
- Die Olympiade der Bäume als Kalender - Peter Klug
Zum dritten Mal ist es gelungen, einige der „Champion Trees“ - also der größten oder ältesten Bäume Deutschlands - in einem Kalender mit dem Titel „Sagenhafte Baumgestalten“ zu präsentieren. Hier findet man die stärksten Bäume ihrer Art in faszinierender Darstellung und gekonnten Fotografien. Der bekannte Baumspezialist Peter Klug hat es sich auch dieses Jahr wieder zu seiner Aufgabe gemacht, dem Menschen den Anblick von Bäumen auf besondere ARt und Weise und durch das ganze Jahr hindurch sogar in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.
Champions-Trees und die Olympiade der Bäume
Fast „zufällig“ wurde einer der stärksten Spitz-Ahorn Bäume Deutschlands in dem „Schneller, höher, weiter“ – der olympische Gedanke des ungehemmten Strebens nach Rekorden macht auch vor Bäumen nicht halt. Seit 2010 gibt es die sogenannten „Rekordbäume“ oder „Champion Trees in Deutschland“, ein gemeinsames Projekt der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft und der Gesellschaft Deutsches Arboretum.
Als „Rekord-Baum“ wird der jeweils stärkste Baum einer Art oder Sorte bezeichnet. Die stärksten, also umfangreichsten, somit dicksten Bäume werden aus der Messung des Stammumfangs ermittelt. Als erster Rekordbaum wurde einst der „Baum des Milleniums“, ein Ginkgo mit einem Stammumfang von fast fünfeinhalb Meter gekürt, der im Garten des ehemaligen Rittergutes Dröschkau (Nordsachsen) steht. Die bislang 500 ältesten oder dicksten Bäume wurden bereits im Jahre 2009 vom Deutschen Baumarchiv, in einem Buch über „national bedeutsame Bäume“ (NBB) beschrieben.
Der Umfang von Bäumen
Bäume weichen hinsichtlich ihrer artspezifischen Wuchsstärke stark voneinander ab: Während Linden erst ab einem Stammumfang von über 900 Metern rekordverdächtig erscheinen, ist dies bei Eschen, Bergahorn und Rosskastanie bereits ab 5 Metern der Fall. Ginkgos, Mehlbeeren, Spitz-Ahorne und alle Obstbäume sind „schon“ mit Stammumfängen ab 400 Zentimetern von nationaler Bedeutsamkeit.
Alle Champions in einem Kalender
Zum dritten Mal ist es gelungen, einige der „Champion Trees“ - also der größten oder ältesten Bäume Deutschlands - in einem Kalender mit dem Titel „Sagenhafte Baumgestalten“ zu präsentieren.
Aus ganz Deutschland stammen diese Riesen und Veteranen, viel erlebt haben sie in ihrem langen Leben - und noch heute erfreuen sie uns Menschen, lassen uns voller Ehrfurcht vor ihnen stehen.Dabei wurde fast „zufällig“ wurde einer der stärksten Spitz-Ahorn Bäume Deutschlands auf einer Reise in dem kleinen privaten Schlosspark Quitzin (Mecklenburg-Vorpommern) entdeckt. Aus dem bekannten Schlosspark Wilhelmshöhe in Kassel stammt die Aufnahme der Krone eines eher unauffälligen, aber dennoch sehr mächtigen Tulpenbaums. Und aus dem Naturschutzgebiet „Wildenstein“ in Basel-Land (Schweiz), einem an uralten Bäumen sehr reichen Naturschutzgebiet, lässt sich die anmutige Krone einer Eiche bestaunen ...
Quellen:
- www.baumleben.de
- www.arbus.de
- Das digitale Fachwörterbuch der Baumpflege (Peter Klug, Hrsg., 2004)
- Klug, Peter.: Praxis Baumpflege - Kronenschnitt an Bäumen. Arbus Verlag (2006)
