Wer sich daran gewöhnt, sein täglich Brot selbst zu backen, wird bald feststellen, dass es nichts Schmackhafteres gibt. Zum Brot backen braucht man nicht viel: etwas Zeit, Experimentierfreude, einige Küchengeräte, einen Backofen und nur wenige Zutaten. Der Vorteil vom Selbstbacken liegt auf der Hand. Sie bestimmen, was Sie essen. Sie können Ihre persönlichen Vorlieben oder Ansprüche berücksichtigen. Abgesehen von der Freude über die eigene Kreativität, der beim Brot backen kaum Grenzen gesetzt sind.

Brot backen: Der Teig braucht zum Aufgehen Zeit

Ohne Zusatz eines Triebmittels, wie Hefe oder Sauerteig, würde ihr Brot flach wie ein Fladen. Wenn Sie ein voluminöses Brot bevorzugen, dann müssen Sie dem Teig Sauerteig oder Hefe zusetzen und dem Ganzen Zeit zum Aufgehen geben. Wie lange ein Teig zum Gehen braucht, ist abhängig von der Mehlsorte und der Temperatur. Bei der Verwendung von Dinkel kann auch ganz auf das "Gehen lassen" verzichtet werden. Hier finden Sie ein Rezept für ein Dinkelbrot, das nicht vor dem Backen gehen muss.

Kohlensäuregas lässt das Brot aufgehen

Hefen sind Pilze, die sich bei Wärme vermehren. Die Pilze bilden aus der im Mehl enthaltenen Stärke Kohlensäuregas. Die Gasbläschen treiben das Brot auf, dadurch wird es größer und locker. Ein Brot braucht zum Aufgehen vor allem Wärme und etwas Zeit, damit die Hefepilze ihre Arbeit verrichten können.

Bedingungen fürs Brot backen: 40 Grad , etwas Zucker und Zeit

Verwenden Sie beim Backen 40 Grad warmes Wasser bzw. Milch, um die Hefe darin aufzulösen. Zu heißes Wasser schadet der Hefe. Setzten Sie dem Vorteig einen Teelöffel Zucker zu, damit die Pilze Nahrung bekommen. Sie vermehren sich dann besser. Das Salz sollten Sie nicht gleich am Anfang zum Teig geben. Decken Sie den Vorteig ab und stellen Sie ihn warm: in die Sonne, auf die Heizung oder in den angewärmten Backofen. Je öfter Sie den Teig gehen lassen, umso luftiger und feiner wird ihr Brot werden.

Rezept für ein Buttermilchbrot mit Körnern

  • 600 g Weizenvollkornmehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 0,5 l Buttermilch
  • 1 TL Honig
  • 2 TL Salz
  • 50 g Leinsamen
  • 50 g Sonnenblumenkerne

Zubereitung Brot

  1. Erwärmen Sie die Buttermilch auf ca. 40 Grad (Mikrowelle) und lösen Sie die Hefe und den Honig darin auf.
  2. Geben Sie 400g Weizenvollkornmehl in eine große Schüssel und fügen Sie die Buttermilch-Hefe-Mischung dazu. Rühren Sie das Ganze um und lassen Sie den Vorteig 20 Minuten im Warmen stehen.
  3. Fügen Sie das restliche Mehl, das Salz und die Körner hinzu. Kneten Sie alles gut durch und lassen Sie den Teig zugedeckt im warmen Ofen (handwarm) 30 Minuten gehen. Er sollte sich ungefähr verdoppeln.
  4. Drücken Sie den Teig herunter. Kneten Sie ihn noch mal mindestens 10 Minuten lang durch. Das geht gut mit einer elektrischen Maschine, ist aber nicht unbedingt nötig. Sie können auch die Kraft ihrer Hände einsetzten. Formen Sie nun einen Brotlaib und legen Sie ihn eine Form (rund oder länglich wie sie möchten) und lassen Sie das Brot noch mal 20-30 Minuten gehen.
  5. Heizen Sie den Backofen auf 200 Grad vor. Bestreichen Sie das Brot an der Oberfläche mit etwas Wasser (das sorgt für die notwendige Bräune) der Kruste. Backen Sie das Brot 50 Minuten lang.

Variante: Brot mit Leinsamen oder Sonnenblumenkernen

Verwenden Sie anstatt Leinsamen und Sonnenblumenkerne 100 g gerösteten Sesam. Das schmeckt auch sehr gut und ergibt ein leicht süßliches Brot.

Sie können das Brot auch im Brotbackautomaten backen. Dann müssen Sie nur die Zutaten einfüllen, denn die Brotbackmaschine übernimmt das Rühren, Gehen lassen und Backen.