Christine Hödl - die Siegerin der Großen Chance 2011

Christine Hödl - ORF/Ali Schafler
Christine Hödl - ORF/Ali Schafler
Der 11. 11. 2011, ein Glückstag für Christine Hödl. Ab 16. Dezember 2011 gibt es ihr Debütalbum "Pure" mit eigenen Songs.

Update am 3. Dezember 2011

Ab 16. Dezember 2011 gibt es das erste Album "Pure" von Christine Hödl. Release-Party samt Konzert im Wiener Chelsea gibt es auch. „Mit dem Album ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich habe alle Songs selbst geschrieben“, verrät Hödl in ÖSTERREICH.

Christine Hödl: Das Leben nach ihrem Sieg bei „Die große Chance“

Bei vielen Menschen galt Christine nicht als Favoritin im Finale von „Die große Chance“. Aber dann hat die kleine Frau mit einem ganz starken Auftritt alle in den Bann gezogen. Und nach der Show beginnt ihr neues Leben, denn Christine ist nicht nur über Nacht reicher, sondern zum Star geworden. „direkt – das magazin“ hat sie bei den ersten „Gehversuchen“ in ihrem neuen Leben begleitet.

... und so erreichte sie ihre Große Chance:

Im Vorfeld fieberte zumindest ein Großteil der österreichischen Nation: Gibt es einen Favoritensieg? Wobei sich die Gemüter spalteten, wer denn nun wirklich der Favorit sei: Conchita Wurst contra Werner Otti? Oder doch die feschen Freaks?

Nun steht es fest. Gewonnen hat.die Frau mit dem bescheidenen Auftreten und der einprägsamen Stimme und Performance, Christine Hödl.

Das Finale der großen Chance 2011 auf ORF eins - die offenen Fragen

Überraschung eins: Erscheint Sido wirklich in Lederhosen und wenn ja, in welcher? Kurz älplerisch knackig oder die modische Variante der Lederleggins? Bei Sidos Tendenz zum Schmäh (jaja, den beherrschen Berliner genauso perfekt wie Wiener) konnte man gespannt sein. Sido als Schuhplattler und daneben eine Zabine, Marke "Holzfällerstatur" (Zitat Sido vom Ö3 Wecker am 11.11.2011) als Trachtenpärchen oder eher Sido als Trachtenbärchen? Bingo. Nicht nur Sido, sondern seine ganze Entourage (Verlobte, Freunde) kamen im Alpenlook.

Und mit welcher Ausschnitttiefe würde "La Golpashin" diesmal zu punkten versuchen? Bis zum Bauchnabel war ja schon da, also tiefer geht es nicht mehr, oder doch? Wie wienerisch würde Karina Sarkissova sich geben und wie dezent Bernhard Paul? Die Golpashin mit Glitzerkleid mit tiefem Ausschnitt, hätte man ja wetten können. Die Ballerina erschien als Elfenkönigin und Bernhard als Zirkusdirektor. Passend.

Wer trumpfte im Finale der Großen Chance auf?

  • Conchita Wurst, Shemale in Perfektion, Kunstfigur mit unbestreitbar grandioser Stimme und Interpretation.
  • Werner Otti, Musiklehrer, Sänger einer Band mit selbstkreiertem Song.
  • The Freaks, vierzehn junge Leute, die sich und ihre körperlichen Fähigkeiten spektakulär in Szene setzen.
  • Nina Gartler, junges Mädchen mit stimmlichem Potenzial, aber verdammt jung für eine echte Showkarriere.
  • Bernhard Reider, einmal mehr mit einem guten Chanson. Stimmig in jeder Weise.
  • Alexander Wengler, ein Tänzer, der Geschichten erzählen kann, auch eine Geschichte vom Casting-Wesen.
  • Magic Acrobatics, die Tanzmäuse, die durch die Luft wirbeln.
  • Christine Hödl, die Lady mit sehr persönlicher Stimme und Talent zum Songschreiben.
  • Valerian Kapeller , Akrobat mit Seil und rollenden Diabolos. Grandios.

Die besten Drei beim Finale der Großen Chance

Die meisten Stimmen erlangten in der Reihenfolge des Auftretens:

  • die Magic Acrobatics,
  • Valerian Kapeller und
  • Christine Hödl.

Eine schiere Ewigkeit mussten die drei Besten auf das endgültige Votingergebnis warten. Wer würde die stolze Summe von 100.000 Euro nach Hause mit nehmen können?

Der Scheinwerferkegel huschte über die drei Gestalten hinweg, drehte, wendete, bis er endlich Halt machte und eine kleine schmale Gestalt in Licht hüllte. Die Siegerin. Christine, die stille, bescheidene, zu Tränen gerührte. Zum in den Arm nehmen. Und das tat an diesem Abend ganz Österreich. Viel Glück!

Eine Wertung für die Präsentatoren und die Jury der Großen Chance

Der absolute Matchwinner aus der ganzen Show ist der Rapper Sido. Witzig, sehr offen und sympathisch trotz manch harter Beurteilung, so kam er in "Ösiland" gut rüber. Auch die derzeit freigestellte Primballerina Zarkissova konnte sicher ihren eigenen Marktwert steigern. Zabine blieb ihrer Marke "erdig, urig, tirolerisch" treu und kam ebenfalls beim Publikum gut an. Nur Bernhard Paul blieb ein wenig blass, was aber auch auf seinen Zwist mit der Präsentatorin Doris Golpashin zurück zu führen ist. "Sie hat mich dauernd verarscht", wie er sich im Magazin TV-Media äußerte. Da nützten die in der letzten Show ätzend vorgetragenen "Schatzileins" auch nichts mehr.

Natürlich, witzig und mitfühlend, sogar behutsam ging Andi Knoll mit den Kandidaten um. Drängte nicht, wenn sie, wie Christine Hödl, sprachlos waren. Anzügliche Sprüche (Zitat Bernhard Paul), dafür aber selber wenig Anzug am Körper; die Linie von Doris Golpashin lautete wohl: zickig, zackig. Tom Walek bemühte sich redlich im Hintergrund ein wenig die Stimmung der Kandidaten zu vermitteln. Gesamturteil, um mit der großen Chance zu sprechen: drei Plus, ein Minus.

Die Große Chance Show - ein Erfolgsformat?

Die große Chance war für den ORF sicher ein guter Griff. Eine Show, die noch unbekannte, aber begabte Menschen mit ihren speziellen Talenten in den Mittelpunkt stellt, ist beim Publikum sehr gut angekommen. Anders als in Deutschland wurde mehr Wert auf Qualität, denn auf Skurilität gesetzt und das Publikum hat es zu goutieren gewusst. Die Zuschauerquoten sprachen ein deutliches Wort. Besonders beliebt war der ORF-eins-Event beim jungen Publikum. Bei den 12- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei 37 Prozent, bei den 12- bis 29-Jährigen waren es 36 Prozent. Bei der Entscheidung betrug der Marktanteil sogar 40 Prozent (12-49), 37 Prozent (12-29), laut Aussendung des ORF.

Zum Abschied von der Großen Chance eine CD und eine iTunes-Version

Ab Freitag, den 11. November 2011, gibt es die Lieder der besten Musiktalente aus „Die große Chance“ auf CD. Auf dem Album vertreten sind Chiara Kerper, Bernhard Reider, Conchita Wurst, Werner Otti, Nina Gartler, Christina Hödl, die Nihils, Dominik Ofner und weitere Interpreten.

Eine exklusive iTunes-Version mit den 19 Songs vom Album sowie den Finalsongs von Nina Gartler, Bernhard Reider, Werner Otti, Christine Hödl und Conchita Wurst erscheint ebenfalls.

Fotos: © Orf/Ali Schafler. © ORF/Daniela Wahl

Quelle: ORF Presse

Adele Sansone, Adele Sansone

Adele Sansone - Als Autorin für suite101.de interessieren mich vor allem die Bereiche Pflanzen und Tiere: Wie leben sie heute? Wie sind die einzelnen ...

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