Bücher für die Weihnachtszeit und als Geschenk

Zum Selberlesen und Verschenken: Fünf unterhaltsame Buchtipps

Amory: Die Katze, die zur Weihnacht kam - Fischerverlage
Amory: Die Katze, die zur Weihnacht kam - Fischerverlage
Was gibt es Schöneres als bei einer Tasse Tee auf der Couch zu schmökern? Gerade zur Weihnachtszeit bleibt etwas mehr Zeit, um mit einem Buch dem Alltag zu entfliehen.

Bücher über Bücher - die Auswahl fällt schwer. Mit welcher Lektüre lassen sich die Feiertage versüßen und welche Autoren helfen, lange kalte Winternächte zu verkürzen? Hier gibt es einige Tipps für verschiedene Geschmäcker.

Cleveland Amory: Die Katze, die zur Weihnacht kam

Für Katzenfans ein Muss: Dieses Buch erzählt in zauberhafter Weise von einem Kater mit dem ungewöhnlichen Namen "Eisbär", seinem Besitzer Cleveland und dem gemeinsamen Zusammenleben. Als Tierfreund und -schützer Cleveland am Weihnachtsabend den herrenlosen, halb verhungerten Kater von der Straße mitnimmt, ahnen beide noch nicht, dass sich daraus eine sehr lange Freundschaft entwickeln würde. Eigentlich soll Eisbär gleich am nächsten Tag den Besitzer wechseln, doch Cleveland hat sein Herz schon längst an die kleine Kreatur verloren. Im Buch "Die Katze, die zur Weihnacht kam" hat Autor und "Amerikas Tierschützer Nr. 1" Cleveland Amory Anekdoten aus dem ersten Jahr des gemeinsamen Zusammenlebens mit dem Kater gesammelt und in sehr erfrischender Weise beschrieben. Eine fröhliche, unbeschwerte Lektüre mit garantiertem Happy End.

Clevelend Amory: Die Katze, die zur Weihnacht kam. Fischer Taschenbuch 2008. 192 Seiten. Euro 9,95.

Tödliche Gaben: Die spannendsten Weihnachtskrimis

Wer eine schnelle Lektüre sucht und Kurzgeschichten mag, für den könnte "Tödliche Gaben" aus dem Wunderlich-Verlag ein Tipp sein. Elf kurze – mal mehr, mal weniger spannende – Storys von internationalen Thriller- und Krimi-Größen wurden hier in einem gemeinsamen Band veröffentlicht. Simon Beckett, Oliver Bottini, Sebastian Fitzek und Linwood Barclay, um nur einige Beispiele aus der illustren Autorengesellschaft zu nennen, haben je eine Kurzgeschichte beigesteuert. Achtung: Eingefleische Fans der Autoren könnten enttäuscht werden. Nicht alle Geschichten sind so hochwertig, wie man es gewohnt ist. Wer allerdings eine Auswahl an Krimis zum Kennenlernen sucht, für den ist "Tödliche Gaben" ein guter Anfang.

Simon Beckett u.a.: Tödliche Gaben. Wunderlich Verlag 2009. Gebunden mit Schutzumschlag. 220 Seiten. Euro 14,90.

Leo Angart: Vergiss deine Brille

Wie wäre es mit folgendem Vorsatz im Neuen Jahr: Ich will wieder ohne Brille sehen können! Das Buch von Leo Angart könnte dabei hilfreich sein: der Autor, selbst ehemaliger Brillenträger, bietet eine ausführliche Einführung in die Grundlagen des Sehtrainings, verschiedene Sehtests sowie Übungseinheiten, die dabei helfen sollen, das Sehvermögen wieder aus eigener Kraft zu verbessern. Angart leitet seit 1996 Workshops und Seminare zum Thema Sehtraining und ist selbst seit über zehn Jahren "brillenfrei".

Leo Angart: Vergiss deine Brille. Nymphenburger 2008. Gebunden. 232 Seiten. Euro 19,90.

Jo Nesbø: Schneemann

Falls uns auch in diesem Jahr keine weiße Weihnacht beschert werden sollte: Im "Schneemann" des skandinavischen Bestseller-Autoren Jo Nesbø gibt es jede Menge Schnee und dazu noch einige eiskalt ermordete Frauen. Kommissar Harry Hole jagt in diesem Fall einen Serienkiller, der immer bei Neuschnee zuschlägt. Seine Opfer: ausschließlich junge Mütter. Sein Markenzeichen: ein an jedem Tatort zurück gelassener Schneemann. Ein brillantes Buch, mit dem man bei jedem Thriller-Fan richtig liegt und welches auch als Geschenk an sich selbst bestens geeignet ist.

Jo Nesbø: Schneemann. Ullstein 2009. Taschenbuch, 496 Seiten. Euro 9,95.

Ferdinand von Schirach: Verbrechen

Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben. Und wenn sie so sachlich und dennoch unterhaltsam präsentiert werden wie in "Verbrechen" des Strafverteidigers Ferdinand von Schirach, macht das Lesen doppelt Spaß. Von Schirach schildert elf Fällen, die ihm in seiner langjährigen Praxis untergekommen sind: ein alter Arzt tötet seine Frau, ein geheimnisvoller Mann tötet in Notwehr zwei Angreifer, eine Teeschale sorgt für blutige Zusammenstöße und eine Prostituierte muss einen toten Freier beiseite schaffen. Ferdinand von Schirach zeichnet sich durch ein solches schriftstellerisches Erzähltalent aus, dass man dieses Buch nur ungern wieder aus der Hand gibt - selbst dann, wenn man sich eigentlich nicht für Kriminalliteratur begeistern kann.

Ferdinand von Schirach: Verbrechen. Piper-Verlag 2009. Gebunden mit Schutzumschlag, 205 Seiten. Euro 16,95.

Foto, Katja Holzhei

Katja Holzhei - Katja Holzhei spricht mit losem Mundwerk, schreibt mit Herzblut, arbeitet mit Leidenschaft - als freie Journalistin und Texterin in ...

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