Cedynia

Die Stadt ganz im Westen Polens

Aussichtsturm in Cedynia - Harald Rossa
Aussichtsturm in Cedynia - Harald Rossa
Cedynia ist eine Stadt ganz im Westen Polens. Eine Attraktion ist der Grenzmarkt am Grenzübergang Hohenwutzen. Naturliebhaber zieht es in den „Naturpark Unteres Odertal"

Anfahrt

Von Berlin aus über die Bundesstraße 158 via Bad Freienwalde zum Grenzübergang Hohenwutzen / Osinów Dolny.

Die Historie

Cedynia (deutsch: Zehden) hat eine bewegte Vergangenheit. Siedlungsspuren aus der Zeit um 1500 v. Chr. haben Archäologen nachgewiesen. 972 n. Chr. fand hier die Schlacht von Zehden statt. Der siegreiche Piastenherzog Mieszko I. schlug den Lausitzer Markgrafen Hodo. Die polnische Westgrenze war danach für längere Zeit stabilisiert.

1252 fiel das Gebiet der Neumark an die brandenburgischen Kurfürsten. Ein Kloster der Zisterzienserinnen entstand 1266. 1299 erhielt Zehden die Stadtrechte.

Große Zerstörungen entstanden am Ende des Zweiten Weltkrieges. 45 % der Stadt waren Trümmer, die Eisenbahnbrücke über die Oder zerstört.

Stadt und Gemeinde

Die Stadt mit ca. 1.650 Einwohnern ist der Mittelpunkt der Gemeinde Cedynia. Diese umfasst 21 Ortsteile und zählt ca. 4.300 Einwohner. Cedynia ist der Mittelpunkt der einmaligen Landschaft, die als „Naturpark Unteres Odertal“ viele Besucher in ihren Bann zieht.

Der Grenzmarkt

In Osinów Dolny (deutsch: Niederwutzen) bietet eine aufgelassene Fabrikanlage an der Oder dem Grenzmarkt Raum in großen Hallen und im Freien. Ein Shoppingmuffel charakterisierte das Angebot: „Hier gibt es wirklich alles, was man nicht braucht.“ Damit wollte er ausdrücken, dass das Angebot wirklich umfassend ist und den Kunden bald erschlägt. Es gibt wirklich fast alles, was das Herz des internationalen Kunden höher schlagen lässt. Von Nahrungsmitteln, alkoholischen Spezialitäten über Medikamente zu Bekleidung, Schuhen, Accessoires, Möbeln und, und, und. Spitzenmarken und preiswerte Mode stehen Stand an Stand.

Es gibt nur einen Wermutstropfen. Vor allem am Samstag finden so viele Berliner den Weg nach Hohenwutzen, dass es auf den Anfahrtswegen zu langen Staus kommen kann.

Die Sehenswürdigkeiten

Am Oderufer wurde 1972 ein Denkmal eingeweiht, das an die Schlacht von Zehden aus dem Jahr 972 erinnert.

In der Stadt gibt es ein sehenswertes Rathaus. Exponiert ist die Lage der Kirche auf einer Anhöhe. Sie ist praktisch aus allen Winkeln der Stadt sichtbar.

Auf der Anhöhe liegt, etwas abseits von der Kirche, auch der Friedhof. Ein Aussichtsturm findet sich in der Nähe der Kirche auf dieser Höhe. Bei guter Sicht sind von ihm aus weite Teile des Naturparks zu überblicken. Der Ausblick entschädigt für die Mühen des Aufstiegs.

Die Umgebung

Die Stadt liegt am Rande des Zehdener Bruchs, dem östlichen Teil des Oderbruchs, am Fuße des Neumärker Hohenzuges. Im Stadtgebiet gibt es einerseits die weitläufige ebene Bruchlandschaft, auf der anderen Seite die erstaunliche bergige Hügellandschaft.

Der „Naturpark Unteres Odertal“ (polnisch: Cedynski Park Krajobrazowy) bietet ein totales Kontrastprogramm zur Hektik des Marktes an der Grenze. Auf 308 km² hat die Natur hier die Möglichkeit, sich in Teilbereichen ungestört von menschlichen Eingriffen zu entwickeln. Ein Refugium für Tiere ist hier entstanden. Das Gebiet ist bei vielen Zugvögeln ein beliebtes Rastgebiet. Ornithologisch Interessierte zieht es deshalb vor allem im Herbst in diese großartige Landschaft, um die rastenden Vogelschwärme zu beobachten. Und das geht genauso auf der deutschen Seite des Flusses im Nationalpark Unteres Odertal.

Unterkunft und leibliches Wohl

Aus der Ruine des Klosters in Cedynia (am Ortsausgang Richtung Chojna) ist in den letzten Jahren ein Schmuckkästlein geworden. Ein komfortables Hotel mit Restaurant ist nun hier zu finden. Im Restaurant werden gehobene Ansprüche zu zivilen Preisen erfüllt.

Viele Spezialitäten zu günstigen Preisen kann der Besucher auf dem Grenzmarkt finden.