Im Olympiastadion in Rom wird der Nachfolger von Manchester United ermittelt. Der englische Meister hatte sich im Mai 2008 im Endspiel in Moskau im Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea durchgesetzt. Für 32 Teams beginnt das Unternehmen „Champions-League-Sieg“ mit der Gruppenphase, die am 16. September startet. Dabei sind die großen europäischen Ligen aus Italien, England und Spanien mit Maximalanzahl von jeweils vier Mannschaften vertreten. Nachdem der FC Schalke 04 in der Qualifikation an Atletico Madrid scheiterte, sind mit dem Deutschen Meister FC Bayern München und dem Vizemeister SV Werder Bremen nur zwei Bundesligateams dabei. Bayern trifft in der Vorrundengruppe F auf den französischen Abonnementmeister Olympique Lyon, den rumänischen Titelträger Steaua Bukarest und den AC Florenz. Bremen muss sich im Kampf um den Einzug in das Achtelfinale in Gruppe B mit dem Italienischen Meister Inter Mailand, Panathinaikos Athen und das große Überraschungsteam Anarthosis Famagusta aus Zypern auseinandersetzen.
Finale der Champions League zum vierten Mal in Rom
Die Entscheidung, dass das Champions-League-Finale 2009 im geschichtsträchtigen Stadio Olimpico stattfindet, fällte der Europäische Fußballverband (UEFA) bereits im Oktober 2006. Zu den Mitbewerbern hatten auch das Berliner Olympiastadion und das neue Wembleystadion in London gezählt. Die italienische Hauptstadt hat bereits jede Menge Erfahrung bei der Austragung von Europapokal-Endspielen. Zuletzt wurde im 82.000 Zuschauer fassenden Stadio Olimpico, in dem sonst der AS Rom und Lazio Rom ihre Heimspiele austragen, 1996 der Champions-League-Sieger ermittelt. Damals sicherte sich Juventus Turin mit einem Sieg im Elfmeterschießen gegen Ajax Amsterdam den Titel in der Königsklasse. Zuvor holte sich 1977 und 1984 jeweils der FC Liverpool in der italienischen Hauptstadt den Sieg im Europapokal der Landesmeister, dem Vorgänger-Wettbewerb der Champions League. Neben den drei Europapokal-Endspielen war das altehrwürdige Stadion bereits 1960 Schauplatz der Olympischen Sommerspiele. Hier fanden unter anderem die Leichtathletik-Wettbewerbe, die Eröffnungs- und Abschlussfeier statt. 1990 gewann die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft hier das WM-Finale gegen Argentinien mit 1:0 und feierte damit seinen dritten und bislang letzten Weltmeistertitel nach 1954 und 1974.
Angst vor Ausschreitungen
Trotz der Vorfreude auf das Champions-League-Endspiel im Mai 2009 werden die UEFA-Verantwortlichen in den kommenden Wochen und Monaten auch etwas besorgt nach Rom schauen. In den vergangenen Jahren war es in der italienischen Hauptstadt immer wieder zu schweren Fanausschreitungen gekommen – sowohl in der Serie A als auch in der Champions League. Erst im März 2008 wurde das Champions-League-Achtelfinalspiel zwischen dem AS Rom und Real Madrid von Krawallen im Umfeld des Stadions überschattet. Bereits im April 2007 hatte es beim Viertelfinal-Hinspiel gegen Manchester United schwere Ausschreitungen gegeben. Deshalb hatte die UEFA in der vergangenen Saison für den Fall weiterer Krawalle sogar mit dem Entzug des Champions-League-Finales gedroht.
