"Wir haben den Anspruch, eine der Top-Akademien der Welt zu sein!" Dieses vollmundige Statement kommt von keinen geringeren als Alexander Waske und Rainer Schüttler. Die beiden deutschen Routiniers in Sachen Profitennis auf der weltweiten ATP-Tour haben sich intensiv mit der Frage - was kommt nach der Karriere als Aktiver - beschäftigt. Ergebnis dieser Überlegungen ist die Gründung der Waske-Schüttler Tennis University. Damit sind sie in diesem Jahr mit ihrer Akademie Untermieter beim Hessischen Tennis-Verband, dem Landesleistungszentrum auf der Offenbacher Rosenhöhe geworden und bieten jungen Talenten die Möglichkeit, unter fachkundiger Beratung und Betreuung, die ersten Schritte in Richtung Tennisprofi zu gehen. Damit es möglichst wenig zu körperlichen Beschwerden kommt, steht für die heranwachsenden Profispieler ein intensive und gezielt abgestimmtes Aufbauprogramm an oberster Stelle der Ausbildung.

Waske und Schüttler - zusammen fast 30 Jahre auf der ATP-Tour

Dieses Beispiel der Karriere nach der Karriere könnte Schule machen, denn oft stehen Ex-Profi-Sportler völlig unvorbereitet am Ende ihrer aktiven Laufbahn und wissen nicht weiter. Das Duo Waske/Schüttler hat zusammen fast dreißig Jahre auf dem Profi-Zirkus auf dem Buckel und kennt sich in dieser Branche bestens aus. Was die beiden in Jahren im knüppelharten Profigeschäft an Erfahrung, Wissen und Kontakten gesammelt haben, wollen sie nun an die nächste Generation weitergeben.

In der Waske-Schüttler Tennis University arbeitet derzeit schon ein hochqualifizierter Trainerstab - da gibt es zum Beispiel Jan Stoces, der Rainer Schüttler selbst und auch Benjamin Becker oft auf der Tour betreute. Oder der Niederländer Jan Velthuis, der für die Athletik zuständig ist. Auch er bringt durch die Zusammenarbeit mit Österreichs Top Spieler Jürgen Melzer oder dem Deutschen Philipp Petzschner beste Referenzen mit ins Team. "Nicht alle Trainer werden immer in der Akademie sein. Aber das ist normal, weil sie ja da draußen unsere Leute betreuen sollen", sagt Waske.

Start der Tennis-University war der Sommer 2010

Im Frühsommer 2010 hat die Akademie ihren Betrieb aufgenommen - mit guten Erfolg. Zunächst stehen auch Alexander Waske und Rainer Schüttler auch selbst noch als Trainer auf dem Platz. Letzterer gibt allerdings nur einige Lehrstunden, denn Rainer Schüttler ist derzeit selbst noch auf der Tour aktiv, auch wenn das Ende der aktiven Laufbahn bei dem Mann aus Korbach abzusehen ist.

Trainingslager für aktive Profis auf der ATP-Tour

Neben der Förderung von Nachwuchs-Tennis-Talenten hat die Akademie des Duos Waske/Schüttler aber noch einen zweiten Schwerpunkt. Denn auch Tennis-Profis aus anderen Kontinenten nutzen die Waske-Schüttler Tennis University als Zwischenstation oder auch Basislager, für den Fall, das ein Spieler bei einem Turnier früh aussscheidet und nicht nach Hause fliegen kann. Dann sorgt Cheftrainer Benjamin Ebrahimzadeh für das passende Trainingsprogramm für seine Profis.