
- CC: Neuer Volkswagen CC zur Los Angeles Auto Show 2011 - Volkswagen AG
VW CC – so schnörkellos bezeichnet der Wolfsburger Autohersteller das neue Viertürer-Coupé, das bislang auf den Namen Passat CC hörte. Am 3. November zeigte Volkswagen erste Bilder des nach wie vor auf der bei Familien und Geschäftsleuten beliebten Limousine basierenden Coupés, das sich von der Basis durch ein niedrigeres Dach und eine sportlichere Linienführung unterscheidet. Dabei bleibt es auch, doch das seit 2007 gebaute Fahrzeug wurde zur Los Angeles Auto Show (18. bis 27. November) optisch aufgefrischt und der aktuellen Optik des Hauses angepasst. Ein neuer Kühlergrill, neue Scheinwerfer und überarbeitete Heckleuchten sind die offensichtlichsten Neuerungen an dem Auto, von dessen Ursprungsform 270.000 Exemplare gebaut worden sind. Doch auch BMW-Tochter Mini kündigte eine Neuheit an: Der Mini Roadster wurde ebenfalls für die Los Angeles Auto Show avisiert.
Neuer Volkswagen CC schlägt Brücke in die Oberklasse
Mit dem Volkswagen CC debütierte vor vier Jahren das erste viertürige Coupé der 30.000- bis 40.000-Euro-Klasse. Doch neu erfunden hat der Wolfsburger Autohersteller dieses Karosseriekonzept nicht: Es erschien sofort wie eine Kopie des Mercedes CLS, der 2004 das Licht der Autowelt erblickte, inzwischen auch eine zweite Generation erhalten hat und auf der E-Klasse aufbaut: Ebenfalls mit flacherem Dach, eigenständigem Design im Coupé-Look und vier Türen. Im Grunde genommen kann der CLS als Vorbild und Ziehvater des CC von Volkswagen durchgehen: Ohne den Erfolg des Mercedes wäre Volkswagen kaum auf die Idee gekommen, seinem Passat ein lifestyligeres Äußeres zu verpassen.
Doch dieses kam jedenfalls an: Mehr als eine Viertelmillion Stück davon abzusetzen ist in diesem Preissegment eine gute Leistung. Mit dem neuen CC will Volkswagen nach eigenen Angaben die Brücke von der Mittel- in die Oberklasse noch besser schlagen. Das Viertürer-Coupé bleibt zwischen der Passat Limousine und dem VW Phaeton angesiedelt. In der Spitzenmotorisierung näherte sich der CC mit seinen 300 PS schon in der Ursprungsversion den stärksten Luxusautos des Marktes an. Die Front wurde ebenso wie das Heck neu gestaltet; neu konzipierte Bi-Xenonscheinwerfer, statisches Abbiegelicht sowie ebenfalls neu entworfene LED-Rückleuchten sind serienmäßig.
Assistenzsysteme im Volkswagen CC
Genauso ohne Aufpreis mit an Bord sind die Müdigkeitserkennung, das Radio-CD-System RCD 310, Edelstahl-Einstiegsleisten und Sicherheitskopfstützen mit zusätzlicher Längseinstellung vorn. Darüber hinaus halten in den Volkswagen CC neue Assistenzsysteme Einzug. Hierzu zählen optionale Technologien wie der bei Volkswagen erstmals eingesetzte Side Assist Plus inklusive Lane Assist (warnt vor Fahrzeugen im toten Winkel und unterstützt den Fahrer via Lenkeingriff, einen Unfall zu vermeiden), der im Volkswagen CC neue Dynamic Light Assist (automatische Fernlichtregulierung) und die kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung. Den Komfort optimiert indes ein Klimasitz mit integrierter Massagefunktion.
Die Motorenpalette des Volkswagen CC
Angetrieben wird der CC von Benzin- und Dieseldirekteinspritzern; alle Diesel sind serienmäßig mit einem Start-Stopp-System und Rekuperationsmodus, also einer Bremsenergierückgewinnung ausgerüstet. Auch die Benziner verfügen über dieses System. Die TDI leisten 103 kW/140 PS und 125 kW/170 PS. Sportliche 118 kW/160 PS, 155 kW/210 PS und 220 kW/300 PS entwickeln die Benzinmotoren der europäischen CC-Versionen. In den USA wird der Volkswagen CC wieder mit 147 kW/200 PS (TSI) und 206 kW/280 PS (FSI) starken Benzinern starten. Paradepferd im Verbrauch soll der 140-PS-TDI sein: Er verbraucht in Kombination mit manuellem Sechsgang-Getriebe lediglich 4,7 Liter auf 100 Kilometern. Sein CO2-Ausstoß: 125 Gramm pro Kilometer.
Mini Roadster: Der sechste Mini und seine Eigenschaften im Kurzüberblick
Der Mini Roadster ist das sechste Modell im aktuellen Programm der Marke und der erste offene Zweisitzer in ihrer Geschichte. BMW kündigte die Neuheit als moderne, typische Interpretation des Fahrzeugkonzepts eines kompakten, zweisitzigen Sportwagens mit manuell zu öffnendem Textilverdeck an; nach Werksangaben soll es das erste Premium-Fahrzeug seiner Art im Kleinwagen-Segment sein. Das Designerteam hat rein optisch alles beim Alten belassen: Front und Heck entsprechen dem Basis-Mini; nur die Dachpartie und der Kofferdeckellook sind konzeptbedingt neu. Ansonsten alles Mini mit kurzen Überhängen, hoher Brüstungslinie und hohem Wiedererkennungswert.
Die A-Säulen sind stärker geneigt als beim Mini Cabriolet. Auch das Fahrwerk des Roadsters wurde dem gegenüber um 20 Millimeter abgesenkt. Das manuell betätigte Textilverdeck hat einen einfachen Mechanismus für spontanes, schnelles Öffnen und Schließen. Der Hersteller versprach in den Pressetexten ein intensives Gokart-Feeling und ein herausragendes Sicherheitsniveau durch spezifische Fahrwerksabstimmung, niedrigen Fahrzeugschwerpunkt, torsionssteife Karosserie und optimierte Aerodynamikeigenschaften. Serienmäßig mit an Bord sind eine elektromechanische Servolenkung mit Fahrstabilitätsregelung DSC (Dynamische Stabilitäts Control) und der Traktionsmodus DTC beziehungsweise Dynamische Traktions Control.
Die Motoren des Mini Roadsters
Die Überrollbügel wurden aus poliertem Edelstahl gefertigt; ein aktiver Heckspoiler fährt automatisch bei einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern aus. Der Gepäckraum bietet 240 Liter Inhalt. Optional sind ein Windschutz als Einsatz zwischen den Überrollbügeln sowie Webradio, Google Services, RSS Newsfeeds, Mission Control und Facebook- und Twitter-Nutzung im Fahrzeug erhältlich. Die Motorenpalette ähnelt der des Mini Coupés, das seine Premiere bereits auf der IAA 2011 feierte: John Cooper Works Roadster mit 155 kW/211 PS, Cooper S Roadster mit 135 kW/184 PS, Cooper Roadster mit 90 kW/122 PS sowie der Cooper SD Roadster mit 105 kW/143 PS als Antriebsquelle für Diesel-Liebhaber.
