
- Inception - Leonardo DiCaprio, Christopher Nolan - Warner Bros.
Mit "The Dark Knight" brach Regisseur, Autor und Produzent Christopher Nolan im Jahr 2008 allerhand Rekorde. Zwei Jahre nach dem Mega-Blockbuster kommt "Inception" am 29. Juli 2010 in die deutschen Kinos. Trailer und Filmplakate des Films um Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio schüren das Interesse ins Unermessliche.
Christopher Nolan als Regisseur, Autor und Produzent – Seine Meilensteine der Filmgeschichte
Geboren am 30. Juli 1970 in London, England war Christopher Nolan zunächst für die Kurzfilme "Lawrency" (1996) und "Doodlebug" (1997) verantwortlich, ehe er 1998 mit "Following" ein beachtliches Filmdebüt feierte. Der Mystery-Krimi wartete ohne bekannte Namen auf, überzeugte aber bereits durch seine dichte Atmosphäre und die ganz eigene Bildsprache.
Durchbruch mit "Memento" (2000)
Den Durchbruch aber hatte Nolan im Jahr 2000 mit "Memento": Guy Pierce spielte einen Mann, der sein Kurzzeit-Gedächtnis verloren hat, seit er und seine Frau von Unbekannten im eigenen Haus überfallen wurden. Weil seine Frau bei dem Angriff verstarb, sinnt er auf Rache und will die Gangster ausfindig machen. Um seiner Erinnerung auf die Sprünge zu helfen, macht er ständig Polaroids und tätowiert sich scheinbar wichtige Dinge auf die Haut, die ihm bei der Aufklärung des Falles helfen sollen. Der rückwärts erzählte Film schlägt den Zuschauer in den Bann und fesselt bis zum Schluss, denn genau wie der Hauptcharakter weiß man während des Films nie, wem man trauen kann.
"Insomnia" lebte 2002 vom psychologischen Duell zweier Polizisten, gespielt von Al Pacino und Robin Williams; Hilary Swank rundete das Trio ab. Trotz großer Stars behielt das Projekt ein "Independent-Feeling" und riss den Zuschauer mit in einen Strudel voller Verwirrung.
Reboot der Filmreihe: "Batman Begins" (2005)
Drei Jahre war es ruhig um Christopher Nolan, bis die Auferstehung einer beinahe tot geglaubten Comic-Figur seine Karriere in ungeahnte Höhen schraubte: "Batman Begins" war ein Reboot der Filmreihe um den beliebten Superhelden ohne wirkliche Superkräfte. In den Achtzigern durch "Batman" (1989) und "Batmans Rückkehr" (1992) noch voller düsterer Atmosphäre, wurde die seelisch gebeutelte Fledermaus in "Batman Forever" (1995) und besonders "Batman & Robin" (1997) zum bonbon-bunten Zirkusclown verklärt. "Batman Begins" schickte Bruce Wayne und sein kraftvolles Alter Ego im Jahr 2005 zurück in die Finsternis. Die Zuschauer honorierten den gewünschten Neubeginn mit hervorragenden Besucherzahlen und sicherten damit eine Fortsetzung.
2006 schob Nolan noch das Projekt "Prestige – Die Meister der Magie" ein: Hugh Jackman und "Batman"-Darsteller Christian Bale traten hier als Magier-Rivalen auf den Plan. Auch hier bewies Nolan wieder, warum er als Meister der Verwirrung gilt: Die Story wendete sich in alle möglichen Richtungen und hielt den Zuschauer ständig bei Laune. Scarlett Johansson und Michael Caine trugen das Ihre dazu bei, um auch "Prestige" zu einem höchst unterhaltsamen Film zu machen.
Größter Erfolg: "The Dark Knight" (2008)
Den größten Erfolg hatte Christopher Nolan jedoch 2008 mit der Batman-Fortsetzung "The Dark Knight". Zusätzlich gepusht durch den unerwarteten Tod von Joker-Darsteller Heath Ledger spielte der Film über eine Milliarde Dollar in die Kassen. Bei der größten Online-Film-Datenbank, der Internet Movie Database (IMDb), gilt "The Dark Knight" dank Zuschauer-Bewertungen als der zehntbeste Film aller Zeiten. Ein dritter Batman-Film wurde unlängst für den 20. Juli 2012 angekündigt.
"Inception" – Ein neuer "Matrix"? Leonardo DiCaprio und eine verwirrende Handlung
Worum es in "Inception" (deutsch: Anfang, Beginn, Gründung) so ganz genau geht, wissen bisher nur die, die an der Filmproduktion beteiligt sind. Und mit höchster Wahrscheinlichkeit auch von diesen nur wenige. Als sicher gilt dank der illustren filmischen Vorgeschichte von Christoper Nolan bislang hauptsächlich, dass man sich schon jetzt auf einen Blockbuster freuen darf. Das Internet läuft heiß, was das Thema "Inception" betrifft – Zuschauer in der ganzen Welt können den Kinostart nicht mehr erwarten.
Die Trailer von "Inception" weisen darauf hin, dass es um Spielereien mit dem menschlichen Gehirn geht, um Täuschungen der Sinne und den Wandel zwischen Realität und Traum. Ein Online-Spiel stellt Verfolgung und Labyrinthe in den Vordergrund. Leonardo DiCaprio spielt Dom Cobb, der ein Meister auf dem Gebiet des Ideen-Diebstahls ist. Mittels perfektionierter Techniken ist es ihm möglich, in Träume einzudringen und Ideen zu stehlen. Da er durch seine Profession alles verloren hat, was ihm wichtig war, hofft er auf eine Kehrtwendung und will aussteigen. Doch als letzten Auftrag muss er diesmal jemandem eine Idee eintrichtern, anstatt sie ihm abzujagen.
So weit, so interessant. Weltstars wie Michael Caine, Marion Cotillard ("La Vie en Rose") und Ellen Page ("Juno") sind mit von der Partie, ebenso Tom Berenger, Joseph Gordon-Levitt ("(500) Days of Summer") und Cillian Murphy. Selbst Hauptdarsteller DiCaprio sagte über die mysteriöse Story des Films, dass er das Drehbuch zunächst nicht verstanden habe. Die geheimnisvolle Grundidee erinnert von der Faszination her, die diese ausübt, ein wenig an "Matrix" und könnte ein ebensolcher Meilenstein des Films werden. Kinofans in aller Welt freuen sich jedenfalls jetzt schon darauf, am 29. Juli 2010 mal wieder von Christopher Nolan in den Bann gezogen zu werden.
Je näher der deutsche Kinostart rückt, desto mehr Details gibt es so langsam auch zu dem fieberhaft erwarteten Spektakel - erste tiefer greifende Artikel finden sich im Netz ein und schüren die Vorfreude auf "Inception".
Titel: Inception
Verleih: Warner
Land, Jahr: USA 2010
Deutschland-Start: 29. Juli 2010
Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Christopher Nolan
Darsteller: Leonardo DiCaprio (Cobb), Ken Watanabe (Saito), Joseph Gordon-Levitt (Arthur), Marion Cotillard (Lisa), Ellen Page (Isabell), Tom Hardy (Eames), Tom Berenger (Browning), Sir Michael Caine (Professor)
