Charles Darwin und die Evolution

Artenvielfalt durch genetische Mutation

Darwins Evolutionstheorie hat die Wissenschaft revolutioniert. Nicht immer wurde sie als Widerspruch zur Schöpfungsgeschichte gesehen.

Charles Darwin (1809-1882) war der wohl bekannteste Naturwissenschaftler seiner Zeit. Dabei reicht die Bedeutung seiner Entdeckungen weit über das 19. Jahrhundert hinaus. Seine Theorien erstellte er anhand Jahrzehnte langer Beobachtungen von Tieren und Pflanzen.

Obwohl Darwin schon 1840 erste Schriften verfasste, wurden die Ergebnisse seiner Forschung erst 1859 veröffentlicht. Seine Evolutionstheorie formulierte er in der wissenschaftlichen Abhandlung “On the Origin of Species by Means of Natural Selection”, was ins Deutsche übersetzt wurde mit “Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl”. Darwin geht darin von der Annahme aus, dass sich Arten weiterentwickeln und dass dabei stets der am besten Angepasste (nicht, wie oft fälschlicher Weise übersetzt “der Stärkere”) überlebt.

Die Entstehung der Arten

Durch zufällige Mutation, also genetische Veränderungen, entstehen immer wieder neue Arten. Sind sie – zufällig – besser angepasst als ihre nicht mutierten Artgenossen, so haben sie eine bessere Überlebenschance (“The Survival of the Fittest”) und werden sich langfristig durchsetzen, während die ursprüngliche Art vielleicht ausstirbt. Daraus erklärt sich auch, wie gut getarnt viele Pflanzen- und Tierarten an ihre Umgebung sind. Darwins Theorie der natürlichen Auslese erregte großes Aufsehen, wurde aber in Gelehrtenkreisen schnell anerkannt. Das ursprüngliche Erklärungsmodell wurde später noch weiterentwickelt und hat unter Naturwissenschaftlern seine Gültigkeit bis heute nicht verloren.

Die Sintflut und andere Katastrophentheorien

Bevor Darwin seine Theorie zur Entstehung der Arten veröffentlichte, waren die meisten Geologen Anhänger der Katastrophentheorie von Georges Cuvier. Diese ging davon aus, dass die Sintflut als die letzte große Katastrophe den Großteil der bestehenden Tier- und Pflanzenwelt vernichtet habe und nur die Tiere überlebt hätten, die sich auf Noahs Arche befanden. Die Katastrophisten, wie die Anhänger dieser Theorie genannt wurden, glaubten, dass die Arten individuell von Gott erschaffen und unveränderbar wären.

Forschung auf den Galapagos-Inseln

Zum größten und wichtigsten Teil seiner Forschungsergebnisse gelangte Charles Darwin durch Beobachtungen auf den Galapagos-Inseln. Seine abenteuerliche Forschungsreise, die Darwin fünf Jahren auf dem Expeditionsschiff “Beagle” um die halbe Welt führte, nahm in Plymouth (Großbritannien) ihren Ausgang.

Ende Dezember 1831 stach die “Beagle” in See, Anfang Januar 1832 erreichte sie die Küste Madeiras. Am 6. Januar lief sie in den Hafen von Santa Cruz de Tenerife ein, wo Darwin einen Freund besuchen wollte. Doch aufgrund einer Cholera-Seuche, die in England ausgebrochen war, ließ man weder Darwin noch ein anderes Crew-Mitglied an Land gehen. Um keine Zeit zu verlieren, beschloss der Kapitain, Kurs auf die Kapverdischen Inseln zu nehmen. Darwin soll es sehr bedauert haben, Teneriffa, “die Insel seiner Träume”, nie gesehen zu haben. So machte er seine ersten wichtigen Entdeckungen für die Entwicklung seiner Theorie nicht auf den Kanaren, sondern auf der kapverdischen Insel Santiago.

Anekdote über Darwin und das Heiraten

Charles Darwin ist durch und durch ein rational denkender Mensch gewesen und so soll er selbst das Für und Wider des Heiratens sorgfältig abgewogen und nieder geschrieben haben, um sich so seine Entscheidung für oder gegen seine Verheiratung zu erleichtern. Unter den Argumenten für das Heiraten habe er unter anderem “ständiger Begleiter und Freundin im Alter...besser wie einen Hund haben, auf jeden Fall” geschrieben. Unter “Not Marry” notierte er “weniger Geld für Bücher”, “furchtbarer Zeitverlust” und einige andere Argumente. Schließlich entschied er sich für die Ehe und heiratete seine Cousine Emma Wedgwood, mit der er später zehn gemeinsam Kinder hatte.

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Mag. Margot Aigner, Margot Aigner

Margot Aigner - Margot Aigner hat Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Kombination mit Anglistik/Amerikanistik an der Paris-Lodron ...

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