Die Pferderasse Budjonny

Aus Englischem Vollblut und Donpferden entstand eine neue Rasse

Goldfuchs Budjonny Wallach - Claudia Stein
Goldfuchs Budjonny Wallach - Claudia Stein
Wesen, Aussehen, Geschichte und Einsatzmöglichkeiten dieser recht neuen Rasse, die ursprünglich für die Russische Armee gezüchtet wurde.

Der russische Rittmeister Simjon Michailowitsch Budjonny begründete die Rasse als Kavalleriepferd. Die russische Arme benötigte ein Leistungs- und nervenstarkes Pferd mit großer Ausdauer und Vertrauen in den Reiter. Rittmeister Budjonny kreuzte Donpferde, Tschernomorpferde und Englische Vollblüter. Im Jahre 1948 wurde diese Rasse offiziell anerkannt. Die beiden größten und bekanntesten Gestüte sind zum einen das Gestüt Budjonny und zum anderen das Gestüt der 1. Reiterarmee. Verbreitungsgebiet ist meist Weißrussland, außerhalb der ehemaligen Sowjetunion sind diese Pferde eher selten zu finden.

Alle Budjonnys erhalten das Gestütsbrandzeichen auf der linken Hinterhand und einen Kaltbrand in der linken Sattellage, der sich aus dem Geburtsjahr des Pferdes und einer laufenden Nummer zusammensetzt.

Wesen der Pferde

Budjonnys vereinigen die Rassenmerkmale der Pferde, die zur Zuchtbegründung eingesetzt wurden. Schnelligkeit und Ausdauer der Vollblüter; Nervenstärke und Leistungsbereitschaft, sowie extreme Ausdauer, Trittsicherheit, starken Charakter und Genügsamkeit der Don,- und Tschernomorpferde.

Diese Merkmale prägen ein Pferd, was nicht für Anfänger geeignet ist. Es sind genügsame Tiere, die arbeiten wollen. Diese Pferde gelten als „Ein-Mann-Pferde“ und zeigen gegenüber Fremden nicht nur Zurückhaltung, sondern gelegentlich auch Aggressionen. Sie sind zwar Belohnungen gegenüber nicht abgeneigt, lassen sich aber nicht „bestechen“.

Ihre Bereitschaft zur Mitarbeit und ihr Vertrauen muss sich der menschliche Partner verdienen. Menschen, die das schaffen, haben eine Lebensversicherung im Gelände und einen Partner fürs ganze Leben. Bei optimaler Haltung, werden diese Pferde bis zu 30 Jahren alt.

Aussehen

  • Größe zwischen 156 cm und 162 cm Stockmaß
  • Trockener edler Kopf mit großen wachen Augen
  • kräftiger Körperbau und feste Hufe
  • trockene, kräftige Gliedmaßen mit ausgeprägten Adern und Sehnen
  • Drei raumgreifende Grundgangarten, gelegentlich Passgänger
  • Farbe überwiegend Füchse, aber auch Braune und Rappe kommen vereinzelt vor. Fast alle Budjonnys zeichnet ein Goldschimmer im Fell aus.

Haltung und Einsatzmöglichkeiten

Aufgrund ihrer robusten Vorfahren fühlen sich Budjonnys in Offenstallhaltung am wohlsten. Sie lieben es bei Wind und Wetter draußen zu sein. Reine Boxenhaltung ist nicht zu empfehlen. Budjonnys brauchen lange bis sie richtig warm sind und müssen daher vor der Arbeit und bei Turnieren lange aufgewärmt werden, um ihr volles Potential entfalten zu können. Ohne entsprechende Aufwärmphasen sind sie nicht nur unaufmerksam, sondern auch etwas steif in ihrem Bewegungen und der Reiter hat das Gefühl, das Pferd wäre faul und ließe sich nicht aussitzen.

Früher waren Budjonnys als Kavalleriepferde im Einsatz und somit lag der Schwerpunkt der Zucht auf Ausdauer, Schnelligkeit und einem starken, unerschrockenen Wesen. Diese Merkmale zeichnen sie heute als ausgezeichnetes Vielseitigkeits,- und Geländepferd aus, da sie nicht nur trittsicher sind, sondern auch in schwierigen Situationen selbstständig ihren Weg finden. Knifflige Aufgaben, etwa in einer Geschicklichkeitsprüfung, lieben diese Pferde, denn dort können sie ihre Aufmerksamkeit, Schnelligkeit und Trittsicherheit sowie Springbegabung unter Beweis stellen. Aber auch als Distanz und Springpferde haben sie schon Erfolge gezeigt.

Claudia Stein, Claudia Stein

Claudia Stein - 1996 - 1999 Ausbildung zur Tierheilpraktikerin mit Diplom 1996 - 2000 Ausbildung zur Kynologin und ...

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