Der Sieger der Champions League von 2008 heißt Manchester United. Das Team von Trainer Sir Alex Ferguson setzte sich im rein englischen Finale im Lushniki-Stadion in Moskau mit 7:6 nach Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea durch. Nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Dabei hatte Cristiano Ronaldo Manchester in Führung gebracht, bevor Frank Lampard nur wenige Sekunden vor der Halbzeitpause für Chelsea ausgleichen konnte. Im Elfmeterschießen wurde Torhüter Edwin van der Sar zum großen Helden. Der routinierte niederländische Nationalkeeper hielt den entscheidenden Elfmeter von Nicolas Anelka. Zuvor war ausgerechnet Ronaldo an Chelsea-Torhüter Petr Czech gescheitert, Chelseas Kapitän John Terry traf nur den Pfosten.
Die Gruppenphase für Manchester: fünf Siege und ein Unentschieden
Es war eine echte Demonstration der Stärke, mit der Manchester United durch die Champions-League-Saison 2007/2008 zum Titel stürmte. Nach insgesamt 13 Spielen ohne Niederlage und nur ganzen sechs Gegentoren konnte ManU-Kapitän Rio Ferdinand nach dem Sieg im Finale gegen Chelsea die Trophäe am 21. Mai in den Moskauer Abendhimmel recken. In der Gruppenphase traf Manchester United auf Sporting Lissabon, Dynamo Kiew und den AS Rom. Nach fünf Siegen in Folge ließen die Engländer nur beim 1:1 im letzten Gruppenspiel in Rom Punkte liegen. Damit schafften sie problemlos als Gruppensieger den Sprung in das Achtelfinale. Hier wartete mit dem französischen Serienmeister Olympique Lyon ein harter Brocken. Nach einem 1:1 in Lyon stellte erst Ronaldo im Rückspiel im Old Trafford in Manchester mit seinem „goldenen Tor“ zum 1:0 den Sprung in das Viertelfinale sicher. Im Viertelfinale stand Manchester mit dem AS Rom ein altbekannter Gegner aus der Gruppenphase gegenüber. Mit 2:0 und 1:0 setzte sich der 17-malige englische Meister diesmal souverän durch.
Cristiano Ronaldo in Topform
Im Halbfinale stand ManU dem starken spanischen Titelfavoriten FC Barcelona gegenüber. Nach einem hart erkämpften 0:0 im Hinspiel im Nou Camp in Barcelona gab es einen knappen aber verdienten 1:0-Erfolg. Diesmal war es Mittelfeldspieler Paul Scholes vorbehalten, mit einem Rechtsschuss den frühen und entscheidenden Treffer zu erzielen und damit das Tor zum Finale ganz weit aufzustoßen. Mit acht Treffern wurde Cristiano Ronaldo, der später auch noch zu Europas Fußballer des Jahres und zum Weltfußballer des Jahres 2008 gewählt wurde, bester Torschütze der Champions-League-Saison 2007/2008.
Sieg bei der Klub-Weltmeisterschaft in Japan
Im UEFA Supercup in Monaco, dem Gipfeltreffen zwischen dem Champions-League-Sieger und dem Gewinner des UEFA-Pokals, musste sich Manchester kurz vor Beginn der Saison 2008/2009 überraschend dem starken UEFA-Pokalsieger Zenit St. Petersburg mit 1:2 geschlagen geben. Dafür gewann ManU im Dezember die Klub-Weltmeisterschaft in Japan. Im Finale setzte sich das Team gegen Liga de Quito (Ecuador) mit 1:0 durch.
