Der erfolgreiche norwegische ÖSV-Cheftrainer sagte nach den letzten Wettkämpfen der Saison 2011/2012 der nordischen Kombinierer Adieu. Aus familiären Gründen zieht es in wieder in seine nordische Heimat. Die Suche nach einem Nachfolger wurde am 19. April 2012 beendet. Der neue Mann wurde gefunden.

Der Murauer Christoph Eugen ist neuer ÖSV-Cheftrainer

Der neue ÖSV-Cheftrainer in der Nordischen Kombination heißt Christoph Eugen. Der gebürtige Murauer (dezeitiger Lebensmittelpunkt Hallein) übernimmt damit die frei gewordene Position Der zweifache WM-Medaillengewinner (1997 & 2001) bei den nordischen Teambewerben beendete 2004 seine aktive Karriere und begann im Anschluss unter der Leitung von Günter Chromecek seine Betreuer-Tätigkeit im ÖSV. Zuletzt trainierte der 35-Jährige erfolgreich die Continentalcup-Gruppe. Falko Krismayr bleibt Sprungtrainer.

Christoph Eugen und seine Beweggründe

„Nach vielen Jahren im Weltcup und zwei Saisonen im Continentalcup habe ich einiges gelernt und ich freue mich, dieses Wissen im Nationalteam anwenden zu können. Jetzt gilt es unsere Mannschaft, die ein Mix aus erfahrenen und jungen Athleten ist, optimal auf die neue Saison und anstehende Großereignisse vorzubereiten. Mein Ziel ist, eine starke und geschlossene Mannschaft zu bilden. Das ist die Basis für den sportlichen Erfolg", freut sich Eugen auf die Herausforderung. "Quelle:ÖSV" Vorerst hat Eugen einen Zweijahres-Vertrag mit dem ÖSV unterschrieben.Das bedeutet einmal die Nordische WM 2012 in Predazzo und die Betreuung für die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi.

Christoph Eugen und seine sportliche Karriere

Christoph Eugen wurde am 28. Mai 1976 in Judenburg/Steiermark geboren. Von 1996–2004 war er Sportler im HLZ Salzburg.

Eugen hat als Athlet zwei WM-Medaillen mit dem Team gewonnen (1997, 2001). Als Startläufer hatte er das damalige ÖSV-Quartett bei der WM 1997 zu Bronze und 2001 zu Silber geführt. 1997 bestand die Mannschaft aus Eugen, Gottwald, Stecher und Stadelmann, 2001 aus Eugen, Stecher, Kreiner und Gottwald.

Eugen absolvierte eine Ausbildung zum Kinesiologen, Massseur, Energetiker. Auch die Ausbildung zum Sprunglauftrainer, sowie zum allgemeinen Trainer schloss er erfolgreich ab.

Nach Ende der aktiven Karriere war er in verschiedenen Betreuer-Funktionen (Masseur, Trainer) im ÖSV tätig, zuletzt als Trainer der Kontinentalcup-Gruppe. Er war der Wunschkandidat des sportlichen Leiters Ernst Vettori.

Wie stehen die Beteiligten, Sportler und Funktionäre zu dieser Wahl?

Nordischer sportlicher Leiter Ernst Vettori blickt frohen Mutes in Richtung Saison 2012/13. „Mit Christoph übernimmt mein Wunschkandidat diese Aufgabe. Er ist seit langer Zeit ein Bestandteil der nordischen Kombination in Österreich und deshalb der richtige Mann für diesen Job", so der ehemalige Spitzenspringer. Auch positiv vermerkt wird, dass der neue Mann aus den eigenen österreichischen Reihen kommt. Da genug Nachfrage international nach österreichischen Trainern besteht, ist es erfreulich, dass ein Mann einmal im eigenen Land tätig wird.

Als Insider kennt er sowohl die Struktur, die Sportler als auch die anderen Betreuer bestens.

Das nordische Sportler-Team der neuen Saison 2012/2013

Das ÖSV-Team setzt sich vor allem aus routinierten Athleten zusammen. Bernhard Gruber, der erfolgreichste ÖSV-Kombinierer der letzten Saison, Willi Denifl und Christoph Bieler (34) machen weiter - die jungen hungrigen Sportler, wie Thomasz Druml oder Mario Seidl, Lukas Klapfer stehen vor dem internationalen Durchbruch. David Kreiner ist noch unsicher, ob er weitermacht.

Vorerst heißt es regenieren, dem Kopf und dem Körper eine verdiente Pause gönnen und dann mit neuer Kraft in die frische Saison einsteigen.

Quelle: www.oesv.at