Champions League: Sturm Graz - Videoton Székesfehérvár

20.6.2011: Die erste Hürde auf dem Weg in die Champions League heißt für den österreichischen Meister Videoton Székesfehérvár.

Er hätte auch nach Armenien oder Aserbaidschan gehen können. Auch Moldawien war eine der Möglichkeiten. Stattdessen geht es für Sturm Graz, dem österreischen Meister, in der Qulaifiaktion für die Champions League nach Ungarn zu Videoton Székesfehérvár.

Nachbarschaftsduell mit dem ungarischen Meister

Damit kommt es zum Duell der Meister der beiden Nachbarländer Ungarn und Österreich. Dies ergab die Auslosung von heute im Hauptquartier der Uefa in Nyon. Die Spieltermine sind der 12./13. und der 19./20. Juli.

Terminkollision mit der Football-WM macht Sturm Graz Probleme

Sturm Graz wurde zuerst das Heimrecht zugelost. Dabei gibt es für die Grazer allerdings Terminprobleme, da gleichzeitig die Football-WM in der Grazer UPC-Arena ausgetragen wird. Man wird daher bei den Ungarn nachfragen, ob ein etwaiger Tausch des Heimrechtes möglich wäre. Ob die Ungarn dem zustimmen, ist fraglich. Sollte es nötig sein, muss man das Heimspiel wohl auf einem anderen Platz, zum Beispiel dem Wötherseestadion in Kärnten, ausgetragen werden. Trainer Franco Foda zeigte sich in der "Kleinen Zeitung" aufgrund der Tatsache, dass die Football-WM ohne Rücksprache mit dem Verein Sturm Graz in der UPC-Arena ausgetragen wird, erbost, da Sturm Graz seit Jahren regelmäßig Miete zahle und die Steiermark sehr gut nach außen repräsentieren würde.

Videoton stand 1985 im Finale des Uefa-Cups

Für Sturm Graz hätte es bei der Auslosung wohl leichtere Gegner als Videoton geben können. Der Club aus Székesfehérvár gewann in der letzten Saison den ungarischen Meistertitel und im Jahr 2006 holte man den ungarischen Cup. Ein absolutes Highlight für den ungarischen Fußball konnte die Mannschaft aber im Jahr 1985 mit dem Einzug in das Finale des Uefa-Cups setzen, musste sich dort jedoach mit einem Gesamtscore von 1:3 (im Finale gab es damals noch HIn- und Rückspielt) geschlagen geben.

Trainer Franco Foda meinte über die Ungarn, dass es sich mit ihnen um den schwersten Gegner aus der Gruppe der Grazer handelt. Nun heiße es, so schnell wie möglich Informationen über diese zu beschaffen. Der bekannteste Mann bei Videoton sitzt übrigens auf der Trainerbank und heißt Paulo Sousa. Der Protugiese hat die Champions League als Spieler schon 1997 mit Borussia Dortmund gewonnen.

Besonderes Duell für Imre Szabics

Für Imre Szabics, den ungarischen Stürmer bei Sturm Graz, ist dieses Aufeinandertreffen natürlich etwas Besonderes. Außerdem hoffe er auf zwei Heimspiele, auch wenn noch gar nicht sicher ist, ob überhaupt eines der beiden Matches in Graz gespielt werden kann. Er meint, dass das Stadion von Videoton nicht so weit entfernt liegen würde und die Anhänger von Sturm Graz daraus - wenn sie entsprechend zahlreich anreisen - ein zweites Heimmatch für die Steirer machen könnten: "Videoton ist super, weil wir nicht weit fahren müssen, und natürlich könnt ihr daraus zwei Heimspiele machen so wie in Wiener Neustadt. Wir brauchen euch, weil es ein schwerer Gegner ist."

Update: Machbare Gegner für Red Bull Salzburg und Austria Wien

Austria Wien und Red Bull Salzburg, welche beide in der zwieten Runde der Qualifikation für die Europa League einsteigen, hatten Losglück. Red Bull Salzburg trifft auf den lettischen Klub Liepajas Metalurgs, die Austria bekommt es mit FK Rudar Pljevlia aus Montenegro zu tun. SPieltermine sind der 14. und der 21. Juli.

Quellen: Laola1.at: Nachbarschafts-Duell mit Videoton für Sturm & sport10.at: Machbare Aufgaben für RBS und Austria

Udo Seelhofer, Udo Seelhofer

Udo Seelhofer - Studium: Deutsche Philologie (abgeschlossen) Kombinierte Religionspädagogik (im letzten Abschnitt) Arbeit: Seit Oktober 2006 ...

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