultur- und Begegnungszentrum hervorgehen, das jedoch nicht ausschließlich für buddhistische Aktivitäten genutzt werden soll. So entsteht aber in jedem Fall ein neuer Anziehungspunkt für Buddhisten, auch über die Grenzen der Region hinweg.

Andreas Schnell, Andreas Schnell

Andreas Schnell - Andreas Schnell ist freier Autor / Journalist und lebt gemeinsam mit seiner Frau und zwei Töchtern in Frankfurt/Main. Redaktionell ...

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