Buddy-Bär-Ausstellung im Berliner Hauptbahnhof

144 United Buddy Bears in der Dudlerpassage der U55

Buddy Bear - Sven Fauth
Buddy Bear - Sven Fauth
Die Berliner Buddy Bären existieren seit nunmehr fast 10 Jahren und reisen für Kinderhilfsorganisationen und Völkerverständigung durch die Welt.

In der Zeit vom 28. November 2009 bis zum 14. April 2010 können im Berliner Hauptbahnhof 144 Bären bestaunt werden. Nein, es handelt sich dabei nicht um lebende Bären, sondern um die sogenannten „United Buddy Bears“, die sich momentan auf einer Weltreise befinden und einen Zwischenstopp in ihrer Geburtsstadt Berlin machen.

Die von Künstlern aus ihren Heimatländern kunstvoll bemalten, ungefähr zwei Meter großen Skulpturen bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff und können kostenlos bestaunt werden. Der Ort der Ausstellung befindet sich in der „Dudlerpassage“, der großen Vorhalle des neuen Berliner U-Bahnhofs U55 mit direktem Anschluß an den Berliner Hauptbahnhof.

2001: Geburt des Buddy Bären

Der Berliner Buddy Bär wurde 2001 in vier Variationen vom Künstlerehepaar Klaus und Eva Herlitz gemeinsam mit dem österreichischen Künstler Roman Strobl entworfen.

Hunderte Bären zierten in jenem Jahr das Berliner Stadtbild und mittlerweile hat sich die Anzahl der Bären auf über 1.100 vergrößert, wobei die Mehrzahl außerhalb Berlins, verstreut über den ganzen Planeten, zu finden sind.

Die Wahl auf einen Bären fiel insofern leicht, da der Bär bereits seit dem Jahre 1280 das Wappentier Berlins ist.

Karitative und politische Ziele: Kinderhilfsorganisationenund Toleranz

Mit den Buddy Bären werden Kinderhilfsorganisationen unterstützt und zahlreiche Unternehmen und Prominente beteiligen sich an dieser Aktion. Bislang wurden nach Angaben der Betreiber durch Versteigerungen und Spenden mehr als 1,6 Millionen Euro zum Beispiel für UNICEF und andere Hilfsorganisationen gesammelt und weitergeleitet.

Die Bundesministerin Ursula von der Leyen hat für die aktuelle Ausstellung die Schirmherrschaft übernommen, die Ausstellung wird von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der Buddy Bär Berlin GmbH veranstaltet.

144 United Buddy Bears in der U55 "Hauptbahnhof"

Die aktuelle Aktion „United Buddy Bears“ soll für eine friedliches Nebeneinander und Toleranz zwischen Menschen und Völkern werben. „Wir müssen uns besser kennenlernen..., dann können wir uns besser verstehen, mehr vertrauen und besser zusammenleben“, so das Motto der Ausstellung. Allerdings werden nur die Länder repräsentiert, die auch von den Vereinten Nationen anerkannt werden. Ein einzeln stehender silberner Bär, jeweils einen Bär in seinen nach oben ausgestreckten Tatzen haltend, hat den Schriftzug „Respect for all Life“ eingerahmt in einem Herzen auf seinem Bauch stehen. Es besteht zu hoffen, daß auch dieser Spruch von einigen der Besucher wahrgenommen wird.

Über 20 Millionen Besucher auf fünf Kontinenten

Bislang sollen weltweit bereits mehr als 20 Millionen Menschen die Bären auf ihrer Weltreise auf allen fünf Kontinenten besichtigt haben, dabei wurden die Bären unter anderem in Kairo, Tokio, Sydney und Buenos Aires ausgestellt.

Ein weiteres Highlight stellt der auf allen Vieren stehende Bär in der Mitte der Bärenrunde dar. Auf der Seite dieses ebenfalls in Silbern gehaltenen Bärens prangt das Konterfei von Albert Einstein und eines seiner Zitate: „Peace cannot be kept by force. It can only be achieved by understanding.” Schräg gegenüber steht der US-amerikanische Bär in Form einer Freiheitsstatue.

Die Bären in Berlin

Bereits im Jahre 2003 machten die Bären Station in Berlin und wurden damals von Peter Ustinov begrüßt, der damals die Teilnahme des Iraker Bären einforderte.

Daraufhin kehrten die Bären im Jahre 2006 wieder nach Berlin zurück und wurden auf dem geschichtsträchtigem Bebelplatz ausgestellt, was aufgrund des Ortes einige kontroverse Diskussionen entfachte.

Sven Fauth, © Sven Fauth

Sven Fauth - Studium der Volkswirtschaftslehre in KonstanzStudium der Landschaftsplanung in BerlinAls selbständiger Künstler erstelle ich ...

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