
- Café Cortado - Rainer Sturm / pixelio.de
Der kleine Schwarze aus Italien – der Espresso hat viele Anhänger. Er gilt als schneller Energiespender und macht müde Menschen munter. Als kleiner Genuss zwischendurch wird er gerne zelebriert. Aber wem der Powerkaffee dann doch zu stark ist, der kann die spanische Variante Café Cortado probieren, denn hier kommt Milch oder Kondensmilch dazu. Auch für das Auge ist diese Spezialität ein echtes Highlight.
Café Cortado hat viele Gesichter
Eine einfache Definition von Café Cortado ist: Espresso mit ein wenig heißer, aufgeschäumter Milch. Cortado bedeutet dabei „verschnitten“, wie beim Wein, wenn mehrere Weine oder Rebsorten verschnitten (gemischt) werden. Doch in Spanien kann diese Spezialität feine Unterschiede aufweisen, das kommt dann auf die Zubereitung und die Milch an.
Wer seinen Urlaub in Mallorca verbringt, der wird den traditionellen Café Cortado vorfinden: Eine Tassenportion Espresso, auf der ein Häubchen heiße, aufgeschäumte Milch thront. In La Palma ist der Café Cortado leche y leche weit verbreitet. Hier wird gleich dreifach geschichtet: Espresso, Milchschaum und gezuckerte Kondensmilch. Café bombón wird nur mit gezuckerter Kondensmilch zubereitet. Das optische Highlight dieser Kaffeezubereitung entsteht durch das geschickte Schichten von Espresso und Milch, verrührt wird dabei allerdings nicht.
Café Cortado in der perfekten Zubereitung
Café Cortado lässt sich sowohl mit einer Kaffeepad- oder Kapselmaschine zubereiten, im Kaffeevollautomaten oder aber klassisch von Hand. Je frischer der Espresso, umso gehaltvoller die Qualität. Dazu sind natürlich frisch gemahlene Kaffeebohnen unabdingbar. Wer Pads oder Kapseln verwendet, der drückt das entsprechende Knöpfchen und fertig ist der Espresso, dann nur noch Milch aufschäumen und als Haube oben aufsetzen. 20 ml Vollmilch genügen für eine Tassenportion. Weitaus raffinierter ist die Zubereitung des Café Cortado leche y leche. Dazu wird der zubereitete Espresso in eine Tasse oder ein Glas gefüllt. Glas sieht zwar besser aus, traditioneller ist jedoch die Tasse. Dabei sollten Glas oder Tasse nur halb voll sein. Darüber werden dann vorsichtig 10 ml kalte Kondensmilch gegeben, die vorher nach Belieben gezuckert wurde. Die Kondensmilch setzt sich im Idealfall unten am Tassen- oder Glasboden ab. Um diesen Effekt zu erreichen, sollte die Milch an der Seite des Espressos vorbei gegossen werden.
Wer einen Kaffeeautomaten mit Milchaufschäumer besitzt, der sollte zunächst die Milch leicht erhitzen und dann aufschäumen. Dann wird der Milchschaum auf den Espresso gesetzt. Fertig ist der besondere Genuss.
Es darf genascht werden
Wem nach passendem Naschwerk zum Café Cortado ist, der darf zu Amaretti, Cantuccini oder Giotto greifen. Die italienischen Süßigkeiten passen sehr gut dazu. Muffins und Croissants werden in Spanien gerne zu diesem Getränk genommen. Wer die Kalorien etwas reduzieren möchte, der kann auf den Milchschaum noch etwas Zucker geben und verzichtet auf das süße Beiwerk.
